Schwarzwald Gin

Anlässlich der zwei Sondereditionen vom Schwarzwald-Gin schreibe ich euch heute diesen Beitrag. Die zwei Neuen waren schnell vergriffen und ich musste zwei verschiedene Discounter mit dem Großen L ansteuern, um die Flaschen zu ergattern. Hergestellt wird der Schwarzwald-Gin übrigens von Bimmerle in Achern-Mösbach. Dieser Ort liegt tatsächlich am Rande des Schwarzwaldes im Rheintal. Schlussfolgernd darf man also wirklich von Schwarzwald-Gin sprechen. Die Firma Bimmerle stellt unter anderem auch den Needle Gin her. Ob der Geschmack der Tannennadeln es auch bis in den Schwarzwald-Gin geschafft hat? Dazu später mehr. Bei den Sondereditionen handelt es sich einmal um den Sommer-Gin und zum anderen den Pink-Gin. Sie kommen in derselben Flasche wie der normale Gin und einem Korken mit Echtholzanteil daher. In dieser Preisklasse eher ungewöhnlich. Bei allen drei Sorten macht allerdings das Etikett nicht viel her und wirkt sehr billig.

Alle 3 Sorten haben einen Alkoholgehalt von 43 % Vol. Der klassische Schwarzwald-Gin lässt beim Öffnen der Flasche ein starkes Aroma von Wacholderbeeren verströmen. Überdeckt ist der Geruch allerdings vom Alkohol, welcher von schwach wahrnehmbaren Zitrustönen begleitet wird. Laut dem Hersteller werden vom Brennmeister elf Botanicals destilliert. Beim Geschmackstest fällt sofort die spritzige Note und das pikante Aroma auf. Sind hier tatsächlich, wie beim Needle-Gin, Tannennadeln zu schmecken? Die floralen und süßen Nuancen stammen vermutlich vom Lavendel und dem verwendeten Ingwer. Letzterer ist neben dem Alkohol vermutlich auch für den scharfen Abgang verantwortlich.

Ganz rund wirkt der Gin für mich nicht, allerdings mit einem Indian Tonic (Lidl bietet seit neuestem Tonic in kleine Glasflaschen an) ist es im unteren Preissegment ein vertretbarer Gin&Tonic. 

Kommen wir zum Sommer-Gin aus der Sonderauflage. Als Botanicals kommen hier zusätzlich fruchtig säuerliche Primofiore Zitronen und aromatisch intensive Navelina Orangen aus Spanien zum Einsatz. Der Gin ist sowohl im Geruch, auch als im Geschmack deutlich süßer und hat einen Hauch von Ananas. Im Gaumen brennt er aber genauso nach wie sein großer Bruder, der klassische Schwarzwald-Gin.

Beim Sommer-Gin gilt für mich das gleiche Urteil wie beim Schwarzwald-Gin. Mit einem Indian Tonic eine etwas süßere aber immer noch sehr preiswerte Gin&Tonic Variante. Für den puren Genuss auf Eis finde ich beide nicht wirklich überzeugend.

Zum Abschluss habe ich den Pink-Gin geöffnet. Und hier gleich vorweg meine ehrliche Meinung. Ich hätte ihn zulassen sollen. Beim Öffnen verströmt neben den bekannten Nuancen ein künstlich wirkender süßer Himbeergeruch. Auch im Geschmackstest kann mich dieser Gin mal gar nicht überzeugen! Pur ist er erstaunlich süß und ölig, überlagert von der künstlichen Himbeernote. Vielleicht hatte ich mich nach der Nummer 3 beim Tasting schon dran gewöhnt, aber im Abgang hat er deutlich weniger gebrannt als die beiden anderen Testkandidaten.

Mit einem Tonic egal welcher Wahl wird es beim Pink-Gin vom Geschmack her nicht besser. Das künstliche Himbeeraroma bleibt und verhindert jegliches Geschmackserlebnis. Für diesen Gin kann ich keine Empfehlung aussprechen. Aber Geschmäcker sind natürlich verschieden.

 

 

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Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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