Lyonel Dry Gin

Schiller, Bach und selbst Goethe waren schon hochkarätige Besucher der faszinierenden Residenzstadt Weimar. Die Stadt bietet eine Mischung von Bauhaus und Moderne. Und zwischen drin: der Lyonel Dry Gin aus der Wiegand Manufactur.

Bevor ich dir aber mehr über den Lyonel Premium Dry Gin verrate, lass uns doch kurz einen Blick in die charmante Stadt an der Ilm werfen. Den besten Ausblick auf die Stadt hast du von der Lustschlussanlage Belvedere. Sie gehört zu den schönsten Residenzen Thüringens und ist unbedingt ein Ausflug wert. Die Stadt selbst ist berühmt für seine Museumspfade, die einen zum Beispiel ins Goethe-Nationalmuseum und das Schillermuseum führen. Ebenso wird mit Denkmälern an beide Schriftsteller erinnert.

Der Veranstaltungskalender der Stadt ist prall gefüllt. Neben den Thüringer Bachwochen, dem Kleinkunstfestival im Köstritzer Spiegelfeld, dem Pfingstfestival auf Schloss Ettersburg oder dem großen Volksfest Zwiebelmarkt im Herbst wird in der Stadt eigentlich für jeden etwas geboten.

Und selbst für uns Ginbegeisterte hat Weimar seit November 2013 etwas zu bieten.

Unweit vom Nationaltheater und der Stadtkirche Sankt Peter und Paul befindet sich im Stadtzentrum in der Jakobstraße die Wiegand Manufactur.

Copyright by Guido Werner

Frei nach dem Motto: „Weniger ist mehr“ produziert dort das Ehepaar Matthias und Lilit Wiegand mit ihrer kleinen aber feinen 150 Liter fassenden Destille verschiedene Likör- und Ginsorten. An der Rezeptur arbeiteten die Firmengründer fast ein ganzes Jahr, bis sie ihre perfekte Geschmackskomposition gefunden haben. Den Namen erhielt der Gin als Hommage an Lyonel Feininger, den Gropius damals als ersten Meister des Bauhauses ernannt hat.

Copyright by Guido Werner

Botanicals

Die Zutaten sind übrigens Bio-zertifiziert und nach der Mazeration im Rohalkohol wird für die Destillation der Brennkessel mit einem Holzfeuer angeheizt. Folgende Zutaten geben dem Gin sein charakteristisches und frisches Bouquet:

Das Destillat wird vor der Abfüllung mit Trinkwasser aus einer Thüringer Talsperre auf eine Trinkstärke von 50% vol. Alkohol gebracht.

Flaschendesign

Die zylindrische Flasche ist mit einem durchsichtigen Etikett beklebt. Ich musst zweimal hinschauen, ich dachte zuerst, sie sei bedruckt. Sehr cool umgesetzt. Das vordere Label zeigt neben dem Namen des Gins auch noch neun Quadrate, die mit den Wörtern Dry, Gin, Pur und dem Alkoholgehalt mit Inhaltsangabe gefüllt sind. Ein Feld bleibt durchsichtig und drei weitere sind gelb, blau und rot. Hierbei handelt es sich um die Bauhaus-Farben. Ein Feld zeigt stilistisch noch einige Botanicals.

Das rückseitige Etikett trägt neben der Chargennummer noch einmal die Pflichtangaben zu Inhalt, Alkoholgehalt und außerdem das Bio-Label.

Verschlossen ist die Flasche mit einem silbernen Kunststoffkorken.

In der Nase

Den Korken öffne ich jetzt und gieße mir einen Schluck in mein Nosing Glas. Ich gebe dem Bouquet einen Moment zum Entfalten. Alsbald verströmen intensive Wacholderaromen, welche mit einer erdigen Note vom Kardamom gepaart sind. Irgendwie männlich.

Ich nehme außerdem einen leichten Hauch Zimt wahr. Die Koriandersamen und feine Zitrusnuancen verleihen dem Destillat zusätzlich ein frisches Aroma. Im Unterton zeigen sich Lavendel und Rosenblüten dezent im Hintergrund und runden das Profil gekonnt ab.

Beim Schwenken bilden sich Schlieren am Glasrand, was auf eine angenehme Viskosität hinweist. Ich bin gespannt.

Am Gaumen

Mild verteilt sich der Lyonel Dry Gin auf der Zunge, um schließlich mit einer plötzlichen Schärfe aufzutrumpfen. Der Wacholder steht im Vordergrund. Nuancen von Kardamom, Koriander und Kümmel gesellen sich zu den frischen Zitrusnoten.  Und tatsächlich, mein Eindruck bestätigt sich, der Gin zeig männliche Züge. Er ist angenehm würzig, mit einem dezenten floralen Bouquet.

Im Abgang zeigt er pur seine Stärke. Im Nachhall bleiben die frischen Zitrusaromen, gepaart mit Spuren von Pfeffer, Kümmel und Kardamom.

Perfekt serviert

Trotz seiner 50% vol. ist er durch sein mildes, aber dennoch männliches Auftreten tatsächlich ein Genuss. Eis nimmt ihm etwas die Schärfe.

Als Gin&Tonic habe ich den Lyonel mit dem Schweppes Premium Indian Tonic probiert. Durch seinen hohen Alkoholgehalt und seine ausgewogenen Aromen geht er im Tonic-Water keinesfalls unter. Garniert mit einer Zitronenzeste und großen Eiswürfeln ein totaler Genuß.

Auch in klassischen Gin-Cocktails, wie dem Martini, Gin-Fizz oder auch im Gimlet macht der Lyonel eine gute Figur.

Fazit

Der Lyonel Premium Gin, hergestellt nach der London Dry Richtlinie, kann durch seine Komplexität der Aromen überzeugen. Männlich und dennoch mild tritt er auf. Vordergründlich zeigen sich Wacholder, Kardamom und Zitrusnoten. Dezent im Hintergrund spielen aber noch Anklänge von süßem Lavendel und würzigem Pfeffer eine untergeordnete Rolle.

Gerade im Bereich Cocktails kann der Lyonel mich gut überzeugen. Aber auch pur ein wirklich interessanter Eindruck. Meine Empfehlung: Weimar auf einem Kulturtrip besuchen und von dort eine Flasche mitbringen.

Den Gin könnt ihr übrigens im Online-Shop der Wiegand Manufactur bestellen – aus Weimar, verpackt mit Herz:

https://www.wiegandweimar-shop.de/

oder bei unserem Werbepartner:

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Lyonel Dry Gin

8.8

Gesamteindruck

8.8/10

Eigenschaften

  • würzig vom Wacholder
  • klassische Zitrusaromen
  • Koriander und Kardamom

Alkoholgehalt

  • 50,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.