Franz von Durst Gin

Mein heutiges Review leite ich mit den Worten „Wir ehren das Alte und grüßen das Neue und bleiben uns selbst und der Heimat treu“ ein. Diesem Spruch begegnet man im Bregenzerwald des Öfteren. Und da nicht nur der Gin, den ich dir heute vorstelle aus dem Bregenzerwald stammt, sondern auch der Anspruch an die Qualität und vor allem die Regionalität für die Macher des Franz von Durst Gins eine wesentliche Rolle spielen, passt dieser Spruch einfach perfekt für dieses Review.

Auf dem Weg zum Gin Erlebnis Festival in Zürich habe ich in Bregenz einen Zwischenstopp eingelegt, um Alexander von Franz von Durst zu besuchen. Dort durfte ich mehr über den Gin und auch das Tonic Water aus dem Bregenzerwald erfahren.

Das Team setzt sich zusammen aus Vanessa und ihren drei Jungs Alexander, Julian und René. Zusammen sind sie die Limomacher aus Bregenz am Bodensee. Seit zirka zwei Jahren vertreiben sie unter dem Namen Franz von Durst ihr eigenes Tonic Water. Dieses findest du eher regional im Vorarlberg und in ausgewählten Bars in ganz Österreich.

Vom Tonic Water inspiriert war der Weg zum eigenen Gin natürlich nicht mehr weit. In Zusammenarbeit mit der Privatbrennerei Freihof in Lustenau tüftelten die Vier an ihrer eigenen, besonderen Rezeptur. Entstanden ist schließlich der Franz von Durst Gin, der mit nur sechs Botanicals auskommt. Bei den Zutaten setzen sie neben Regionalität ein besonderes Augenmerk an die Qualität.

Botanicals

Die Rezeptur des Franz von Durst Gin beinhaltet neben den obligatorischen Wacholderbeeren noch folgende Zutaten:

Alle zusammen werden im Basisalkohol für mehrere Stunden mazeriert und anschließend schonen destilliert.

Flaschendesign

Die klassische Spirituosenflasche aus Klarglas mit kurzem Hals besitzt ein auffällig buntes Design. Die angedeutete Mauerstruktur steht für Trennung von Äußerlichkeiten und Innerem.

Die Farbgebung des Etiketts ist abgestimmt auf die sechs verschiedenen Designs des Franzi von Durst Tonic Waters.

Der Schriftzug Franz von Durst steht dezent in schwarzen Buchstaben über dem zentralen Schriftzug GIN, welcher mittig in weißen Buchstaben auf schwarzen Grund geschrieben steht.

Auf dem Rücketikett findet sich zudem eine spielerische Umsetzung eines Maßbandes. Diese Anzeige geht von „Ginvoll“ bis „Ginlos“. Spätestens wenn der Füllstand der Flasche diese Marke erreicht hat, solltest du Nachschub bestellen.

Verschlossen ist die Flasche übrigens mit einem Holzgriffkorken mit Kunststoffeinsatz. Und genau diesen öffne ich jetzt und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Das Bouquet über dem Glas ist geprägt von würzigen und frischen Aromen vom Hopfen. Klassische Wacholdernoten spielen im Hintergrund die zweite Geige. Ein dezenter Hauch von Lakritze umspielt zudem die fruchtigen Anklänge der Holunderbeeren.

Erdig alpine Anklänge der Angelikawurzel bringen das ausgewogene Bouquet wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Aromenreise der nur fünf Botanicals wirkt ausgesprochen rund und gefällt mir sehr.

Das Destillatbildet beim Schwenken leichte Schlieren am Glasrand und lässt somit auf eine ölige, seidige Textur schließen. Ich bin gespannt wie der Franz von Durst Gin schmeckt.

Am Gaumen

Ausgesprochen mild verteilt sich der Gin auf der Zunge. Würzige Nuancen vom Hopfen umschmeicheln meine Geschmacksknospen. Die Aromenkomposition nehme ich angenehm fruchtig, gepaart mit einer leichten Süße wahr. In Summe rund und ausgewogen.

Im Abgang kommt die Angelikawurzel mit ihren erdigen Anklängen sehr gut zur Geltung.

Der Nachhall wird bestimmt durch das klassisch grüne Hopfenaroma, welches hervorragend in das Gesamtbild integriert ist und bleibt langanhaltend am Gaumen haften.

Perfekt serviert

Mir gefällt der Franz von Durst Gin sowohl pur, als auch auf Eis. Für einen Gin&Tonic kommt für mich nur hauseigene Tonic Water aus dem Bregenzerwald in Frage.

Das Tonic Water selbst ist weniger bitter. Die fruchtigen Nuancen der Zitronen und Orangen stehen hier klar im Mittelpunkt. Die dezent bittere Note kommt übrigens von den verwendeten Orangenschalen. Der Zuckergehalt von 8,7g liegt im Normalbereich für ein Tonic Water.

Die Kombination aus Gin und Tonic ist ausgewogen und mehr als gelungen. Richtig süffig. Sowohl die Aromen der Orangen, als auch ein dezenter Geschmack der Hopfendolden ist auszumachen. Dazu gesellen sich im Geschmacksprofil auch die klassischen Gewürzaromen. In Summe ist der Gin&Tonic auch deutlich weniger bitter, das Chinin steht deutlich im Hintergrund. Einzig etwas mehr Spritzigkeit von der Kohlensäure würde ich mir wünschen.

Als Garnitur eignen sich eigentlich alle Zitrusfrüchte, auch ein Zweig Rosmarin kommt im Franz von Durst Gin&Tonic gut zur Geltung.

Fazit

Ich finde den Franz von Durst Gin außergewöhnlich gut. Die Macher zeigen hier, dass in einer Rezeptur durchaus sechs Botanicals ausreichen, um ein rundes Geschmackserlebnis zu bereiten. Ein wirklich gelungener New Western Dry Gin, der sich durch das hauseigene Tonic Water in einen geschmacklich ausgewogenen Gin&Tonic verwandelt.

Ich ziehe meinen Hut und spreche meine klare Empfehlung aus!

 

Den Franz von Durst Gin findest du unter anderem bei Wacholder-Express!

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Franz von Durst Gin

9.5

Gesamteindruck

9.5/10

Eigenschaften

  • New Western Dry Gin
  • Hopfen
  • frisch und fruchtig

Alkoholgehalt

  • 42,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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