Sling Shot Irish Gin

Der Sling Shot Irish Gin im Review auf ginvasion.de

Für den irischen Sling Shot Gin zieht es mich in die Stadt Lanesborough an den Shannon River und den Lough Ree, einem großen See mitten in Irland. Was es mit dem Namen Sling Shot auf sich hat und was das besondere Botanical im Sling Shot Gin ist, verrate ich dir in meinem Review.

Die Idee zur eigenen Brennerei war schon lange ein Gesprächsthema zu Tisch bei der Family Clancy. Die Pläne reiften und man entschied sich für den Standort in Lanesborough.

In der Lough Ree Distillery sollte sich alles um die Verbindung von Whisky-Tradition mit moderner Technologie drehen. Sie wollten eine Brücke schlagen, genauso wie die Brücke, die Ost mit West über den Shannon River verband und das sanfte Tempo des ländlichen Irlands mit dem Vertrauen einer neuen Generation verknüpfen.

Ende Juli 2018 eröffnete die Familie schließlich ihre Mikrobrennerei gegenüber ihrer Hauptanlage mit einer maßgeschneiderten Kupferdestille. Die kleine Anlage hat ein Fassungsvermögen von 150 Litern und ist perfekt für die Herstellung von Gin und Vodka geeignet. Die Brennblase erhielt übrigens den Namen „Maeve“. Dies war nicht nur im Einklang mit einer langen Tradition, den Brenngeräten einen Frauennamen zu geben, nein, es war auch eine Anspielung auf die „Queen Maeve“ und ihre Schwierigkeiten rund um den Lough Ree und einer Steinschleuder. Nach genau dieser wurde ja auch das erste Produkt der Brennerei benannt – Sling Shot.

Maeve ist eine zentrale Figur der keltischen Mythologie Irlands. Der Sage nach hatte Maeve ihre Schwester ermordet und wurde dann vom Held Furbaide Ferbends im See Lough Ree mit einer Steinschleuder und einem Stück Käse gerächt.  Er warf das Stück Käse so hart, dass er sie damit tötete.

Somit wäre der Name des Gins und der Brennblase schon einmal geklärt. Lass uns zum besonderen Botanical im Sling Shot Gin kommen.

Botanicals

Irland und gerade die Region am Shannon River ist bekannt für seinen Torfabbau. So ist wohl die Lough Ree Distillery die erste Brennerei auf der Welt, die Torf als Botanical in einem Gin destilliert.

Zu dieser außergewöhnlichen Zutat befinden sich noch

in der Rezeptur des Sling Shot Gins.

Der Gin wird klassisch in der Kupferbrennblase destilliert, anschließend mit reinstem Quellwasser auf seine Trinkstärke von 41,7% vol. Alkoholgehalt eingestellt und in die wunderschöne Flasche abgefüllt.

Flaschendesign

Die schlanke Flasche aus blauem Glas ist definitiv ein Hingucker. Sie besitzt ein Fassungsvermögen von 700ml und ist mit dem silbernen Schriftzug „Sling Shot distilled Irish Gin“ bedruckt. Ein filigranes Muster aus dünnen Linien ziert die Flasche und auch die edle Schrumpfkapsel aus Metall. Unter dem Markennamen prangt in auffallend oranger Farbe das Logo der Lough Ree Distillery.

Der Sling Shot Irish Gin im Review auf ginvasion.de

Auf der Rückseite findet der geneigte Leser eine kurze Information zum Namen des Gins und etwas über den besonderen Geschmack.

Verschlossen ist die Flasche mit einem silbernen Korken, auf dem am Rand der Name der Brennerei geprägt wurde. Ein wirklich stimmiges und sehr edles Design. Ich öffne den Korken und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Kräftige Noten von Wacholder und Kardamom verleihen dem Sling Shot Gin Würze und Kühnheit. Dazu gesellen sich frische Nuancen von Zitrusfrüchten, die sich wunderbar mit einem Hauch Minze ergänzen. Der Torf rundet das Bouquet mit einem erdigen Anklang gekonnt ab.

Das Destillat ist beim Schwenken im Glas ausgesprochen ölig, es bilden sich Schlieren und die Tropfen am Glasrand laufen nur zäh zurück zum Boden. Ich bin gespannt, wie der Torf sich auf den Geschmack auswirkt.

Am Gaumen

Mild und cremig mit einer leichten Süße legt sich der Sling Shot Irish Gin auf die Zunge. Am Gaumen erscheint ein dezenter Wacholdergeschmack, der von wärmend würzigem Kardamom begleitet wird. Der Torf verleiht dem Destillat tatsächlich einen erdigen Anklang und rundet das Mundgefühl gekonnt ab.

Der Abgang ist ausgesprochen frisch und wird geprägt von Zitrusnoten und einem Hauch Minze. Eine Kombination aus wärmendem Kardamom und erfrischender Minze bleibt zudem langanhaltend am Gaumen haften.

Perfekt serviert

Durch das reichhaltige und geschmeidige Gefühl im Mund empfiehlt es sich den Sling Shot Irish Gin unbedingt pur zu probieren. Die Kombination aus Minze und Kardamom ist faszinierend.

Im Gin&Tonic gefällt er mir mit einem zitrusbetonten Indian Tonic Water, wie dem Ambition von Mistelhain. Es harmoniert aber auch jedes andere Indian Tonic Water. Als Garnitur eignet sich ganz klassisch eine Scheibe Zitrone. Etwas verspielter wird es zusätzlich mit einem frischen Zweig Minze.

Fazit

Der Sling Shot Irish Gin aus der Mikrobrennerei der Lough Ree Distillery ist ein außergewöhnlicher Tropfen. Bestimmt wird er durch eine ausgesprochen frische Kopfnote und würzigen Nuancen von Wacholder und Kardamom. Der Torf sorgt für ein leicht erdiges Mundgefühl und rundet den Gin gekonnt ab. Ein wirklich cooler Gin, der meine klare Empfehlung erhält. Den solltest du unbedingt einmal probieren.

 

Den Sling Shot Gin kannst du hier bei Irish Whiskeys bestellen.

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Sling Shot Irish Gin

9.2

Gesamteindruck

9.2/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • Kardamom
  • Torf

Alkoholgehalt

  • 41,7%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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