Balthasar 1789 Distilled Gin

Für mein Review zieht es mich erneut auf den Zahlersberg bei Gmund oberhalb vom Tegernsee. Dort entsteht nämlich zu Ehren von Balthasar Lix, dem Großvater von Brennmeister Thomas, der Balthasar 1789 Distilled Gin von den Zahlersberg Distillers.

Neben dem Zahlersberg No. I Dry Gin ist der Balthasar 1789 eine Hommage an den bereits verstorbenen Großvater von Thomas Lix. Er war einst der Vorbesitzer des Hofes am Zahlersberg, welcher übrigens 1789 errichtet wurde.

In einem Nebengebäude befindet sich die kleine Gin-Manufaktur von Thomas und Fabian. Sie destillieren in ihren kleinen Kupfer-Brennkesseln wahrlich interessante Wacholderdestillate. Neben ihren eigenen Kreationen fertigen die zwei Freunde auch für Gasthäuser oder Kaffeeröstereien spezielle Gin-Sorten im Auftrag.

Leider besitzen sie auf ihrem Hof kein altes Brennrecht. Die Brennerei ist somit gewerblich angemeldet und wird wie üblich in Deutschland mit allen Auflagen Zollamtlich überwacht.

Botanicals

Für den Balthasar 1789 kommen nur Zutaten aus eigenem und regional, biologischem Anbau in höchster Qualität zum Einsatz.  Neben den Wacholderbeeren sind unter anderem

enthalten. Alle weiteren Botanicals sind geheim und werden leider nicht verraten.

Als Basis für die Mazeration kommt ein hochwertiger Ethylalkohol aus landwirtschaftlichem Ursprung mit einem Alkoholgehalt von 96,6% zum Einsatz. Genau so wie es die EU-Verordnung für einen echten London Dry Gin verlangt.

Alle Aromen werden rein durch die Mazeration übertragen. Nach der Destillation wird der Gin in kleinen Batches abgefüllt. Auf Trinkstärke wird er mit feinem Quellwasser vom Zahlersberg gebracht. Anschließend wird er per Hand verkorkt und etikettiert. Der dritte Batch Balthasar 1789 besteht übrigens gerade mal aus 120 Flaschen.

Flaschendesign

Die Flasche aus Klarglas fasst 500ml vom Balthasar 1789 Distilled Gin. Sie ist mit einem etwas Überladenem, auf alt getrimmten, Etikett versehen. Das zentrale Element ist ein Wappen mit einem Foto des verstorbenen Großvaters. Darunter befindet sich in roter Schrift der Name des Gins. Jeweils links und rechts davon finden sich die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt, der übrigens 47% vol. beträgt und die Füllmenge.

Im unteren Bereich weist ein weiteres Element mit einer Fahne auf die Handarbeit hin, die in diesem Produkt steckt.

Auf der Rückseite gibt das Etikett Auskunft über den Gin. Hierfür ist der Text mit einer verschnörkelten Schrift auf ein altes Foto aufgedruckt. Zusätzlich findet sich dort die Batch- und Flaschennummer, sowie das Abfülldatum.

Verschlossen ist die Flasche mit einem schönen, personalisierten Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. Das Branding macht richtig was her und gefällt mir.

Mit einem lauten Plopp öffne ich nun den Korken und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Über dem Glas schweben dezente Wacholderaromen. Fruchtige Nuancen der Goji-Beeren, gepaart mit Noten vom herben Rhabarber ergänzen den ersten Eindruck. Dazu gesellen sich mediterrane Anklänge vom Rosmarin, welche wunderbar zu den frischen Aromen der Grapefruit passen.

In der Nase liegt zudem eine leichte Schärfe vom Piment und ein Hauch Ingwer.

Das Destillat weist mit seinen 47% vol. Alkoholgehalt eine schöne ölige Textur am Glasrand beim Schwenken auf. Ich bin neugierig und verkoste den ersten Schluck wie gewohnt pur und ohne Eis.

Am Gaumen

Wie vermutet, verteilt sich der Balthasar 1789 leicht ölig und mit einer überraschenden Süße auf der Zunge. Ich vernehme dezenten Wacholder am Gaumen und eine leichte Schärfe vom Ingwer macht sich breit. Die Grapefruit ist definitiv das zentrale Element im Geschmack und ergibt mit den mediterranen Nuancen des Rosmarins ein rundes Erscheinungsbild ab. Die fruchtig herbe Goji-Beere und der herbe Rhabarber runden die Komposition zusammen mit einer würzigen, pfeffrigen Note vom Piment perfekt ab.

Im Abgang dominiert ebenfalls die Grapefruit und der Gin verabschiedet sich mit einem Hauch Rosmarin. Der Nachhall ist langanhaltend frisch, zurück bleibt zudem eine herbe Note, die ich dem Rhabarber zuschreibe.

Perfekt serviert

Sowohl pur, als auch auf Eis genossen ist der Balthasar 1789 vom Zahlersberg ein interessanter und fruchtiger Gin, bei dem Grapefruit und Rosmarin im Mittelpunkt stehen. Als Gin&Tonic genießt du ihn entweder mit einem Indian Tonic Water, zum Beispiel das von Aqua Monaco, oder auch mit dem Mediterranean Tonic von FeverTree. Letzteres gefällt mir sogar noch etwas besser, da es das mediterrane Flair vom Gin noch etwas mehr in den Mittelpunkt stellt.

Als Garnitur für den Longdrink eignet sich eine Scheibe rosa Grapefruit und ein frischer Zweig Rosmarin.

Fazit

Der Balthasar 1789 Distilled Gin überzeugt mit seinem mediterranen Aromenprofil. Behutsam gereift, sanft destilliert und mit reinem bayerischem Wasser vollendet. So kommen die verwendeten Zutaten, besonders Grapefruit und Rosmarin, besonders gut zur Geltung.

Die Komposition gefällt mir und erhält daher meine klare Empfehlung. Kaufen kannst du den Balthasar 1789 übrigens im Online-Shop bei den Zahlersberg Distillers.

 

 

Mediterranean Tonic Water findest du übrigens hier bei Bottlerocket.de

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetzes §6 dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Product Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir somit die Testberichte und Fotos!

Balthasar 1789 Distilled Gin

9.1

Gesamteindruck

9.1/10

Eigenschaften

  • feines Wacholderbouquet
  • fruchtige Grapefruit
  • Rosmarin

Alkoholgehalt

  • 47,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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