Orson’s 42 London Dry Gin

Nachdem ich dir schon den San Fabio Italian Dry Gin vom Penny Markt vorgestellt habe, konnte ich es nicht lassen und der Orson’s 42 London Dry Gin aus dem dauerhaften Sortiment des Supermarkts ist mir ebenfalls in den Korb gesprungen. Ein Klassiker über den viel Gutes gesagt wird. Mal schauen, wie er im Tasting bei uns abschneidet und was du für den Preis erwarten kannst.

Der Orson’s 42 gehört zum Standardsortiment im Regal der Supermarktkette Penny. Hergestellt wird er von der Rola Weinbrennerei und Likörfabrik in Rottenburg an der Laaber. Als Abfüller ist das Tochterunternehmen Kastell Markenspirituosen GmbH angegeben. Das inhabergeführte Familienunternehmen gehört heute zu einem der bedeutendsten Spirituosenproduzenten in Deutschland. Dort werden nahezu alle Arten von Spirituosen nach eigenen Rezepturen hergestellt. Hierfür kann Rola auf mehr als 70 Jahre Erfahrung in Destillations- und Mazerationstechniken zurückgreifen.

Mit modernen Brennanlagen ist das Unternehmen auf hohe Stückzahlen spezialisiert und beliefert somit eigentlich fast alle europäischen Handelsketten mit Spirituosenprodukten. Gin-Sorten wie der San Fabio Italian Dry Gin oder auch der Johnson Club London Dry Gin stammen aus der Angebotspalette.

Botanicals

Die Rola GmbH produziert den Gin nach klassischem Herstellungsverfahren. Wie üblich werden die Zutaten in Basisalkohol mazeriert und anschließend destilliert. Aus der Handwerkskunst des erfahrenen Brennmeisters entsteht mit folgenden Zutaten der Orson’s 42 London Dry Gin:

Nach der Destillation wird der Gin auf eine Trinkstärke von 42% vol. Alkoholgehalt herabgesetzt und abgefüllt.

Flaschendesign

Die mehrfach bekannte Spirituosenflasche aus dunkelgrünem Glas wird von einem edlen Etikett geziert. Durch die außergewöhnliche Form erhält die Flasche eine sehr hochwertige Aufmachung. Der Rand des Etiketts besitzt einen Wellenschnitt und setzt sich mit einem goldenen Rahmen ab. Das zentrale Element ist die Zahl 42 die in einem schwarzen Viereck über dem Markennamen Orson’s prangt.

In den Ecken des Etiketts sind die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt und der Füllmenge untergebracht. Das rückseitige Etikett trägt eigentlich nur die Importeure der jeweiligen Länder, in denen der Gin vertrieben wird. Zudem ist dort der Hinweis auf die Kastell Markenspirituosen GmbH zu finden. Hergestellt wird der Gin in Deutschland.

Verschlossen ist die Flasche mit einer leicht zu öffnenden schwarzen Schrumpfkapsel und einem Korken aus Kunststoff. Für das Preissegment absolut ok und ausreichend.

In der Nase

Ich gieße mir einen Schluck ein und bin ehrlich gesagt mehr als überrascht. Ich nehme ein ausgesprochen rundes und gleichzeitig ansprechendes Bouquet in der Nase wahr. Die Wacholdernote ist dezent, aber mit ihren typisch herb harzigen Aromen klar zu erkennen.

Begleitet wird der erste Eindruck von einer ausgewogenen floralen Note vom Lavendel und fruchtigen Orangennuancen. Hinzu gesellt sich ein würziger Hauch Koriander und auch erdige, leicht süßliche Anteile vermutlich von Angelikawurzeln und Süßholz erscheinen im Aromenportfolio.

Beim Schwenken des Destillats im Glas bilden sich leicht ölige Schlieren am Glasrand. Auch beim Discounter Gin scheint die Textur also geschmeidig zu sein. Ich bin gespannt wie er schmeckt.

Am Gaumen

Mit einer leichten Süße verteilt sich der Gin auf der Zunge. Der Wacholdergeschmack wird dabei durch fruchtige Noten der Orangen begleitet. Zur Seite steht schließlich noch der würzige Koriander und ergänzt den ersten Eindruck. Ziemlich ausgewogen. Der zweite Schluck offenbart weitere würzige Noten, die mich unter anderem an Süßholz und Angelikawurzel erinnern.

Der Abgang ist erstaunlich mild und wird von einer angenehmen Süße und einem floralen Anklang der verwendeten Lavendelblüten begleitet. Der Nachhall ist ausgesprochen fruchtig. Es bleiben Nuancen von Orange und erdige Töne am Gaumen haften. In Summe nicht sehr komplex, aber dennoch rund und ausgewogen.

Perfekt serviert

Ich bin überrascht, wie gut der Orson’s 42 London Dry Gin pur schmeckt. Ein Eiswürfel bringt sogar den Wacholder noch etwas mehr in den Vordergrund. Im Gin&Tonic ist der Orson’s 42 tatsächlich ein Allrounder. Keines seiner Botanicals sticht extrem hervor. Dennoch verkörpert sein Bouquet einen klassischen Gin. Mir gefällt der Discounter-Gin am besten mit einem Indian Tonic Water. Hier kannst du gut auf Schweppes, Goldberg oder auch FeverTree zurückgreifen. Wenn du es etwas mediterraner magst, kannst du auch zu einem Mediterranean Tonic Water greifen.

Auch in klassischen Gin-Cocktails wie einem Gimlet oder GinFizz funktioniert der Orson’s 42 wunderbar.

Fazit

Der Orson’s 42 wäre bei einem Vergleich der Discounter-Gins vermutlich mein Gewinner. Er ist ein universeller Allrounder mit einem klassischen Gin-Geschmack. Keine Experimente, einfach geradeaus. Die Botanicals sind gut in den Alkohol eingebunden und es ist weder eine alkoholische Schärfe in der Nase noch im Geschmack negativ aufgefallen.

Das Auftreten der Marke ist außerdem professionell und das Design muss sich definitiv nicht verstecken. Der Orson’s 42 ist also ein Every Day Gin ohne großen Schnickschnack. Rund, ausgewogen und nicht zu komplex. Ein Einsteiger-Gin für einen klassischen Gin Tonic.

 

Indian Tonic Water von FeverTree kannst du übrigens hier bei Bottlerocket.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich selbst und freiwillig im Penny Markt für 6,99€ erworben. Etwaige Bewertungen sind nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Orsons’s 42 London Dry Gin

8.2

Gesamteindruck

8.2/10

Eigenschaften

  • dezente Wacholdernuancen
  • fruchtige Orangennote
  • Lavendel

Alkoholgehalt

  • 42,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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