Bivrost Dry Gin

In meinem heutigen Review entführe ich dich ganz in den Norden von Norwegen. Dort liegt oberhalb von 69° Grad nördlicher Breite die Aurora Spirit Brennerei. Tief im Polarkreis wird der Bivrost Dry Gin als wohl nördlichster Gin der Welt produziert.

Der Name Bivrost besteht aus zwei alten nordischen Wörtern: „Biv“ bedeutet soviel wie „Schütteln“ und „Rost“ steht für „Straße“ oder „Weg“. Zusammengesetzt gilt es als Wort der Wikinger zur Beschreibung des Nordlichts. Die Nordlichter waren für die Wikinger die magische Brücke zwischen Mittelerde und Asgard, die Welt der Götter.

Bivrost, oder auch der zitternde Weg nach Asgard.

Der Weg in die Welt der Götter ist schwer zu finden. Zum einen wahrnehmbar als schimmernder Regenbogen am Himmel, zum anderen in der Dunkelheit als zitternder Pfad bunter Nordlichter. Bivrost entführt der Sage nach in ein Reich der ewigen Jungend. Dort angekommen wird am Tisch mit nordischen Göttern köstliches Essen zu sich genommen und nur die besten und erlesensten Spirituosen getrunken.

Die Latte liegt also hoch für den Bivrost Gin. Hergestellt aus feinstem Schmelzwasser der Gletscher, welches mehr als 5000 Jahre gefroren war. Dieses Wasser stellt den Hauptbestandteil des Bivrost Gins dar.

Die Spirituose wird in einer der modernsten Brennereien in Europa produziert. Die Brennanlage ist zwar iPad-gesteuert aber trotzdem werden die meisten Produktionsschritte im Schein des Nordlichts am Fuße der majestätischen Lyngen-Alpen in klassischer Handarbeit erledigt.

Botanicals

Die Zutaten kommen zudem alle aus der arktischen Region. Neben Wacholder finde ich noch

auf der Zutatenliste. Die verwendeten Bergkräuter besitzen einen hohen Anteil an Omega-3 und sind reich an Antioxidantien. Der kurze arktische Sommer mit 24 Stunden Tageslicht verleiht allen Rohstoffen besondere Eigenschaften. Die Beeren zum Beispiel reifen in der halben Zeit und besitzen somit ein besonders intensives Fruchtaroma.

Flaschendesign

Durch die schlanke 500ml Spirituosenflasche scheint das blaue rückseitige Etikett. In weißen Großbuchstaben, die mich in ihrer Form irgendwie an Wikinger erinnern, prangt der Schriftzug „BIVROST“ hochkant auf der Flasche. Darunter steht in kleiner Schrift der Name der Brennerei und der Verweis auf einen Dry Gin. Ebenso ist der Breitengrad von 69°N in einem kleinen Logo angegeben.

Auf dem rückseitigen Etikett steht auf Englisch etwas zur Mythologie, zur Herstellung und einige Informationen zum Aromenprofil des Gins. Auch sind dort die Füllmenge und der Alkoholgehalt von 44% vol. angegeben.

Verschlossen ist die Flasche leider mit einem Schraubverschluss. Dieser ist zwar praktisch, macht aber leider nicht wirklich viel her.

Aktuell wird übrigens das Design der Flasche überarbeitet. Erste Bilder sind bereits verfügbar und ich muss sagen, dass neue Outfit der Flasche sieht richtig Klasse aus. Zudem gibt es dann auch einen Echtholzkorken! Klasse!

Nichts desto trotz öffne ich den Schraubverschluss und gieße mir einen Schluck in mein Glas zum Probieren ein.

In der Nase

Aus meinem Glas verströmen klassische Nuancen von Wacholder und frischen Zitronen. Im zweiten Eindruck nehme ich filigrane Kräuternoten wahr, die von einem leicht fruchtigen Bouquet der verschiedensten Beeren begleitet werden. Interessant finde ich das Zusammenspiel mit den erdigen Anklängen der Wurzeln, die im Gin Verwendung finden. Ich bin wirklich gespannt, wie der Bivrost Gin mundet.

Am Gaumen

Das norwegische Destillat zergeht förmlich mit einer angenehmen Süße auf meiner Zunge. Eine leichte Schärfe nehme ich direkt im Anschluss wahr. Sehr spannend. Die filigranen Kräuternoten werden von den herben und harzigen Wacholdernuancen begleitet. Auch der erdige Ton der Wurzeln aus der Nase bestätigt sich im Geschmack. Feine Beerenaromen runden das Gesamtprofil gekonnt ab.

Im Abgang tauchen die würzigen bis herb harzigen Anklänge noch einmal auf und im Nachhall bleiben die Zitrusaromen und auch die Kräuternoten lange am Gaumen haften.

Perfekt serviert

Sowohl pur auch als auf Eis ist der Bivrost ein Gin für Wacholderliebhaber. Mit schmelzendem Eiswasser wird er etwas runder und die Schärfe schwindet. Im Gin&Tonic macht der Bivrost Gin mit jedem Indian Tonic Water eine gute Figur.

Einen außergewöhnlichen Longdrink zauberst du dir mit dem Lion Tonic Water von Markus Lion. Hier wird die entscheidende Bitterkomponente mit einer Wermutkraut- und einer Chinarindenfusion erzeugt. Das Lion Tonic Water harmoniert mit seiner Zitrusnote perfekt mit dem Bivrost Gin. Das Mischungsverhältnis sollte bei 5cl Gin auf 200ml Tonic Water liegen. Als Garnitur eignet sich eine Limettenscheibe und einige Schnitze Ingwer.

Fazit

Ich würde den Bivrost Gin als maskulinen Norweger bezeichnen. Er besticht durch klassische Wacholderaromen, die durch ein fruchtiges Bouquet aus Zitronen und nordischen Beeren abgerundet werden. Ein feines Destillat mit einem ausgeprägten und interessanten Gesamtprofil.

 

Den Bivrost Gin kannst du bei Spirits of Scandinavia bestellen.

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Das passende Tonic Water findest du bei Amazon.de

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Bivrost Dry Gin

8.9

Gesamteindruck

8.9/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • klassische Zitrusaromen
  • filigrane Kräuternuancen

Alkoholgehalt

  • 44,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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