Scriptor Gin aus Karlsruhe

Für das heutige Review geht es mal wieder in meine Heimatstadt Karlsruhe in die Scriptor Brennerei von Michael Schreiber. Aus Michaels Brennerei kommen gleich drei leckere Sorten Gin – der Karlsruher Gin, Gin No. 38 und der Mucky Pup. Letzterer wartet sogar mit einer kleinen Besonderheit auf, dazu aber später mehr. In meinem Bericht verrate ich dir, wie alle drei Sorten vom Scriptor Gin schmecken.

Mehr zur Geschichte der Brennerei erfährst du demnächst in einem separaten Blogbeitrag zur Besichtigung der Destillerie. Jetzt verrate ich dir aber noch ganz kurz etwas zur Herstellung der Gins, bevor es dann mit dem Nosing und dem Tasting weitergeht.

Die Herstellung

Michael mazeriert die Botanicals ganz klassisch in 96%igem Neutralakohol. Anschließend brennt er in seiner kleinen 145l fassenden Kupferdestille aus dem Hause Kothe aus Eislingen. Pro Batch erzielt er so ungefähr zwischen 220-250 Flaschen á 0,5 Liter. Wie du siehst wird hier wirklich noch mit ganz viel Liebe zum Detail und Handarbeit in kleinen Chargen gefertigt. Qualität geht eben über Quantität. Alle drei Ginsorten basieren auf einem vorab von Michael produzierten Grunddestillat. Dieses ist sehr kräftig und würzig. Je nach Ginsorte werden im Grunddestillat dann die verschiedenen Botanicals erneut mazeriert und gebrannt.

Karlsruher Gin

Botanicals

Neben dem für Gin obligatorischen Wacholder finden noch folgende Botanicals ihren Weg in das Destillat

In der Nase

Der Karlsruher Gin besticht in der Nase durch seine herbalen Anklänge. Im Vordergrund sind eindeutig Noten von Wacholder, Zitrus sowie Rosmarin und Thymian auszumachen. Ein Potpurri an Gerüchen. Die Zitrusschalen verleihen dem Destillat die nötige Frische und Spritzigkeit. Rosmarin und Thymian sorgen für die mediterranen Anklänge. Auch Ingwer ist auszumachen, dieser kitzelt durch seine Schärfe ganz leicht in der Nase.

Am Gaumen

Geschmacklich präsentiert sich der Karlsruher Gin wie auch schon im Nosing toll ausbalanciert. Klassische Wacholdernoten treffen auf Zitrusaromen, sowie mediterrane Anklänge von Rosmarin und Thymian. Mit seinen 42% ist er auch ein eher milder Vertreter seiner Zunft. Mir gefällt der Karlsruher Gin. Ich bin auf die anderen beiden gespannt.

Perfekt serviert

Für einen Gin Tonic kannst du sowohl auf ein klassisches Indian Tonic Water oder ein mediterranean Tonic zurückgreifen. Letzteres untermalt die herbalen Anklänge des Gins noch etwas mehr. Als Garnitur empfiehlt sich eine Zitruszeste oder ein Zweig Thymian oder Rosmarin. Natürlich kann man hier auch beides kombinieren. So erhält man einen frischen, mediterranen Gin Tonic.

Gin No. 38

Botanicals

In der Nase

In der Nase besticht der Gin No. 38 zuerst durch seine klassischen und würzigen Wacholdernoten. Diese werden durch fruchtige Zitrus-Anklänge untermalt. Eine leichte Schärfe vom Ingwer ist auch hier auszumachen, dominiert jedoch nicht.

Am Gaumen

Geschmacklich präsentiert sich der No. 38 Gin als klassischer, kräftig und würziger Vertreter seiner Zunft. Nach kurzer Zeit im Mundraum entfalten sich die ätherischen Öle der Zitruskomponenten. Auch eine leichte Schärfe ist auszumachen. Ebenfalls sind leicht süßlich, würzige Nuancen herauszuschmecken. Im Vergleich mit dem Karlsruher Gin definitiv um einiges zitruslastiger. Das gefällt mir persönlich sogar noch einen ticken besser.

Perfekt serviert

Für einen sommerlichen Gin and Tonic empfehle ich dir das Fever-Tree mediterranean Tonic. Als Garnitur empfiehlt sich Zitronenschale, Zitronenverbene oder Zitronengras. Dies untermalt die frischen und spritzigen Aromen des Gins und hebt diese noch etwas hervor.

Für einen Karlsruher No. 38 Gin Fizz benötigst du:
  • 5cl Gin No. 38
  • 3cl Zitronensaft
  • 2-4cl Zitronengras- und Verbene Sirup von Erba (je nach gewünschter Süße – der Sirup ist nicht so süß wie Zuckersirup)
  • Soda zum Aufgießen

Alle Zutaten bis auf das Soda in einen Shaker geben und kräftig auf Eis shaken. Anschließend in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas abseihen und mit Soda aufgießen. Gerne noch mit Zitronengras, Zitronenschale oder Zitronenverbene garnieren.

Mucky Pup

Die Idee zum Mucky Pup Gin hatte übrigens Michaels Tochter. Diese ist mittlerweile auch voll in den Familienbetrieb mit eingestiegen und unterstützt Michael und dessen Frau.

Botanicals

In der Nase

In der Nase besticht der Mucky Pup Gin durch klassische Wacholdernoten mit Anklängen von Zitrusfrüchten. Ebenfalls sind Ingwer und Angelika auszumachen. Nach kurzer Zeit macht sich ein süßlich, leicht modriger Geruch vom Gerstenmalz bemerkbar. Wer schon mal in einer Brauerei war, weiß genau was ich meine.

Am Gaumen

Im Tasting sind wie auch schon beim Nosing die typischen Wacholdernoten, gepaart mit etwas leicht bitteren Zitrusschalen dominant. Im Abgang kommt dann eine leichte Schärfe des Ingwers zum tragen. Auch das Gerstenmalz macht sich mit seiner typischen malzigen Süße im Mundraum bemerkbar. Rundum ebenfalls ein sehr gut abgestimmter Gin aus dem Hause Scriptor.

Perfekt serviert

Für den Mucky Pup gibt es ein eigens kreiertes schwarzes Tonic Water. Dieses ist perfekt auf den Gin abgestimmt und harmoniert somit perfekt. Außerdem ist es optisch nochmals ein absoluter Hingucker.

Ein Rezept von Roman Koffer aus der Karlsruher Szene-Bar “Kofferraum” gibt es noch oben drauf.

Black Storm
  • 5cl Mucky Pup Gin
  • 1,5cl Creme de Mur
  • 1cl Himbeersirup
  • 1,5cl Aceto Balsamico
  • 5 Himbeeren gemuddelt

Fazit

Mir gefallen alle drei Sorten aus der Scriptor Brennerei gut. Für fast jeden Ginfreund ist hier etwas dabei. Der Karlsruher Gin besticht durch seine herbalen und mediterranen Anklänge. Wer es etwas frischer und zitruslastiger mag, der kann getrost auf den Gin No. 38 zurückgreifen. Optisch ist der Mucky Pup natürlich auch ein absoluter Hingucker und macht gerade bei Gästen und in der Hausbar viel her. Handwerklich sind die Gins einwandfrei hergestellt. Man spürt die Liebe zum Handwerk im Gespräch mit Michael. Dies spiegelt sich natürlich auch in seinen Destillaten wider.

Kaufen kannst Du den Scriptor Gin übrigens im neuen Online-Shop der Brennerei!

 

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Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Die genannten Sorten des Scriptor Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Scriptor Gin

8.8

Gesamteindruck

8.8/10

Eigenschaften

  • Wacholder
  • Zitrusaromen
  • Kräuternuancen

Alkoholgehalt

  • 42,0% - 43,0%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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