Rebholz Gin

Für das heutige Review machen wir einen Ausflug zu meinen Nachbarn in die wunderschöne Pfalz. Von dort kommt nämlich der Rebholz Gin und genau diesen stelle ich dir heute vor.

Hinter dem Rebholz Gin stecken die drei Freunde: Philipp, Paul und Tobias. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht einen Gin zu kreieren, in dem zu 100% die Pfalz steckt. Und der vor allem den Geschmack der Pfalz in unsere Gaumen transportiert. Außerdem ist der Gin geprägt durch ihre Lebensweise, Kultur und durch die Heimatliebe. Eben ein echter Pälzer. Der Rebholz Gin soll das pfälzische Lebensgefühl und etwas Leichtigkeit in unseren Alltag bringen. Aber vor allem soll er Spaß im Glas machen. Ob der Rebholz Gin hält was er verspricht erfährst du wenn du weiterliest.

Von der Idee zum Rezept

Die Idee zum Rebholz Gin entstand den drei Freunden übrigens – wie es sich für echte Pfälzer gehört – während einer Schorlewanderung. Da sie neben Wein auch gerne mal einen leckeren Gin&Tonic trinken, kam die Idee einen Gin zu kreieren, der für die Pfalz, eben für die Heimat steht. Für etwas neues sollte er stehen und zugleich innovativ, regional und ehrlich sollte er sein.

Auch nach der Schorlewanderung ließ Philipp, Paul und Tobias die Idee vom eigenen Gin nicht los. So machte man sich schlussendlich ans Werk und begann sich mehr und mehr mit der Materie Gin und den Botanicals auseinanderzusetzen. Ideen wurden gesammelt. Auch wurden geeignete Partner für ihren Gin gesucht. Rückschläge etwa bei der Rezeptfindung und bei der Umsetzung gab es jedoch immer wieder. Doch die Hartnäckigkeit der drei Freunde zahlte sich schlussendlich aus. So gelangen sie auch durch Zufall in die Hände des heutigen Produzenten des Rebholz Gins. Gemeinsam wurde an den Ideen weiter getüftelt und schließlich in die Tat umgesetzt.

2019, nach über zwei Jahren Test- und Entwicklungszeit, war es dann soweit und der Rebolz Gin wurde endlich gelauncht. Als erstes konzentrierte man sich auf die Vermarktung in der Pfalz. Schließlich wollte man den Pfälzern in der Heimat zeigen, dass die Pfalz mehr kann als nur guten Wein.

Jetzt werfe ich aber noch schnell einen Blick auf die Zutatenliste, bevor es ans Nosing und Tasting geht.

Botanicals

Neben dem für Gin ohnehin obligatorischen Wacholder finden noch folgende Zutaten ihren Weg in das Pfälzer Original

sowie weitere geheime Botanicals.

Flaschendesign

Der Rebholz Gin kommt in einer schlichten Flasche aus Weissglas daher. Das Etikett ziert eine schönen handgemalte Grafik des Pfälzer Waldes. Um den Flaschenhals hängt ein weiteres Etikett. Auf diesem ist ein Fabelwesen zu sehen.

Nämlich Dallas – der Hüter des Rebholz Gins. Dallas ist übrigens eine Mischung aus einem Otter, einem Fisch und einem Hund. Seine Gestalt ist den Heimatorten der drei Gin-Macher geschuldet: OTTERsheim, BELLheim und KleinFISCHlingen. Aber ließ selbst:

Es war an einem sonnigen Samstag, als ein kleiner ­Otter­­ aus Ottersheim durch den Wald nach Bellheim lief. Auf dem Weg traf er einen Hund. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und bellten und otterten vergnügt umher. Sie machten sich auf den Weg nach Kleinfischlingen, da der Hund dort einen genau so ­lustigen Fisch kannte. Als sie ankamen, begrüßte sie der Fisch sogleich und alle drei hatten einen riesen Spaß. Bei all der Freude bemerkten sie jedoch nicht, wie sich eine alte Pfälzer Hexe anschlich. Diese ärgerte sich über den Krach den die drei veranstalteten und wollte dem ganzen ein Ende bereiten. So stand sie auf einmal hinter ihnen und sprach die Zauberformel:

» Schorle hin, Schorle her, ihr drei seid nun eins! «

Es blitzte und krachte und Nebel erhob sich um die drei Freunde. Als sich der Nebel langsam verzog war die Hexe verschwunden. Auch von dem Hund, dem Otter und dem Fisch fehlte jede Spur. Stattdessen lag da nun ein kleines, drolliges Tierchen: Es hatte den Kopf eines Otters, den Schwanz eines Fisches und die Beine eines Hundes.

In der Nase

Ich gieße mir einen Schluck in mein Nosing Glas. Wie immer lasse ich dem Destillat etwas Zeit zum Atmen und zur Entfaltung der Aromen. Über dem Glas schwebt ein waldiger, erdiger Duft von den Fichtennadeln. Das erinnert mich sofort an den Duft im Pfälzer Wald, wo ich öfters wandern oder Mountainbiken gehe.

Zu den waldigen Noten gesellen sich noch die typischen Wacholder- und Zitrusaromen. Gerade die Zitrusaromen bringen die nötige Frische ins Bouquet. Florale Noten vom Lavendel steigen mir ebenfalls in die Nase und verleihen dem Gin eine gewisse Leichtigkeit. Insgesamt ein wirklich sehr stimmiges und interessantes Bouquet.

Am Gaumen

Ich nehme einen Schluck aus meinem Tasting Glas. Ölig mild und dennoch kräftig in seiner Aromenwucht verteilt sich der Rebholz Gin in meinem Mund. Waldige und herbe Noten von den Fichtennadeln und den Brennesseln gepaart mit klassischem Wacholder und frischen Zitrusfrüchten, sowie Anklänge von Beeren nehmen meine Geschmacksknospen zuerst wahr.

Auch eine kräuterige Note ist auszumachen. Hier kommt der Rosmarin etwas durch. Für die florale Komponente sorgt der dezente Geschmack vom Lavendel, ohne aber zu übertünchen. Geschmacklich spiegelt sich eigentlich das wider, was ich im Nosing wahrgenommen habe. Der Rebholz Gin schmeckt so ein bisschen wie ein Spaziergang durch den Pfälzer Wald.

Perfekt serviert

Den Rebholz Gin kannst du getrost pur oder auf Eis genießen. Für einen Gin Tonic empfehle ich dir das klassische Tonic Water von FeverTree. Wer es noch etwas fruchtiger und leichter möchte, der kann auf ein 1724 Tonic Water zurückgreifen. Probiere es am Besten selbst aus. Als Garnitur bietet sich eine Scheibe Orange und ein Zweig Rosmarin an.

Fazit

Mir persönlich gefällt der Rebholz Gin wirklich gut. Den Machern ist es gelungen einen Gin zu kreieren, der den Geschmack der Pfalz in unsere Gaumen transportiert. Der Rebholz Gin schmeckt nämlich wirklich wie ein Spaziergang durch den Pfälzer Wald.

Er vereint waldige und erdige Töne, mit fruchtig frischen Aromen von Zitrus und Beeren, sowie von Kräutern und dezenten floralen Noten. Alles in allem ein toll abgestimmtes Bouquet. Gefällt mir. Aber das alles ist wie immer Geschmacksache, daher meine Empfehlung: probiere ihn am besten selbst.

 

Indian Tonic Water kannst du übrigens hier bei Bottlerocket.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Rebholz Gin

8.9

Gesamteindruck

8.9/10

Eigenschaften

  • Fichtennadeln
  • Zitrusfrüchte
  • Kräuter

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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