Citadelle Jardin d’Été

Der Citadelle Jardin d’Été Gin im Review auf ginvasion.de

In meinem heutigen Review entführe ich dich in die Region nördlich von Bordeaux, ins Cognac. Genauer genommen ins Chateau de Bonbonnet in der Nähe der kleinen französischen Stadt Ars. Hier produziert Maître Distillateur Alexandre Gabriel von Cognac-Ferrand nämlich den Citadelle Gin. Im folgenden Review stelle ich dir nämlich den neuen Gin aus dem Hause Maison Ferrand vor – dieser steht ganz im Zeichen des Sommergartens von Debbie Gabriel, der Frau des Brennmeisters – Nämlich der Citadelle Jardin d’Été. Wie mir der Gin schmeckt und ob er wirklich an einen Sommergarten erinnert, erfährst du wie immer, wenn du weiterliest.

Gin aus Frankreich? Schmeckt das? Neben schweren Rotweinen und Cognac hat die Region um Bordeaux natürlich auch Gin zu bieten. Längst ist man auf den Gin-Zug aufgesprungen und weiß um seine Beliebtheit. So steht Frankreich nicht mehr nur für Cognac, Champagner und schwere Rotweine, sondern auch für ausgezeichneten Gin.

Aber genug vom Wein, Cognac etc. das ist ja schließlich ein Ginblog.

Herstellungsprozess

Die Grundlage für den Citadelle Jardin d’Été bildet der herkömmliche Citadelle Gin. An dieser Stelle machen wir einen kleinen Exkurs ins Jahr 1996. Denn bereits 1996 erlebte der Citadelle Gin seine Geburtsstunde. An jenem Tag im Juli nämlich, wurde die Herausforderung während des Mittagessens von den Familienangehörigen klar formuliert. Es galt den französischen Sommer ins Glas zu bekommen. Neben dem typischen Wacholderaroma sollten verschiedene Botanicals diesen einzigartigen Gin prägen.

Die Diskussion über die richtigen Zutaten verlagerte sich direkt in die Brennerei an die offenen Kupferkessel und man begann das Experimentieren.

Dreifach destillierter Alkohol aus französischem Weizen bildet die Basis des Gins. Gebrannt wird übrigens in einer für die Cognac Herstellung typischen Charentaiser-Brennblase. Also quasi in einer besonderen Art Pot-Still. Heraus kommt auf jeden Fall ein unglaublich weiches und vielschichtiges Destillat.

Das Verfahren für die Herstellung der Ginsorten wurde übrigens 2014 patentiert. Man spricht hier von einer progressiven Infusionsmethode. Hierbei wird jedes botanische Produkt einzeln mazeriert. Auch der Alkoholgehalt sowie die Mazerationszeit werden für jedes Botanical einzeln und individuell abgestimmt. So gewährleistet man die bestmögliche Extraktion von Geschmacksstoffen und somit auch den außergewöhnlichen Geschmack.

Anschließend werden alle Mazerate in der 2500l fassenden Charentaiser-Brennblase über offenem Feuer destilliert. Durch die Hitzeverteilung karamellisieren einige Botancials am Boden der Destille und sorgen so für eine natürliche Süße und den ganz besonderen Geschmack.

Inspiriert vom Anblick und den Düften im sommerlichen Garten schuf Alexandre diese sommerliche Gin-Kreation. Er verwendet dafür insgesamt 22 Botanicals. Neben klassischen Zutaten wie Kardamom, Koriander, Zimt und Süßholz stehen beim Jardin d’Été Zitrone, Yuzu- und Orangenzesten und reife Melonen im Zentrum des Bouquets. Aber schauen wir uns doch die Zutatenliste noch genauer an.

Botanicals

Neben dem für Gin ohnehin obligatorischen Wacholderbeeren finden noch folgende Ingredienzien in das Destillat

Flaschendesign

Auch für den Citadelle Jardin d’Été kommt die bekannte Flasche von Citadelle zum Einsatz. Das Flaschendesign ist übrigens mehrfach prämiert. Die auffällig bläulich schimmernde Flasche verströmt sofort ein maritimes Flair. Das quadratische auf der Spitze stehende Etikett mit seinen Ornamenten aus Gold und dem Turm, welcher in diesem Zusammenhang an einen Leuchtturm erinnert, verstärken die maritimen Eindrücke. Das Etikett trägt natürlich den Namen des Gins und weist auf das Herkunftsland Frankreich und den Alkoholgehalt von 41,5% vol. hin.

Die im unteren Bereich umlaufende Banderole zeigt die in der Edition verwendeten Zitrusfrüchte und die Melonen. Ein Text erklärt gibt Auskunft über die Inspiration zum Gin und geht auch auf die außergewöhnliche Herstellungsart von Alexandre Gabriel ein.

Einzig der goldene Schraubverschluss trübt das Erlebnis vom Öffnen etwas, aber es ist ja auch keine klassische Apothekerflasche und der Verschluss gehört zudem zum prämierten Design.

In der Nase

Ich öffne den schicken Schraubverschluss und gieße mir einen Schluck in mein Nosing Glas. Wie immer lasse ich dem Destillat etwas Zeit im Glas zur Entfaltung der Aromen. Beim Schwenken des Glases bilden sich dezent ölige Schlieren, welche langsam zum Glasboden zurückfließend. Ich mag diese ölige Textur.

Über dem Glas liegen ausgeprägte Wacholder- und Zitrusnoten. Die Yuzu mit ihrem einmaligen Duft ist hier explizit auszumachen. Sie wird von einem Hauch Melone und würzigen Akzenten begleitet und bringt zusätzliche Frische ins Destillat. Eine Komposition aus würzigem Kardamom und einem Hauch Pfeffer ist ebenfalls auszumachen. Lässt man dem Destillat noch etwas mehr Zeit im Glas, so kann man auch einen Hauch Zimt und etwas Süßholz, sowie einen erdigen Anklang wahrnehmen. Filigrane Kräuternoten untermalen das insgesamt sehr fruchtige und frische Aromenspektrum des Citadelle Jardin d’Été.

Insgesamt ein wirklich sehr harmonisches und stimmiges Bouquet, welches definitiv Lust auf mehr macht.

Am Gaumen

Ich nehme einen Schluck aus meinem Glas. Äußerst mild und mit einer angenehmen Süße verteilt sich das Destillat in meinem Mundraum. Dezente Wacholdernoten werden von frischen Zitrusakzenten begleitet. Die Yuzufrucht sticht hier mit ihrem besonderen Aroma besonders hervor. Die Melone unterstreicht das fruchtige Aroma nochmals. Nachfolgend ist ein Hauch von Süßholz, sowie eine dezente Zimtnote auszumachen. Erdige und florale Anklänge vervollständigen das Bouquet. Insgesamt eine ausgewogene Komposition von Gewürzen, Kräutern und Früchten. Der Abgang ist von frischen Zitrusnoten, dezenter Melone, floralen Akzenten und einer angenehmen Pfefferschärfe im Nachhall geprägt. Gefällt mir!

Perfekt serviert

Der aromatisch und erfrischende Citadelle Jardin d’Été schmeckt hervorragend im sommerlichen Gin Tonic mit dem Ambition Tonic Water von Mistelhain. Das Tonic harmoniert aufgrund seiner intensiven Perlage und seinen frischen Zitrusaromen hervorragend mit dem Gin, ohne diesen zu überlagern. So erhältst du einen fruchtig frischen Gin Tonic.

Der Citadelle Jardin d’Été Gin im Review auf ginvasion.de

Fazit

Mir persönlich gefällt der Citadelle Jardin d’Été ausgesprochen gut. Mich erinnert er wirklich an einen Sommergarten. Ein fruchtig frischer Gin, der den Sommer ins Glas bringt. Eine ausgewogene Komposition der Botanicals, welche wunderbar miteinander harmonieren. Ideal für laue Sommerabende auf der Terrasse oder im (Sommer)Garten. Natürlich ist das alles wie immer Geschmacksache, daher probiere ihm am besten selbst.

 

Den Citadelle Jardin d’Ete findest du übrigens exklusiv hier bei unserem Partner Wacholderexpress.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Citadelle Jardin d’Été

8.8

Gesamteindruck

8.8/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • erfrischende Zitrusfrüchte und Melonen
  • würzigen Anklänge

Alkoholgehalt

  • 41,5%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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