Berlin Distillery – Beelitzer Spargel Gin

Für das heutige Review unternehme ich einen Ausflug in unsere Hauptstadt nach Berlin. Von dort kommt nämlich der Beelitzer Spargel Gin und den schaue ich mir nun mal genauer an. Du hast richtig gelesen – Spargel Gin. Ja, so etwas gibt es, denn mittlerweile gibt es nun wirklich fast nichts mehr, was die Welt noch nicht gesehen hat. Ob und wie der Spargel Gin aus der Berlin Distillery schmeckt verrate ich dir in den nachfolgenden Zeilen.

Zuerst aber ein kleiner Exkurs in die Brennerei. Erst Anfang des Jahres 2020 hat die in Berlin ansässige Berlin Distillery um Jan Kreutz ihren Vertrieb aufgenommen.

Die Berlin Distillery spielt die regionale Karte auch voll und ganz aus. So setzt man nicht nur bei den Rohstoffen, dem Produktdesign und nicht zuletzt dem Produktionsort auf Berlin und dessen Umgebung.

Auch möchte man das pulsierende Flair und die Vielfältigkeit Berlins in die Flaschen einfangen – den „Spirit of Berlin“ eben. Selbstverständlich für die ganz besonderen Genussmomente.

Die Berlin Distillery steht außerdem für Offenheit, Nachhaltigkeit, Regionalität und Transparenz. Neben Brennereiführungen bietet die Brennerei auch Gin-Brennkurse und Online-Seminare an. So kann man dem Brenner direkt bei der Arbeit über die Schulter schauen. Denn „Craft“ bedeutet für Jan Kreutz nicht nur Handwerk, sondern eben auch Offenheit.

Auch ein Gin-Abo kann man abschließen - im gewünschten Zeitraum bekommt der Verbraucher also immer einen Überraschungs-Gin zum jeweilig gewählten monatlichen Rhythmus und kann so neueste und vor allem limitierte Editionen probieren. Eine tolle Sache.

Gebrannt wird übrigens im Goerzwerk in Berlin-Zehlendorf auf einer kleinen 40 Liter Kupferbrennblase. Hier kann man wirklich von sehr kleinen Chargen sprechen. Die Botanicals werden zum Teil im Goerzwerk oben auf dem Dach im eigenen Dach-Garten hoch über den Dächern von Berlin selbst angebaut.

Designt werden die Etiketten, welche übrigens durch das Glas hindurch scheinen von diversen Berliner Künstlern.

Kommen wir nun aber zum eigentlichen Thema zurück. Zum Spargel Gin. Um genau zu sein dem Beelitzer Spargel Gin. Ein Gin der Spargel-Fans bei der Stange hält. Für seine Special Edition im Frühling verwendet die Berlin Distillery tatsächlich Original Beelitzer Spargel.

Die Region um Beelitz ist zwischen Ende März und Mitte Juni einer der größten Lieferanten im Raum Brandenburg für das weiße Gold in Stangenform. Der Spargel wird geschält und in der 40-Liter Brennblase verarbeitet.

Herausgekommen ist der Beelitzer Spargel Gin. Der Gin ist nicht nur der ideale Begleiter für Spargel- oder Frühlingsgerichte, nein auch als Dessert, Digestif oder Aperitif eignet er sich hervorragend.

Ich selbst komme aus einer Spargel Region. Bei uns verläuft nämlich die bekannte „Badische Spargelstraße“. Während der Saison esse ich daher auch liebend gerne Spargel. Daher war ich umso neugieriger auf den Gin. Ob das wirklich schmeckt? Schauen wir aber zuerst noch auf die Zutatenliste.

Botanicals

Neben dem für Gin ohnehin obligatorischen Wacholderbeeren und dem schon bereits mehrfach erwähnten Beelitzer Spargel sind noch folgende Zutaten im Gin enthalten

Flaschendesign

Die klassische 500ml Spirituosenflasche kommt mit dem typischen Berlin Distillery Etikett daher. Ein kleines Label mit dem Logo und dem Gin-Namen ziert die Front der Flasche. Durch die Flasche hindurch scheint dann die farbenfrohe Silhouette von Berlin. Ein toller Widererkennungswert.

Das rückseitige Etikett verrät mehr über den Spargel-Gin und die Zutaten. Auch erfährst man mehr über die Berlin Distillery. Batch-Nummer und Alkoholgehalt werden übrigens von Jan händisch auf die Flasche aufgetragen.

Verschlossen ist die Flasche mit einem hölzernen Drehverschluss und einem Papiersigel. Ich öffne den Verschluss und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Über dem Glas schwebt tatsächlich der Duft von Spargel – im Entferntesten erinnert es mich so ein bisschen an abgekühlte Spargelbrühe. Alsbald macht sich auch der Wacholder bemerkbar. Dieser wird von frischen Zitrustönen und einem dezenten grünen Hauch von Estragon untermalt. Ich bin gespannt wie und vor allem ob die Kombination schmeckt.

Am Gaumen

Ich nehme einen Schluck aus meinem Glas. Am Gaumen ist zuerst der Wacholder präsent, allerdings nicht zu aufdringlich. Dieser wird durch eine feine Note vom Spargel begleitet. Auch hier erinnert es mich ein wenig an kalte Spargelbrühe. Für die notwendige Frische sorgen die Zitronen. Würzige Aromen bringt der Estragon mit ins Spiel, welcher das Aromen Spektrum perfekt abrundet. Der Nachhall ist eher kurz, gerade die frischen Zitrusaromen und der Estragon bleiben hier am Gaumen etwas länger haften. Insgesamt keine spektakuläre aber dennoch außergewöhnliche Kombination.

Perfekt serviert

Den Beelitzer Spargel Gin kannst du durchaus pur oder auf Eis genießen. Für einen Gin Tonic empfehle ich ein eher klassisches Indian Tonic, wie zum Beispiel das von Goldberg. Es trägt die Spargelnoten und übertüncht die Aromen des Gins nicht.

Fazit

Jan Kreutz und seinem Team ist es gelungen, einen außergewöhnlichen Gin in die Flasche zu bringen. Natürlich ist dies nicht jedermanns Sache. Spargelfans kommen hier auf ihre Kosten. Egal ob im Gin Tonic oder als Drink der ideale Begleiter zu einem leckeren Dinner.

Ich habe damit sogar schon ein Spargelrisotto abgerundet und die Sauce Hollandaise verfeinert. Also ran an den Spargel-Gin, ihr Spargelfans. Cheers!

 

Hier kannst du den Beelitzer Spargel Gin übrigens bei Wacholderexpress.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Beelitzer Spargel Gin

7.9

Gesamteindruck

7.9/10

Eigenschaften

  • dezente Wacholdernote
  • frischer Spargel
  • Kräuternuancen

Alkoholgehalt

  • 43,5%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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