Mo London Dry Gin Organic

Der Mo London Dry Gin Organic im Review auf ginvasion.de

Für mein neuestes Review entführe ich dich ins Münsterland nach Steinfurt. Dort befindet sich bereits seit 1882 die Dwersteg Distillerie. Zum Sortiment gehört neben Bränden und edlen Likören auch der leider weitestgehend unbekannte Mo London Dry Gin Organic, den ich dir in den nachfolgen Zeilen etwas genauer vorstelle.

Zum Mo London Dry Gin bin ich über den allseits bekannten Jörg Meyer, seinerseits Barbesitzer, Erfinder vom Basil Smash und Betreiber von trinkabenteuer.de gekommen. Zuerst stand die unscheinbare Flasche im Regal neben den anderen Kandidaten, die noch probiert werden durften. Aber als er an der Reihe war, eroberte der Organic Gin schnell die Herzen und schnitt im Tasting als bester Gin des Abends ab. Aber damit genug gespoilert.

Die Dwersteg Destille selbst existiert bereits seit 140 Jahren im Münsterland in Steinfurt/Borghorst. In der kleinen Bio-Manufaktur wird noch fast alles händisch hergestellt.

Botanicals

Entwickelt wurde der Mo London Dry Gin von der Destilliermeisterin Monika, die Frau vom Senior Chef Ludger Teriete. Deswegen heißt er übrigens auch Mo Gin. Entstanden ist er im Jahr 2014, mit der Absicht einen Gin zu kreieren, der entgegen dem Trend nicht mit unzähligen Botanicals sondern mit wenigen harmonischen und ursprünglichen Zutaten vielseitig einsetzbar ist.

Alle verwendeten Zutaten sind übrigens Bio-zertifiziert. Neben Wacholder sind noch

aus der Liste der Botanicals bekannt.

Im Prozess der Mazeration werden die Aromastoffe der Botanicals mit Alkohol extrahiert. Die Vorbereitung der Zutaten, wie das Waschen, Schälen und Zerkleinern, wird von Hand durchgeführt. Auch die natürlichen Farbstoffe der Früchte, Kräuter, Wurzeln und Hölzer gehen dabei übrigens in die Mazerate über. Nach dem erfolgten Kaltauszug wird klassisch destiliert, anschließend der Gin mit Wasser auf seine Trinkstärke von 45% vol. gebracht und abgefüllt.

Flaschendesign

Das Design der unscheinbaren Flasche ist unaufgeregt. Im Regal neben anderen Gin-Größen geht er unter. Aber verstecken muss er sich mit dem Inhalt ganz bestimmt nicht.

Die 500ml Spirituosen-Flasche besitzt einen grünen Aufdruck mit dem Namen Mo London Dry Gin Organic.

Der Mo London Dry Gin Organic im Review auf ginvasion.de

Dreht man die Flasche nach links trägt sie seitlich das Logo der Dwersteg Destillerie, die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt von 45% vol. und der Füllmenge. Zudem ist das Bio-Label aufgedruckt.

Außerdem ist auf der anderen Seite noch etwas Hintergrundwissen zur Destillerie in deutscher und englischer Sprache zu lesen

Verschlossen ist die Flasche mit einem silbernen Schraubverschluss. Schlicht aber elegant. Ich öffne den Drehverschluss und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Mo London Dry Gin besitzt vordergründlich die klassische Wacholdernote. Die typisch herb harzigen Nuancen werden von einer frischen und spritzigen Zitrusnote getragen. Die Orangen- und Lavendelblüten verleihen dem Gin einen floralen Anklang und die filigrane Kräuternote sorgt für eine gewisse Tiefe im Bouquet.

Das Destillat liegt klar im Glas und erzeugt beim Schwenken leicht ölige Schlieren am Glasrand. Ich bin gespannt auf den ersten Schluck.

Am Gaumen

Ausgesprochen mild, mit öliger Textur und leicht süßlich schmiegt sich der Mo London Dry Gin an den Gaumen. Ich vernehme die typisch harzigen Anklänge vom Wacholder. Zugleich explodiert aber auch die Zitrusfrische an den Geschmacksknospen.

Alsbald entfalten sich die floralen Noten vom Lavendel und den Orangenblüten. Im Abgang dominieren der Wacholder und eine leichte Pfefferschärfe. Der Nachhall wird bestimmt von den Blüten und die Zitrusnoten bleiben lange frisch am Gaumen haften. Wow, hier verlangt es direkt nach einem zweiten und dritten Schluck.

Perfekt serviert

Pur ist der Mo London Dry Gin etwas für Genießer. Es macht Spaß das Bouquet in seine Einzelteile zu zerlegen. Auf Eis kitzelst du etwas am Wacholder und stellst ihn etwas in den Mittelpunkt.

Im Gin&Tonic punktet der Mo Gin mit seiner unverspielten Geradlinigkeit. Er harmoniert mit jeglichem Indian Tonic Water. Besonders gut gefällt er mir mit dem häufig unterbewerteten Scheppes Dry Tonic Water. Trockenes Tonic Water trifft hier auf einen klassischen London Dry Gin. Als Garnitur eignen sich ein frischer Zweig Zitronenmelisse und eine Scheibe Zitrone.

Der Mo London Dry Gin Organic im Review auf ginvasion.de

Aber auch in diversen Gin-Cocktails, vornweg natürlich im Basil Smash macht der Mo London Dry Gin eine wunderbare Figur.

Fazit

Der Mo London Dry Gin aus der familiengeführten Dwersteg Destillerie gefällt mit seinem klassischen Bouquet und seiner Geradlinigkeit. Ein Gin ohne Schnickschnack, Wacholder, Zitrus, Kräuter- und floralen Noten. Fertig. Und dann noch in Bio.

Mich überzeugt er sowohl pur, als auch im Gin&Tonic oder im Cocktail. Ein unverwechselbarer Gin der mir definitiv zusagt. Der Mo London Dry Gin Organic erhält meine klare Empfehlung!

 

Hier kannst du den Mo London Dry Gin Organic übrigens bei Wacholderexpress.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

9.4

Gesamteindruck

9.4/10

Eigenschaften

  • ausgeprägte Wacholdernote
  • erfrischende Zitrusnuancen
  • florale Anklänge

Alkoholgehalt

  • 45,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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