DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin

Für das heutige Review machen wir einen Abstecher in die wunderschöne Vorderpfalz, genauer gesagt nach Deidesheim, denn von dort kommt der DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin. Ich nehme dich jetzt mit auf eine geschmackliche Reise durch die Deutsche Weinstraße. 

Pfalz und Gin? Denkt man bei der Pfalz nicht unweigerlich an guten Wein? Genau, aber die beiden Freunde Felix Schmidt und Michael Mayer dachten sich: In ist, was GIN ist und Pfalz dir Wein zu langweilig ist, nimm einen Schluck Pfälzer Leichtigkeit. Mit diesem Gedanken kreierten sie mit Hilfe von Thomas Sippel und Sensorik-Experte Steffen Michler ihren DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin.

Die Geschichte

Die Idee zum eigenen Gin entstand übrigens aus einer Feierlaune heraus. Felix und Michael sind von Kopf bis Fuß waschechte Pfälzer Burschen, die die pfälzische Geselligkeit genießen und leben. Eines Tages probierten sie auf einer Party Gin und fanden sofort Gefallen am Wacholderschnaps. Doch eines vermissten sie: den Geschmack, der an die Heimat, an die pfälzische Region erinnert und eben genau diese auch auszeichnet.

So wurden schließlich einige Bücher zum Thema Gin angeschafft und man setzte sich fortan reichlich mit dem Destillat auseinander. Schnell stand für die beiden fest, dass sie etwas Eigenes schaffen wollen. Der Gin soll eine Hommage an die Heimat sein, den Charakter der Region hervorheben und genau diesen Geschmack in unsere Gaumen transportieren. Hier wurde der Wacholderschnaps und dessen Geschmack völlig neu interpretiert.

Dabei half Thomas Sippel aus der Brennerei in Weisenheim am Berg, denn dort wird der Gin gebrannt. Bereits nach dem dritten Probebrand stand die finale Rezeptur fest. Den DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin gibt es übrigens erst seit Oktober 2017. 

Aber wieso heißt der Gin denn jetzt eigentlich DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin? 

Zugegeben, im Delirium ist man vielleicht nach ein paar Gin oder Gin & Tonic. Liegt also doch irgendwie Nahe. Der Gedanke dahinter war jedoch ein ganz anderer. Der Name wurde bewusst gewählt. Er ist provokant, soll das Neue interpretieren und außerdem einen Ausgleich darstellen. Also ganz einfach gesagt: der Gegenpol zum stressigen Alltag, in dem man stets online, immer unter Strom und immer präsent ist. Bei einem Schluck DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin soll man sich eine Auszeit nehmen, Ruhe finden und den Moment der Leichtigkeit genießen. 

Die Herstellung

Als Basis für den DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin dient ein Traubenbrand aus feinsten Sauvignon Blanc, Riesling und Muskateller Qualitätstrauben. Dies unterstreicht den eher fruchtigen und floralen Charakter des Destillats nochmal zusätzlich.

In diesem Traubenbrand werden die Botanicals dann für etwa 36 Stunden mazeriert. Nach der Mazeration wird anschließend in einer Kupferdestille von Arnold Holstein gebrannt. Nach dem Brennvorgang ruht das Destillat für einige Zeit in Stahltanks, so dass die verschiedenen Aromen sich besser miteinander verbinden können. Abschließend wird das Destillat mit feinstem Wasser aus dem Pfälzer Wald auf Trinkstärke gebracht. Produziert wird mit viel Herzblut in kleinen Chargen. Auch das Verkorken, Etikettieren und Nummerieren geschieht hier noch von Hand. Man spürt die Liebe zum Detail förmlich. 

Botanicals

Neben den für Gin obligatorischen Wacholderbeeren finden noch folgende Botanicals ihren Weg in das Destillat:

Insgesamt werden 11 handverlesene und sorgfältig ausgewählte Ingredienzien verwendet.

Flaschendesign

Wie es sich für die Pfalz gehört präsentiert sich der DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin natürlich stilecht in einer Flasche, die eine Hommage an das Pfälzer “Dubbeglas” ist. Das Etikett ist eher minimalistisch und modern gestaltet. Auf dem weißen Etikett steht in bronzefarbener Schrift und in Großbuchstaben “DELIRIUM”. Das Logo besteht aus fünf Punkten, welche mit ihren Verbindungen zwei Dreiecke darstellen. Die Punkte stehen für die unterschiedlichen Ansichten der beiden Jungs, die sich durch geradlinige Linien unterscheiden und sich beim Schnittpunkt überschneiden, erklärte mir Felix.

Verschlossen ist die Flasche mit einem Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. Der Alkoholgehalt liegt bei 42%. Mir persönlich gefällt das minimalistische Design sehr gut. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt wie die Pfälzer Leichtigkeit schmeckt. 

In der Nase

Ich öffne den Korken und gieße mir einen Schluck in mein Nosingglas von Spiegelau. Sofort steigt mir eine außergewöhnliche Komplexität verschiedener Aromen in die Nase – ich rieche würzige, florale und fruchtige Noten zugleich. Natürlich gebe ich dem Destillat wie immer ein paar Minuten Zeit, so dass seine Aromen sich entfalten können. 

Zuerst machen sich ganz klassische balsamische Noten vom Wacholder bemerkbar. Weiter gesellen sich frische Aromen von Zitrus, Zitronengras und Ingwer hinzu. Florale Noten runden das fruchtig würzige Bouquet ab. Nach geraumer Zeit dominieren jedoch eindeutig die fruchtigen Aromen vom grünen Apfel. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr. 

Am Gaumen 

Auf der Zunge präsentiert sich der DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin ölig und vollmundig. Zuerst sind würzige Noten auszumachen. Im Abgang machen sich dann die floralen und fruchtigen Aromen deutlich bemerkbar. Mir gefällt das richtig gut. Eine Geschmacksexplosion verschiedener Bouquets, welche sich nach und nach im Mundraum entfalten. Genau so mag ich das! 

Perfekt serviert

Den DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin kann man durchaus pur genießen. Auch im Gin&Tonic funktioniert er wunderbar. Hierfür empfehle ich dir den Gin wie immer mit viel Eis in ein Glas zu geben – als Tonic Water gefällt mir persönlich das 1724 am besten. Es hebt den floralen und fruchtigen Charakter des Gins besonders hervor. Als Garnitur empfehle ich eine Orangenzeste. Auch ein Fentimans Tonic Water oder das Aqua Monaco Tonic Water harmoniert mit dem DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin. Beide kitzeln die Zitrusnoten aus dem Gin heraus. Daher würde ich als Garnitur auch auf eine Zitronenzeste, Zitronengras oder eine Scheibe grüner Apfel setzen. Generell funktioniert der DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin mit vielen Tonic Watern. Probiere dich am besten einfach durch. 

Fazit

Wer auf einen klassischen Wacholderbetonten Gin steht, der wird hier eher enttäuscht sein. Wer’s fruchtig und floral mag, der macht mit dem DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin absolut nichts falsch. Mir persönlich gefällt er sehr gut. Es ist mal ein etwas anderer Gin. Gerade für das Frühjahr oder den Sommer der ideale Gin für einen eisgekühlten Gin & Tonic abends auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten.

Felix und Michael ist es gelungen den Geschmack der Pfalz völlig neu zu interpretieren und einen Gin zu kreieren, der vielfältig ist und den Charakter der Heimat in unsere Gaumen transportiert. Man spürt und schmeckt die Liebe zur Heimat! 

Also, Pfalz dir Wein zu langweilig ist probiere mal einen Schluck von der Pfälzer Leichtigkeit. Hätte, würde, könnte – Pfalz! 

Hier nochmal ein großes Dankeschön an Felix, Michael und Freddy – ihr seid absolut coole und bodenständige Typen. Es war schön euch kennenzulernen und mit euch zu plaudern. Macht weiter so und bleibt wie ihr seid. Man spürt im Gespräch mit euch, dass euer ganzes Herzblut im DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin steckt. 

Freddy ist übrigens der Papa von Michael und nennt sich seines Zeichens “Facility Manager” – denn er baut die ganzen Bars etc. für die Messen, Stände oder ähnliches. 

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

DELIRIUM PFXLZ. II Dry Gin

8.9

Gesamteindruck

8.9/10

Eigenschaften

  • Fruchtig & Floral
  • Grüner Apfel
  • Würzig vom Ingwer
  • Jasminblüte

Alkoholgehalt

  • 42%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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