Cape Fynbos Gin

In diesem Review schreibe ich euch über einen besonderen Gin aus Südafrika. Warum Südafrika? Ganz einfach! Die wunderschön gestaltete Flasche stach mir in einer Anzeige direkt ins Auge und mein erster Gedanke war: Wow – die muss ich probieren und habe Oliver von Grapegrinder kontaktiert, um mehr über den Cape Fynbos Ginzu erfahren!

Bevor wir aber direkt einsteigen, schauen wir uns doch kurz den Großlebensraum (Biom) der Südküste von Südafrika mit seiner endemischen Pflanzenwelt etwas näher an.

Als Fynbos wird der Großteil der Vegetation des „Cape Floral Kingdoms“ bezeichnet und kann als „feiner Busch“ übersetzt werden. Er bedeckt die Berge, Täler und Küstenebenen der Western Cape in einem Areal nördlich der Cederberge über die Kaphalbinsel im Süden und entlang des Küstenstreifens bis Port Elizabeth. Es gibt über 7.700 verschiedene Pflanzenarten die zum Fynbos zählen. Ein Großteil davon ist endemisch für dieses Gebiet. Die meisten der Pflanzen besitzen harte Blätter und häufig prachtvolle Blüten die im Karton- und Flaschendesign Berücksichtigung finden.

Schon die alten KhoiKhoi, ein Nomadenvolk aus dem Südwesten von Afrika machten sich die Kräuter und Blüten der Fynbosregion zu Nutzen. Sie kannten sich natürlich vor allem mit den berauschenden Pflanzendrogen, dem Dagga aus.

Ein kleiner Ausschnitt der prachtvollen Blüten des Fynbos ist auf dem Karton und auf der Flasche im Briefmarkendesign wiederzufinden.

Hier sind unter anderem Blüten vom Geiskraut, Bährenohren, Kapmargarite, Rispenflockenblume und Distelprotea zu sehen. Ob all diese Blüten auch im Gin enthalten sind, bleibt das Geheimnis von Christian Wilderer, welcher diesen Gin kreiert hat. Für seine Rezeptur verwendet er 33 nachhaltig handgeerntete Pflanzen aus der Region. Eine umfangreiche vierfache Destillation von weißen Trauben erzeugt einen Geist mit glatter Basis von höchster Qualität und Reinheit. Anschließend wird dieser mit Premium-Wacholderbeeren und Botanicals wie Wild Dagga, Honeybush, Devil’s Claw, Bushman’s Ecstacy, Renosterbos, Cancer Bush, African Wormwood und African Potato mazeriert. Nach der anschließenden Destillation entsteht unter schrittweiser Zugabe von Franschhoek-Granit-Bergquellwasser dieser einzigartige Gin von höchster Qualität. Jede Flasche wird in der Brennerei Paarl in kleinen Chargen von Hand abgefüllt und etikettiert.

In der Nase

Öffnet man die Flasche, verströmt sofort ein deutlicher Geruch des Wacholders. Nachgelagert sind deutlich Nuancen von Orange und Nelken. Aber auch weitere Kräuteraromen, die in der Nase eine vielfältige und angenehme Explosion entfachen, sind zu erkennen. Vom Geruch her ist er sehr multilateral, gleicht aber in seinen Grundzügen einem klassischen Dry Gin.

Am Gaumen

Trinkt man den Cape Fynbos Gin zunächst pur und ohne Eis verlagert sich die Explosion der Botanicals von der Nase in den Gaumen. Sehr vielseitig sind die Eindrücke und gehen zart von Orange und Nelken bis hin zum weißen Pfeffer und Honig. Ein bunter Blumenstrauß der Fynbos-Region ergießt sich wohlig warm und seidig weich in den Rachen.

Fazit

Oliver und Johan von CapeFynbosGin haben zusammen mit Christian Wilderer einen einzigartigen Gin kreiert, der für höchste Qualität und Ansprüche steht. Angefangen bei einem wirklich gelungenen Design der Flasche bis hin zur Geschmacksexplosion im Gaumen. Diese Flasche gehört aus meinen Augen in jede gute Ginsammlung und wird jeden Genießer beeindrucken.

Nachtrag: Der Gin ist eigentlich viel zu Schade für einen Gin&Tonic, dennoch habe ich es natürlich für euch probiert. Mit dem Goldberg Indian Tonic vermischt, entsteht ein klassisch wacholderlastiger G&T, eher herb aber sehr angenehm zu trinken.

Mit dem Mediterranean FeverTree Tonic werden die floralen und kräuterlastigen Nuancen enorm verstärkt und der Blumenstrauß der Botanicals entfaltet sich im Mund. Ein wahres Geschmackserlebnis und somit meine ausgesprochene Empfehlung!

Internetseite des Herstellers: https://www.capefynbosgin.com/

Bezugsquelle in Deutschland ist Capehouse: https://www.capehouse.eu/the-grape-grinder/cape-fynbos-gin

 

 

 

Hinweis:

Ich bin verpflichtet diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen (Telemediengesetz §6). Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich für diesen Blog und ermöglichen mir die Testberichte und Fotos!

Cape Fynbos Gin

9.8

Gesamteindruck

9.8/10

Eigenschaften

  • zentrale Wacholdernoten
  • Nuancen von Orange und Nelken
  • ein Blumenstrauß von Botanicals
  • einzigartiges Geschmackserlebnis
  • außergewöhnliches Design

Alkoholgehalt

  • 45,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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