VinGin – Gold Edition

Tradition bewahren, Werte erhalten und das Moderne integrieren. Das ist schon seit Generationen der Leitsatz der Familie Lahm. Mit ihrem Namen stehen sie für erstklassige Weine von ihrem Weingut in Ensheim in Rheinland-Pfalz. Neben erlesenen Weinen stammt aber auch der noch etwas unbekannte VinGin aus der Feder der Winzerfamilie. Und genau diesen stelle ich dir heute in meinem Review vor.

Die Idee einen eigenen Gin zu produzieren entstand im Jahr 2018. Die Entwicklung der Rezeptur orientierte sich an dem Motto „Weniger ist mehr“ und die Geschmacksrichtung, in die es gehen sollte, war schnell gefunden.

Botanicals

Neben dem für Gin obligatorischen Wacholder finden nur noch

ins Mazerat.

Der VinGin wird übrigens bei einem Freund der Familie hergestellt. Als besonderen Hingucker wird der Gold Edition nach der Destillation Farbpigmente aus Gold hinzugegeben. Ein witziger Effekt in der Flasche und auch im Gin&Tonic.

Apropos Tonic Water. In der gleichen Manufaktur entsteht passend zum Gin tatsächlich auch ein eigenes Tonic-Water. Die selbstentwickelte Rezeptur mit einem Hauch Limette harmoniert daher perfekt mit dem VinGin.

Flaschendesign

Die zylindrische Flasche ist mit einem schlichten weißen Etikett beklebt und trägt den Aufdruck VINGIN in schwarzen Buchstaben. Darunter befindet sich der Zusatz „Gold Edition“ in einer filigranen, goldfarbenen Schreibschrift. Im rechten Bereich des Etiketts befindet sich ein Hinweis auf den Abfüllort in Wörrstadt und den Vertrieb durch das Weingut Lahm. Darunter befinden sich die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt von 40% vol. und der Füllmenge von 700ml.

Verschlossen ist die Flasche mit einem silbernen Schraubverschluss. In Summe hat das Flaschendesign noch Luft nach oben, von Laura Lahm habe ich aber erfahren, dass sich gerade ein neues Etikett im Entwurf befindet.

Natürlich lasse ich mich nun nicht abhalten, den Verschluss zu öffnen und mir einen Schluck in mein Tasting-Glas einzugießen. Vorher gilt aber: unbedingt schütteln!

In der Nase

Über dem Glas dominieren die frischen Nuancen der Limette. Im Hintergrund erscheinen die bekannten Wacholdernoten mit ihren leicht harzigen Anklängen. Der Rosmarin unterstützt das Bouquet und rundet die Komposition mit einem mediterranen Flair gekonnt ab.

Das Destillat weist beim Schwenken eine leicht ölige Textur auf und die goldfarbenen Pigmente schimmern im Licht.

Am Gaumen

Mit seinen frischen Limettenaromen trifft der Gin auf die Geschmacksknospen. Ich nehme im Hintergrund dezente Nuancen der Wacholderbeeren wahr. Diese spielen neben der dominierenden Limette aber nur eine Nebenrolle im Bouquet. Dazu gesellen sich die typischen Kräuternuancen vom Rosmarin.

Das Aroma ist frisch und wird von der Limette bestimmt. Wacholder und Rosmarin tragen die Komposition.

Der Abgang besitzt eine leichte Schärfe vom Alkohol, die Limetten überwiegen hier aber. Der Nachhall ist lang und frisch.

Perfekt serviert

Pur ist der VinGin für Limettenliebhaber definitiv ein Genuss. Auf Eis kommen die Wacholdernuancen etwas mehr zum Vorschein und schmelzendes Eiswasser macht den Gin noch geschmeidiger.

Für einen Gin&Tonic habe ich das extra für den Gin entwickelte Tonic Water ausprobiert. Es ist leicht bitter, nicht zu süß und besitzt auch einen Hauch spritzige Limette.

Auf 5cl Gin gibst du je nach Belieben bis zu 200ml vom Tonic Water. Dabei entsteht ein vollmundiger Gin&Tonic. Er ist nicht zu süß und besitzt eine dezenzt bittere Note vom Chinin. Im Mittelpunkt steht die Limette und auch der Rosmarin kommt noch gut zur Geltung. Als Garnitur eignen sich natürlich hervorragend eine Scheibe Limette und ein Zweig Rosmarin.

Fazit

Der VinGin vom Weingut Lahm kann bei mir punkten. Ein spritzig frischer Gin, bei dem die Limette im Mittelpunkt steht. Im Gin&Tonic mit dem hauseigenen Filler absolut ausgewogen und rund. Der Sommer kann kommen.

Die Farbpigmente aus Gold braucht es nicht, der Gin ist dadurch aber ein witziger Hingucker. Die Farbpigmente kommen selbst im Gin&Tonic noch gut zur Geltung.

 

Einen passenden FIller findest du übrigens hier bei Bottlerocket.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

VinGin

8.7

Gesamteindruck

8.7/10

Eigenschaften

  • Wacholder
  • Rosmarin
  • Limette

Alkoholgehalt

  • 40,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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