Schmiede Gin

Der “steilste Gin“ Deutschlands, der Schmiede Gin, wird in einer noch sehr jungen Gin-Destillerie im Gebiet der Mittelmosel, der Schmiede Destillerie, hergestellt. Trotz der noch kurzen Geschichte, kann dieser Gin bereits mit dem „Silver Award 2018“ die erste Auszeichnung der IWSC (die International Wine & Spirit Competition in London) für sich verzeichnen. Der Schmiede Gin wurde durch die zwei „Schmiedemeister“ Markus Schlägel und Maximilian Franzen entsonnen. Beide stammen aus einem Weingut in Bremm an der Mosel und sind dort in einem Familienweingut aufgewachsen. An einem Sommerabend auf der Terrasse bei einem Glas Mosel Riesling kam den beiden die Idee, dass sie mit dem Wein als Grundlage einen Gin produzieren könnten. Wein und Brände zusammenschmieden, wie man also sagen könnte. Hervorragende Idee, wie ich finde.

Botanicals

Bei der Herstellung werden die feinsten regionalen Botanicals verwendet. Das Besondere hierbei ist, dass diese in einem Riesling-Weinbrand mazeriert werden. Zum Schluss wird der Gin mit einem Tresterbrand aus Riesling-Trauben des Bremmer Calmont, dem wohl steilsten Weinberg Europas, veredelt.

Auf der Homepage wird man, schön aufbereitet, durch die 8 Schritte der Herstellung des Schmiede Gins geführt. Sehr ansprechend gestaltet und interessant dargestellt. Es werden gemäß der Homepage 16 Botanicals verwendet. Unter anderem sind neben dem typischen Wacholder folgende Botanicals angegeben:

  • Holunderblüten,
  • Mandeln,
  • Kubeben Pfeffer,
  • Zitronenmelisse,
  • Lorbeer,
  • Zimt und
  • weitere Kräuter und Gewürze.

Flaschendesign

Die Flasche fasst 500 ml Inhalt und ich finde die Flasche sehr gut gelungen: sie kommt in einer hellen Apothekerflasche mit einem edlen Kupferetikett auf der Vorderseite daher, das unweigerlich an eine Schmiede erinnert und daher sehr passend zum Namen ist. Das Frontetikett ist sehr schlicht gestaltet, lediglich der Name „Schmiede Gin“, die Füllmenge und der Alkoholgehalt – immerhin 45% – sind in Reliefbuchstaben auf dem Kupferetikett abgebildet. Auf der Rückseite wird auf einem ebenfalls schlicht gehaltenen Etikett mit kleinen Kupferakzenten nochmals auf das Alleinstellungsmerkmal „Steilster Gin“ hingewiesen. Der Gin wird in Microbatches von ca. 110 Flaschen hergestellt, wobei ich aus meinem Batch die Flasche 54 erhalten habe. Der schwarze Flaschenhals und ein schwarzes Siegel auf der Rückseite der Flasche runden das außergewöhnliche und edle Aussehen der Flasche gelungen ab.

In der Nase

Ich öffne also gespannt den Kunstkorken und rieche tief am Flaschenhals. Die 45 % Alkohol sind auf jeden Fall präsent. Dass die Wacholderbeeren und die Botanicals in einem Weinbrand mazeriert werden riecht man hier eindeutig. Der Weinbrand tritt deutlich und kräftig im Geruch hervor, dazu gesellen sich die angegebenen Kräuter in einer leichten Schärfe, der Wacholder rückt zunächst in den Hintergrund.

Am Gaumen

Auch beim Probieren tritt zuerst deutlich der Weinbrand in den Vordergrund. Der Tresterbrand ist eindeutig das dominierende Element und lässt leider nur wenig vom Wacholder und den weiteren Botanicals am Gaumen zurück. Der Gin schmeckt sehr kräftig und hat eine gewisse Schärfe im Abgang, was sowohl an den 45%, als auch an den Gewürzen und dem Kubebenpfeffer liegen mag.

Perfekt serviert

Ich habe den Schmiede Gin mit Thomas Henry und FT Indian Tonic probiert. Die beiden Schmiedemeister empfehlen für ihren Schmiede Gin das erfrischende Fever Tree Indian Tonic oder das harmonische Fentimans Indian Tonic Water.

Fazit

Der Weinbrand ist mir perönlich zu dominant und zu stark, ich hatte mehr auf den Geschmack der Rieslingtrauben gehofft. Wer einen kräftigen, nicht wacholderlastigen Gin bevorzugt, der kann hier sicher beruhigt zugreifen. Durch das kräftige Aroma und die leichte Schärfe im Abgang kann ich mir den Schmiede Gin sehr gut als Gin Mule mit einer Scheibe Ingwer und einem guten Gingerbeer, wie dem Bundaberg, vorstellen. Der Schmiede Gin ist auf Amazon erhältlich und 0,5 Liter kosten etwa 39,00 Euro.

 

 

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Schmiede Gin

7

Gesamteindruck

7.0/10

Eigenschaften

  • mazeriert in Riesling-Weinbrand
  • kräftige Wacholdernote

Alkoholgehalt

  • 45,0 %

Veröffentlicht von Bernd

Bernd Huntemann, geboren 1974 in Bremen, verheiratet, zwei Kinder, Wohnhaft in Hermannsburg, mitten in der Lüneburger Heide und durch Zufall über einen Freund zum Gin gekommen. Mit dem ersten Gin-Coktail (Gin Basil Smash) nach dem Grillen mit dem Gin-Fieber infiziert. Nach dem ersten eigenen Gin (Mombasa Club Gin) vollständig dem leckersten aller Destillate verfallen und danach weitere Freunde für Gin begeistert.

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