Hendrick’s Neptunia

Der Hendrick's Neptunia Gin im Review auf ginvasion.de

Es gibt wieder einmal Neuigkeiten aus der beschaulichen Küstenstadt Girvan in Schottland. Diese werden die Herzen von den Hendrick’s Fans unter uns höherschlagen lassen. Unter der Federführung von Master Distillerin Lesley Gracie entstand nämlich Anfang des Jahres 2022 im „Cabinet of Curiosities“ die neue Sonderedition Hendrick’s Neptunia. Was es genau mit dem Limited Release und dem rauen schottischen Meer auf sich hat, verrate ich dir nun etwas genauer in den nachfolgenden Zeilen.

Der Hendrick’s gilt wohl als der einflussreichste Gin der letzten 25 Jahre. Dabei begann die Geschichte von Hendrick’s doch gar nicht vor allzu langer Zeit, auch wenn der Flaschenaufdruck „Est. 1886“ (Abkürzung für „established 1886“, also: eingeführt/gegründet 1886) nahelegt, dass es sich bei dem berühmten Gin um eine Rezeptur aus dem 19. Jahrhundert handelt. Dem ist eigentlich gar nicht so, denn 1886 ist lediglich das Jahr, in dem der Unternehmer William Grant seine erste Whisky-Brennerei „Grant & Sons“ gründete und damit gleichzeitig den Grundstein für das Unternehmen legte, welches den Hendrick’s Gin bis heute produziert.

So wurde auch erst im Jahr 2019 schließlich der „Hendrick’s Gin Palace“ auf dem Gelände der Girvan Distillery im Südwesten Schottlands eröffnet. Hier durfte sich fortan die experimentierfreudige Master Distillerin Lesley Gracie im „Cabinet of Curiosities“ in der Entwicklung neuer Gins vertiefen.

Der erste neue Hendrick’s Gin, der den Auftakt zu einer Reihe von Sondereditionen darstellt, ist übrigens der Midsummer Soltice. Ihm folgte schließlich der Hendrick’s Orbium. Und nun der Hendrick’s Neptunia. Ich bin gespannt.

Botanicals

Inspiration für den Hendrick’s Neptunia sammelte Meister-Destillateurin Lesley Gracie bei ihren täglichen Küstenspaziergängen mit ihrem Hund Jock. Akzentuiert hat sie den Gin mit

  • Küstenthymian
  • Limette
  • und Seegras.

Damit wollte sie das Mysterium des Meeres in ihrem Gin ausdrücken.

Die Grundlage für den unter der schützenden Hand der bezaubernden Göttin Neptunia hergestellte Gin bildet dabei aber immer noch die klassische Basis mit Rose und Gurke, sowie

als Zutaten.

Für die Herstellung verwendet die Master Distillerin zwei Arten von Destillierapparaten. Zum einen die traditionelle “Bennet” Kupferdestille und zum anderen den eher selteneren “Carterhead” Brennkessel.

Aus beiden Destillaten werden im Resultat beide Herzstücke ungefähr in gleichen Teilen miteinander verschnitten und mit Essenzen verfeinert.

Flaschendesign

Der Hendrick’s Neptunia wird ebenfalls in der traditionellen markeneigenen Flasche des originalen Hendrick’s Gins abgefüllt. Durch den kurzen Hals und die zylindrische Form wirkt die Flasche sehr kompakt und leicht untersetzt, besitzt aber einen hohen Widererkennungswert.

Der Markenname ist wie gewohnt als Reliefschrift vorne und hinten neben dem Flaschenhals auf Höhe der „Schultern“ geprägt. Auf der Vorderseite der Flasche nimmt das bekannte rautenförmige Hauptlabel seinen Platz ein.

Der Hendrick's Neptunia Gin im Review auf ginvasion.de

Mittig auf dem lindgrünen Etikett ist in schwarz Hendrick’s und in blau der Zusatz Neptunia aufgedruckt. Im oberen Teil des Etiketts befindet sich die bezaubernde Göttin Neptunia mit dem Zusatz „Limited Release“.

Eine kleine Banderole unter dem Etikett verweist auf die verwendeten Küsten-Botanicals und auf die Entstehung der Rezeptur im „Cabinet of Curiosities“. Zudem sind dort die allgemein verpflichtenden Informationen zum Alkoholgehalt von 43,4% vol. und der Füllmenge von 700ml zu finden.

Auf der Rückseite der Flasche befinden sich zwei Etiketten. Sie geben Auskunft über die Geschichte hinter dem Gin, halten das Rezept zum Neptunia Fizz bereit und zeigen unter anderem noch einmal den Alkoholgehalt und die Füllmenge an.

Verschlossen wird der Hendrick’s Neptunia mit einem Naturkorken, der in eine schwarze Kunststoffkappe eingelassen ist. Auf der schwarzen Kappe ist übrigens wiederum der Markenschriftzug Hendrick’s eingeprägt.

In der Nase

Neugierig entkorke ich die Flasche und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein. Über meinem Glas liegt eine dezente Wacholdernote, die von den typischen erdigen Nuancen des Hendrick’s Gin begleitet werden. Konterkariert werden sie von knackigen Limetten-Aromen.

Neben beflügelnden floralen Anklängen erhasche ich eine unverwechselbare Brise der verwendeten Küstenpflanzen. Das Seegras und der Küstenthymian verleihen dem Neptunia einen belebenden und frischen Meereszauber. Als ob man einen Strandspaziergang unternimmt und die salzige Luft einatmet.

Am Gaumen

Und so spiegelt sich auch der erste Kontakt des Gins an den Geschmacksknospen wider. Eine zurückhaltende Wacholdernote, erfrischende Limette und irgendwie ein Hauch Salz. Wie eine Meeresbrise eben. Leicht süßlich legt sich der Neptunia auf die Zunge.

Neben einem floralen Anklang von Rosenblüten und Holunder erscheinen die typisch erdigen Noten des Hendrick’s Gin. Im Mittelpunkt bleibt beim Neptunia aber der frische Charakter der Limette und der tiefgründige, leicht salzige Geschmack der Küstenkräuter.

Der Abgang ist langanhaltend frisch nach saftigen Zitronen und es verbleibt ein angenehm floraler Nachhall, der von einem Hauch Salz begleitet wird.

Perfekt serviert

Pur ist der Hendrick’s Neptunia ein absolutes Muss. Die Geschmacksknospen schlagen schließlich in alle Richtungen aus und es macht Spaß die einzelnen Nuancen in ihre Bestandteile zu zerlegen.

Im klassischen Gin&Tonic gefällt mir der Neptunia am besten mit einem zitruslastigen Tonic Water, wie dem Ambition von Mistelhain. Knackige Kohlensäure trifft hier auf einen wunderbar milden und ausbalancierten Gin. Im Resultat entsteht auf viel Eis und mit einer Scheibe Gurke ein wahrhaft erfrischender Longdrink.

Besonders gut zur Geltung kommt der Hendrick’s Neptunia übrigens im Neptunia Fizz.

Hendrick’s Neptunia Fizz
  • 5cl Neptunia Gin
  • 2,5cl frischer Limettensaft
  • 2,5cl Zuckersirup
  • Soda Wasser zum auffüllen
  • 3 Gurkenscheiben

Der Neptunia Fizz geht leicht von der Hand. Alle Zutaten werden in ein mit Eiswürfeln gefülltes Highball Glas gefüllt und anschließend vorsichtig umgerührt. Garniert wird danach mit 3 Gurkenscheiben.

Der Hendrick's Neptunia Gin im Review auf ginvasion.de

Fazit

Der Hendrick’s Neptunia ist eine magische Expression des typischen Hendrick’s Hausstils, der durch tiefe erdige Noten, schottischen Meerespflanzen, den frischen Charakter von Küstenkräutern und einem unverwechselbaren sanften Zitrusabgang maritim interpretiert wird. Eine wirklich lohnenswerte Erweiterung in jeder Hendrick’s Sammlung. Ein toller, unwahrscheinlich frischer Gin, der schließlich pur, oder auch im Longdrink hervorragend funktioniert. Probiere ihn unbedingt einmal aus und berichte, wie er dir schmeckt.

 

Hier kannst du den Hendrick’s Neptunia übrigens bei Wacholderexpress.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Hendrick's Neptunia

9.2

Gesamteindruck

9.2/10

Eigenschaften

  • dezente Wacholderaromen
  • typisch erdige Noten
  • Küsten-Botanicals

Alkoholgehalt

  • 43,4%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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