Nam Gin

In meinem heutigen Review entführe ich dich in die Weiten von Namibia im südwestlichen Teil von Afrika. Dort wird im Süden des Landes, am Naute Damm in der Nähe von Keetmanshoop der Nam Gin hergestellt. Was das Besondere an diesem Destillat ist, verrate ich dir, wenn du weiterliest.

Die Naute Kristall Destillerie liegt etwa 500km südlich von der namibischen Hauptstadt Windhoek am gleichnamigen Naute Damm. Dieser dient übrigens hauptsächlich zur Wasserversorgung der anliegenden Städte und natürlich auch zur Bewässerung der Obstplantagen der Region. Durch den Damm kann das ursprünglich karge und unfruchtbare Land inzwischen zum Anbau von Trauben, Datteln, Kaktusfeigen und Granatäpfeln genutzt werden.

Das Projekt „Naute“ wird durch die namibische Regierung gefördert und unterstützt direkt die Bauern beim Kultivieren von den einheimischen Obstsorten. In der durch Michael Weders geführten Naute Kristall Destillerie werden die reifen Früchte dann zu feinsten Edelbränden weiterverarbeitet.

Botanicals

Für den Nam Gin wird der Grundalkohol übrigens aus reifen Datteln hergestellt. Dafür werden im ersten Schritt Datteln dehydriert und vergoren. Die entstandene Maische wird anschließend destilliert. Nach sechs Destillationen wird der so gewonnene Alkohol abschließend gefiltert.

Im Basisalkohol werden dann drei verschiedene Mazerate angesetzt. Zum einen die Basis für den Wacholderbrand mit:

Zum anderen der Gewürzbrand mit:

Zuletzt folgt der Zitrusbrand mit

Die drei Mazerate werden einzeln auf der modernen kupfernen Brennanlage von Arnold Holstein aus Markdorf am Bodensee destilliert. Nach mehreren Wochen der Ruhezeit werden die einzelnen Grundbrände vermählt und der Nam Gin erhält seine einzigartige Charakteristik. Abschließend wird der Gin mit feinem Quellwasser auf eine Trinkstärke von 45% vol. Alkoholgehalt eingestellt.

Flaschendesign

Der Nam Gin kommt in einer edlen schwarzen Flasche daher. Im Design kommen drei weitere Farben zum Einsatz. Der Namenszug ist in weiß und grau gehalten. Das besondere Botanical Teufelskralle wird mit weißer Schrift auf rotem Grund hervorgehoben.

Auf der Rückseite der Flasche gibt es zusätzlich einige Informationen über das Geschmacksprofil vom Gin und die Pflichtangaben zur Inhaltsangabe, dem Alkoholgehalt und der Anschrift der Brennerei in Namibia. Abgefüllt wird das Destillat übrigens in Schallstadt am Fuße des Schwarzwalds.

Verschlossen ist die Flasche mit einer schwarzen Schrumpfkapsel. Darunter befindet sich ein Schraubverschluss, den ich jetzt öffne und mir einen Schluck in mein Tasting-Glas eingieße.

In der Nase

Im Bouquet über dem Glas dominiert der Brand aus den reifen Datteln. Daneben lassen sich Wacholder und Zitrusnuancen ausmachen. Florale Noten erhält das Destillat vom Lavendel. Die Kombination aus Zimt, Ingwer und Rosmarin verleiht dem Nam Gin zudem einen angenehm würzigen Touch.

In Summe ist das Bouquet als komplex zu beschreiben, ganz klar im Vordergrund steht aber der fruchtige Basisalkohol aus den Datteln.

Die Textur würde ich als leicht ölig bezeichnen, beim Schwenken bilden sich nämlich Schlieren am Glasrand. Ich bin gespannt, wie der Gin schmeckt.

Am Gaumen

Der erste Schluck bestätigt die fruchtige Note des Gins. Die Dattel-Aromen des Basisalkohols spielen auch beim Geschmack die erste Geige. Dazu sticht der Wacholder herb und harzig hervor. Eine leichte Schärfe durch den Ingwer und den Java-Pfeffer kann ich wahrnehmen. Die verwendeten Kräuter sind allerdings schwer auszumachen.

Abgerundet wird der Geschmack des Nam Gin durch dezente Aromen von den Zitrusfrüchten, die auch im Abgang neben den fruchtigen Nuancen der Datteln zum Tragen kommen. Der Nachhall ist interessant und langanhaltend, erinnert mich aber eher an einen würzigen Obstler.

Perfekt serviert

Leicht gekühlt ist der Nam Gin durchaus pur zu genießen. Der Destillateur Michael Weders empfiehlt dazu eine Tasse Espresso und ein Stück dunkle Schokolade.

Für den Nam Gin&Tonic folge ich ebenfalls der Empfehlung und verwende ein gurkenbasiertes Tonic Water. Hier fällt meine Wahl auf das Dr. Polidori Cucumber Tonic Water. Für die Zubereitung füllst du Eiswürfel in ein klassisches Longdrink Glas und gibst 5cl Nam Gin dazu. Anschließend gießt du das Tonic Water über einen Barlöffel auf. Die Kombination ist erstaunlich fruchtig und sehr erfrischend.

Fazit

Der aus drei verschiedenen Grundbränden hergestellte Nam Gin ist in seiner Charakteristik einzigartig. Die Komposition aus Kräutern und Gewürzen wird begleitet von den fruchtigen Aromen des Basisalkohols, welcher bekanntlich aus Datteln hergestellt wird. Als Alleinstellungsmerkmal kommt neben den regionalen Botanicals auch die namibische Teufelskralle zum Einsatz.

Lass dich also mit dem Nam Gin vom Zauber der Wüste, der wärmenden Sonne und dem Geschmack reifer Früchte entführen und hole dir etwas Besonderes ins Glas.

 

 

Den Nam Gin findest du übrigens hier bei unserem Partner Wacholderexpress.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Nam Gin

8

Gesamteindruck

8.0/10

Eigenschaften

  • Basisalkohol aus Datteln
  • Wacholder
  • Kräuternoten

Alkoholgehalt

  • 45,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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