In diesem Review möchte ich dir einen weiteren Irischen Gin vorstellen. Dafür verschlägt es mich an die Südküste von Irland nach Waterford. Dort entsteht in der Anchor Blackwater Spirits Company der einzigartige Thin Gin. Wie er schmeckt und woher der Gin seinen Namen hat, verrate ich dir in den nachfolgenden Zeilen.
Der Thin Gin ist bereits seit dem Jahr 2015 auf dem Markt. Die Entwicklung der finalen Rezeptur dauerte mehrere Monate. Dabei haben die Macher viel schlechten Gin destilliert, aber sie haben weitergemacht, wie Edison damals bei der Glühlampe. Und es hat sich ausgezahlt.
So sagt der Hersteller auch, dass ein „Thin&Tonic“ den Sommer auch an den dunkelsten Tagen des Winters heraufbeschwört. Lassen wir uns überraschen!
Der Gin wurde nach dem Amerikaner Isaac Thin benannt, der lange Zeit in Waterford lebte. Er war ein guter Freund der Ur-Großmutter von Nichola, der Gründerin der Anchor Blackwater Spirits Company.
Der Anekdote nach liebte Isaac Thin das Partyleben in den 1920er Jahren, hatte ein Auge für die Damenwelt und lebte mit viel Spaß dabei sein Leben. Als er nirgends jenen exquisiten Gin finden konnte, den er während eines Techtelmechtels mit der Frau eines österreichischen Grafen in Paris genoss, beschloss er seinen eigenen zu kreieren. Im Versteck vor einigen rachsüchtigen Ehemännern experimentierte er unter Verwendung von regionalen Botanicals an seiner Rezeptur. Er entschied sich schließlich für dreizehn Zutaten, wobei jedes für eine Frau stand, mit der er ein ganz besonderes Vergnügen während seines Europa-Aufenthalts hatte.
Botanicals
Für den Thin Gin kommen nur natürliche Pflanzenstoffe zum Einsatz. Neben dem für Gin verpflichtenden Wacholder stammen dabei auch einige von der irischen Insel. Dazu zählen unter anderem
- Minze
- Thymian
- Beifuß
- Holunderblüten
- Weißdornblüten
- Rot- und Weißklee
- und Melisse
Abgerundet wird die Rezeptur durch
Flaschendesign
Die Vierkantflasche aus durchsichtigem Glas wird von einem schlichten weißen Etikett geziert. Es zeigt den Namen des Gins in einer filigranen schwarzen Schrift. Verziert ist das Etikett mit dünnen goldenen Linien am Rand. Im unteren Bereich sind die Angaben zum Alkoholgehalt von 40% vol. und die Füllmenge von 70cl zu finden. Unaufgeregt, minimalistisch und dennoch ansprechend.

Das rückseitige, durchsichtige Etikett erzählt die Geschichte von Isaac Thin und beschreibt den Geschmack des Gins.
Verschlossen ist die Flasche mit einer schwarzen Schrumpfkapsel. Darunter befindet sich der schwarze Kunststoffkorken. Und genau diesen öffne ich jetzt und gieße mir einen Schluck in mein Glas zum Probieren ein.
In der Nase
Über meinem Glas schwebt ein aufregendes Bouquet. Die erfrischenden und leicht süßlichen Zitrusnoten werden durch Limette und Zitrone bestimmt. Dazu gesellt sich unterschwellig ein dezent harziger Anklang vom Wacholder, der von einem floralen Mix der Blüten getragen wird.
Komplettiert wird der Eindruck in der Nase von filigrane Kräuternoten und würzigen Aromen des Korianders. In Summe erfrischend anders und irgendwie lebhaft durch den zarten Hauch der Minze.
Am Gaumen
Mild, ölig und mit einer angenehmen Süße legt sich der Thin Gin über die Zunge. Am Gaumen erscheinen alsbald würzige Noten vom Koriander und der nicht allzu dominante, herb harzige Wacholdergeschmack.
Danach explodiert das Feuerwerk aus floralen Nuancen der verwendeten Blüten und die erfrischenden Zitrusaromen ergänzen das Geschmackserlebnis.
Der Abgang ist frisch durch die Minze und leicht blumig. Der Nachhall des Gins ist dabei von würzigen Anklängen geprägt und die Kraft der Blüten schwingt lang am Gaumen nach.
Perfekt serviert
Den Thin Gin kann man wunderbar pur mit oder ohne Eis genießen. Er ist ausgesprochen mild und die Aromen lassen sich so am besten erkunden. Aber auch mit einem klassischen Indian Tonic Water macht er eine gute Figur. Als Garnitur eignet sich eine getrocknete Orangenscheibe.
Zudem passt der Thin Gin sehr gut zu einer Vielzahl komplexer Gin-Cocktails.
Fazit
Der Thin Gin ist ausgesprochen frisch und lecker. Die Wacholderaromen fügen sich hervorragend in ein zartes Bett aus Blüten und erfrischende Noten der Zitrusfrüchte und einem Hauch Minze. Ein Gin der Spaß macht und durch die Story besonders die unkonventionellen „bösen Jungs und Mädchen“ anspricht. Mir gefällt er im Glas, ein wirklich gelungener Gin der mich tatsächlich überrascht hat. Daher meine klare Empfehlung, unbedingt probieren!
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Hinweis:
Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

