Blind Tiger Piper Cubeba

Der Blind Tiger Piper Cubeba Gin im Review auf ginvasion.de

In meinem neusten Review möchte ich dir heute den Blind Tiger Piper Cubeba aus der belgischen Deluxe Distillery vorstellen. Die auffällige Flasche mit dem goldenen Tigerkopf mit der Augenklappe auf der Flasche hast du bestimmt schon einmal gesehen. Wie der Gin hergestellt wird und wie er mir schmeckt verrate ich dir in den nachfolgenden Zeilen.

Der blinde Tiger ist übrigens eine Anspielung auf die Prohibitionszeit mit den strikten Alkoholgesetzen. Not macht nämlich erfinderisch. So wurden damals Tickets verkauft, um in einem Hinterzimmer eine „Show mit dem blinden Tiger“ zu sehen. Dazu gab es natürlich noch einen kostenlosen Gin-Cocktail.

In Anlehnung an die Kreativität der vergangenen Zeiten entstand die Idee für das goldene Logo der Flasche. Der handgefertigte Blind Tiger Gin wird aber natürlich nicht im Hinterzimmer gebrannt, sondern entsteht in einer Genever-Brennerei im Westen von Belgien.

Die Inspiration zum Blind Tiger Gin stammt aus den Goldenen Zwanzigern, als Bootlegger und glamouröse Flapper den kulturellen Ton angeben. Der gefährlich raffinierte Stil dieses Jazz-Zeitalters lebt im Blind Tiger Gin wieder auf.

Botanicals

Angetrieben durch einen starken Innovationsgeist und der tiefen Leidenschaft für exquisite alkoholische Getränke entstand dieser außergewöhnliche Gin bei dem neben Wacholder der intensive Kubebenpfeffer im Mittelpunkt steht.

Ergänzt wird die Rezeptur noch durch

und ein geheimes belgisches Botanical.

Alle Zutaten bis auf der Kubebenpfeffer werden in Neutralalkohol mazeriert und anschließend in einer 400 Liter Kupferbrennblase destilliert. Das Kubebenpfefferdestillat wird erst nach dem eigenen Destillationsvorgang hinzugefügt.

Flaschendesign

Die schlanke 500ml Spirituosenflasche besitzt ein edles Antlitz. Sie ist aus blauem Glas hergestellt und mit einem goldenen Tiger bedruckt. Natürlich einäugig mit einer schwarzen Augenklappe.

Der Markenname Blind Tiger ist mit weißen Buchstaben aufgedruckt. Darunter befindet sich der Zusatz „Piper Cubeba“, der auf die pfefferbetonte Variante hinweist. Relativ klein am Fuß der Flasche sind die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt von 47% vol. und auch die Füllmenge angegeben.

Der rückseitige Aufdruck gibt zusätzlich noch ein paar Informationen zum Gin preis und verrät zudem auch die Deluxe Distillery in Belgien als Hersteller.

Verschlossen ist die edle Flasche mit einem goldenen Schraubverschluss, den ich nun öffne und mir einen Schluck zum Probieren eingieße.

In der Nase

Über dem Glas liegt das typische Bouquet der herben Wacholderbeeren. Dazu gesellt sich eine leichte Schärfe vom Pfeffer. Diese wird von blumigen Nuancen und einem zarten Anklang von Lakritz begleitet. Darüber liegen zusätzlich noch fruchtige Aromen der Orangen.

Das Gerstenmalz und der wärmende Kardamom sorgen für würzige Nuancen. Das Destillat bildet beim Schwenken am Glasrand leichte Schlieren und die Tropfen laufen zäh zum Glasboden zurück. Zeit den blinden Tiger zu verkosten.

Am Gaumen

Ich genieße den ersten Schluck. Erstaunlich mild und mit einer leichten Süße verteilt sich das Destillat auf der Zunge. Die typischen Wacholderaromen hätte ich stärker vermutet. Ebenso auch die Schärfe vom Pfeffer. Wesentlich deutlicher schmecke ich die frischen Aromen der Orangen, wobei die würzige Note vom Kardamom die fruchtigen Nuancen unterstreicht.

Im Abgang erscheint eine Lakritznote vom Süßholz und der Nachhall ist geprägt vom Gerstenmalz und vom Kubebenpfeffer.

Perfekt serviert

Die volle Komplexität vom Blind Tiger Piper Cubeba genießt man schließlich am besten pur oder „on the rocks“.

Auch im Dry Martini überzeugt er mit seinen würzigen und angenehm fruchtigen Aromen. Im Gin&Tonic nimmt die Kohlensäure etwas die Schärfe und die bitteren Noten vom Chinin betonen das Bouquet. Am besten eignet sich hier ein Indian Tonic Water.

Fazit

Im Blind Tiger Piper Cubeba spielen also neben dem besagten Kubebenpfeffer verschiedene Blüten und Zitrusfrüchte eine tragende Rolle. Die Zutaten verleihen dem Gin schließlich einen belebenden Charakter. Alle fünfzehn sorgfältig ausgewählte Botanicals ergeben eine harmonierende Komposition. Ein wirklich toller Gin. Sowohl pur, als auch im Gin&Tonic ein wahrlicher Genuss, der deswegen meine klare Empfehlung erhält.

 

Hier kannst du den Blind Tiger Piper Cubeba übrigens bei Wacholderexpress.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Blind Tiger Piper Cubeba

8.4

Gesamteindruck

8.4/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • erfrischende Zitrusnoten
  • florale Nuancen und Pfeffer

Alkoholgehalt

  • 47,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.