Ramsbury Distillery Tour

In meinem heutigen Blog-Beitrag entführe ich dich auf einen kurzen Abstecher in die Weltmetropole London und anschließend in das malerisch gelegene Örtchen Ramsbury in der Grafschaft Wiltshire. Ich bin der Einladung von der gleichnamigen Brauerei und Brennerei gefolgt, habe mir für dich das Ramsbury Single Estate mal genauer angeschaut und natürlich sowohl das Bier, als auch den Vodka und Gin verkostet. Sei also gespannt auf den Bericht zur Ramsbury Distillery Tour.

Wer mich kennt, weiß um meine Haus- und Hofstrecke München-London mit British Airways aus beruflichen Gründen. Also war es für mich auch einmal schön, den Ausflug privat zu genießen. Das Besondere dieses Mal war der Flug von München aus zum City Flughafen nach London.

Eine Embraer 190 der British Airways CityFlyer brachte mich gewohnt sicher in die Millionenmetropole. Die Landebahn liegt tatsächlich mitten in den Docklands und der Anflug entlang der Themse ist sehr beeindruckend. Die bereitstehenden Flugzeuge zum Start stehen direkt am Wasser und warten auf die Startfreigabe. Auch die zur Abfertigung parkenden Flugzeuge stehen unmittelbar an der Startbahn. Der Flughafen ist so eng, dass es keine Pushback-Fahrzeuge gibt, sondern die kleinen Flieger direkt am Terminal selbst auf der Stelle wenden. Das Flugzeug wird über eine Treppe verlassen. Die Einreise nach London klappt derzeit noch unproblematisch mit dem Personalausweis oder dem biometrischen Reisepass direkt am Automaten.

London

Ich habe auf das typische schwarze London Taxi Cab verzichtet und bin mit der Dockland Light Railway (DLR) für knappe 6€ in zirka 20 Minuten in die Innenstadt von London gefahren. U-Bahn fahren ist in London eh das Größte und geht, wenn es nicht gerade die Rushhour ist, bequem und schnell.

Das Bloomsbury Hotel im gleichnamigen Stadtteil ist vom Underground Bahnhof Tottenham Court Road fußläufig in drei Minuten zu erreichen und für diese Nacht meine sehr noble Unterkunft. Da noch etwas Zeit bis zum Treffen der restlichen Ramsbury Distillery Tour Teilnehmer war, habe ich London noch etwas zu Fuß erkundet. Das Theaterviertel und südlich davon der Trafalger Square, sowie Westminster nebst Big Ben und der Westminser Bridge sind zu Fuß wunderbar zu erreichen und immer wieder ein Besuch wert.

Auch Das London Eye und die Embankment Station sind Orte, die jeder einmal besucht haben sollte.

Zurück im Hotel habe ich dann die restlichen Teilnehmer der Distillery Tour getroffen. Neben Daniel Schulz, dem Markenverantwortlichen von Ramsbury für Deutschland vervollständigen Eric Bergmann (Inhaber „Jigger&Spoon“ in Stuttgart), Max Schrötter (Barmann in der „Studiobar“ in Dresden), Michael Hanke (Barmanager im „The Reed“ in Berlin) und Max Steffensen (Business Development Manager von Ramsbury) die Gruppe. Manolis Afordakos (Barchef aus dem Little London in München) und Moritz Grumbach von der Mixology hatten leider ihren Flug verpasst und sollten später am Abend zur Gruppe dazustoßen.

Chronologie der Drinks

Auf der Terrasse vom Hotel wurden bei einem kühlen Bier und einer Flasche Perrier Jouët Belle Epoque die Weichen für einen erfolgreichen Abend gestellt. Die Flasche Champagner sorgte zudem für einen „Running Gag“ in der Gruppe, welcher zu jeder passenden Situation zum Besten gegeben wurde. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Eric für diesen edlen Tropfen!

Unseren „pre dinner drink“ haben wir dann alle zusammen nach einer kurzen Fahrt im London Taxi Cab im „Rules“ zu uns genommen. Das Londoner Szenerestaurant bezeichnet sich selbst als ältestes Restaurant in London und wurde 1798 von Thomas Rule gegründet. In einem Wintergarten im ersten Stock des Hinterhauses war eine gemütliche Ecke für uns reserviert. Ich folgte der Empfehlung von Eric Bergmann und habe sowohl den Ramsbury Vodka, als auch einen Ramsbury Gin auf Sodawasser genossen.

Das Soda kitzelt die letzten Geschmacksnuancen aus der Spirituose hervor, ich war mehr als überrascht. Wieder was gelernt. Zudem spart man einige Kalorien, die das Tonicwater meistens mitbringt.

Für das Abendessen hat Max von Ramsbury im Hawksmoor an der Ecke Regent St. zur Air St. in der Nähe des Piccadilly Circus einen großen gemütlichen Tisch reserviert. An der Bar erwartete uns ein wunderbar angerichteter Ramsbury Gin&Tonic.

Ramsbury Gin-Tonic

Bei interessanten Gesprächen genossen wir ein großartiges Abendessen und natürlich eine perfekte Weinbegleitung, die Manolis für uns auswählte. Zu einem saftigen Steak passt ja eigentlich auch nichts besser als ein 2010er Barbaresco.

Wir beschlossen nach dem Abendessen noch einen Absacker in der neueröffneten Kwant Bar von Erik Lorincz unweit vom Piccadilly Circus in der Heddon St. zu uns zu nehmen. Im stylischen Ambiente genossen wir einige der leckeren Cocktailkreationen.

Zu Fuß zogen wir dann über den durch die große Videoreklametafel berühmten Piccadilly Circus mit einem kleinen Umweg durchs London-Chinatown zurück ins Hotel.

Ramsbury Distillery Tour

Nach einer kurzen aber geruhsamen Nacht und einem halbwegs ordentlichen Frühstück holte uns ein kleiner Bus vor dem Bloomsbury Hotel ab und brachte uns nach einer Fahrtzeit von knapp 1,5 Stunden in den kleinen Ort Ramsbury in die Grafschaft Wiltshire.

Ramsbury Estate

Dort erwartete uns Will Thompson, der Marketing Manager, in einem wunderschön restaurierten Gebäude auf dem Estate mit gekühltem Ramsbury Bier und einem deftigen Brunch.

Anschließend chauffierte uns Alistair Ewing, der Estate Manager, mit einem Geländefahrzeug über das mehr als 7800 Hektar große Anwesen.

Der Gelände-Manschafts-Transporter

Er zeigte uns die Ländereien rund um Ramsbury und die Felder, auf denen schon der erste Raps blüht und der spezielle Horatio Weizen für die Vodka- und Ginherstellung prächtig gedeiht.

Das gesamte Ramsbury Estate gehört übrigens dem schwedischen Milliardär Stefan Persson. Herr Persson kennt man unweigerlich durch die Modekette H&M. Allerdings ist er verständlicher Weise eher medienscheu. In Ramsbury betreibt er ein ausgefallenes und sehr kostspieliges Hobby. Für die Ländereien, Dorf, Pub und Brauerei soll er nach Angaben der schwedischen Zeitung „Expressen“ 100 Millionen britische Pfund bezahlt haben. Er lässt dort neben Bier, Vodka und Gin auch hochwertige Öle herstellen. Sogar Fleisch wird vor Ort geräuchert. Bereits mehrere Millionen investierte er in die Modernisierung der örtlichen Anwesen. Er kümmerte sich sogar um den Ausbau des Breitbandinternets. Ebenso besitzt er auf dem Anwesen ein Herrenhaus namens „Park House“ im klassizistischen Stil.

Ginvasion sagt: In Summe ein sehr cooles und kostspieliges, aber sehr nachhaltiges Hobby. Auf dem Ramsbury Estate hat alles Hand und Fuß. Klassisch im englischen Stil und zugleich hoch modern. Das gefällt uns. Nur der Brexit schwebt als große Unbekannte über dem ganzen Anwesen und lässt weitere große Investitionen nur schwerlich zu.

Neben aufgeregt quickenden Freilandschweinen gibt es auf dem Estate auch ausgiebige Jagdgründe. Neben Rehen haben wir auch viele Fasane gesehen. Bevor wir die Liegenschaft der Brennerei erreichen, passieren wir noch die neu angelegte Streuobstwiese, auf der unter anderem Quittenbäume wachsen. Quitten sind ein spezielles Botanical des Ramsbury Gins. Auf ihr sind übrigens passend einige Bienenkästen aufgebaut. Die Bienen kümmern sich um die Bestäubung der Obstbäume und sorgen nebenbei noch für einen leckeren Ramsbury Honig.

Brauerei

Angekommen auf dem Gelände der Brauerei und Brennerei beginnen wir unsere dortige Besichtigung am Gebäude der modernen Holzhackschnitzel Anlage zur Erzeugung der vor Ort benötigen Wärme. Neben der Umweltfreundlichen Energieerzeugung gibt es etwas abseits der Hauptgebäude sogar ein eigenes Klärwerk mit verschiedenen natürlichen Filterbecken zur Reinigung des Abwassers der Liegenschaft. Apropos Wasser, das stammt in Ramsbury aus einem 112m tiefen Brunnen.

Weiter geht es in den Gebäudeteil, in dem die Brauerei mit den großen Maischetanks untergebracht sind. In den großen Gärtanks lagert feinstes Ramsbury Ale. Wir durften direkt aus dem Fass vom neuen Simcoe² Ale probieren.

Hierfür wird der spezielle Simcoe Hopfen verwendet und das Bier hat einen leichten Geschmack nach Passionsfrucht. Zudem ist das Bier naturtrüb. Ausgesprochen lecker.

Brennerei

Die Besichtigungstour endet in der großen Halle der Brennerei. Die enorme Anlage von Carl aus Deutschland ist faszinierend. Der Rohbrand der Weizenmaische wird auf einer großen Edelstahlanlage gebrannt. Der Feinbrand entsteht dann anschließend in einer 42-fachen Destillation.

Der Gin selbst entsteht nach Hinzugabe der Botanicals in einer kleineren Anlage. Mehr über den Ramsbury Gin erfährst du übrigens in meinem Review zum Gin.

Botanicals für den Ramsbury Gin

Aus Vor- und Nachlauf und Rapsöl entsteht übrigens Biodiesel für die landwirtschaftlichen Maschinen. Das ist mal eine nachhaltige Verwendung der wertvollen Rohstoffe.

Die Abfüllung und auch die Etikettierung läuft noch halbautomatisch. Die Halle bietet allerdings noch reichlich Platz für weiteres Equipment.

Die Führung durch die Produktionsstätte des Ramsbury Estates neigt sich dem Ende entgegen und endet natürlich an der Bar zur Verkostung. Zuerst probieren wir den Ramsbury Vodka, einmal destilliert aus dem Horatio Weizen und zum anderen aus einer anderen Weizensorte. Der Unterschied ist bezeichnend.

Den Gin probieren wir natürlich am liebsten als Gin&Tonic. Hierfür bereitet Will für die ganze Gruppe den originalen „Perfect Serve“ mit ein paar Apfelschnitzen, einer Scheibe Limette und einem Indian Tonic zu. Bei herrlichem Wetter genießen wir den Drink an frischer Luft auf feinstem englischen Rasen und fachsimpeln über das englische Bier, den Vodka, den Gin und die Nachhaltigkeit, die hier auf dem Ramsbury Estate gelebt wird.

Ein anschließendes leckeres Abendessen im örtlichen Pub krönt das Ramsbury Distillery Event. Das 300 Jahre alte Pub „The Bell“ gleicht übrigens einem luxuriösen Bed and Breakfast und wurde im Jahr 2017 sogar „Pub des Jahres“.

English Pale Ale – ohne Schaum

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit einem perfekten Eggs Benedict geht es mit dem Bus wieder zurück nach London zum Flughafen Heathrow.

Irgendwo über den Wolken

Von dort brachte mich, wie gewohnt, ein Flieger von British Airways zurück nach München.

Fazit

An dieser Stelle gilt mein Dank an die ganze Crew vom Ramsbury Single Estate, besonders an Daniel Schulz und Max Steffensen für die Einladung und das wirklich hervorragend organisierte Event.

Mehr über den Ramsbury Single Estate Gin findest du übrigens hier in meinem Review.

Das ganze Konzept rund um den Ramsbury Gin kann mich mehr als überzeugen. Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist übrigens mehr als positiv zu erwähnen. Sowohl Gin, als auch Vodka können  geschmacklich mehr als überzeugen und sind meine klare Empfehlung.

 

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Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Die beschriebene Reise wurde übrigens vom Hersteller finanziert. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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