Tanqueray Malacca

Wie ihr wisst, ist der aktuelle Tanqueray Malacca in Deutschland schwer zu bekommen. Es geht nur über Umwege, zum Beispiel den Duty Free in München oder in London Heathrow. Hier gilt mein Dank an einen Kollegen, der ihn für mich aus dem DutyFree Shop mitgebracht hat. Danke Thomas! Warum dieser Gin nicht normal käuflich zu erwerben ist, erschließt sich mir nicht.

Aber auch die Auflage aus dem Jahr 2013 war ja limitiert auf 100.000 Flaschen. Aber kommen wir ganz kurz zur Geschichte vom Malacca. Warum eigentlich der ungewöhnliche Name für einen britischen Gin? Malacca ist eine Stadt an der Westküste Malaysias. Von dieser Stadt aus gab es eine gleichnamige Schifffahrtslinie, die Asien mit Europa verband. Diese Verbindung sollte auch der Malacca Gin herstellen: “Die Gewürze Asiens vereint mit dem Lavendel der Provence”. Erstmalig wurde der Gin 1997 als süßere und fruchtigere Alternative zum London Dry Gin von Tanqueray auf den Markt gebracht, um dann 2001 auch schon wieder zu verschwinden. In 2013 gab es dann, wie oben schon geschrieben, eine limitierte Auflage die schnell vergriffen war. In 2018 war es dann wieder soweit. Malacca für alle… na für fast alle!

Das Originalrezept stammt übrigens von Charles Tanqueray aus dem Jahre 1830. Viel ist über die Zutaten nicht bekannt. Wie es sich für einen klassischen Gin gehört, ist natürlich Wacholder enthalten. Einige Botanicals verrät das Etikett. Es ist von Pfefferkörnern die Rede, Rosenblüten und Nelken. Zudem verströmt der Gin einige Zitrusnuancen, es sticht Zimt, Vanille und Muskatnuss hervor. Die floralen Noten erhält er durch die Zugabe von den besagten Rosenblüten und vermutlich vom Lavendel.

Fazit

Pur ist der Malacca ein absolutes Geschmackserlebnis. Seidenweich, etwas ölig und durch seine 41,3% vol. Alkohol eher weich und nicht zu stark. Als Gin&Tonic habe ich ihn mit einem FeverTree Indian Tonic auf Eis und etwas Limette serviert. Eine runde Sache und sehr erfrischend. Als Fazit: Es ist kein klassischer Gin sondern geht eher in die Richtung Old Tom, aber trotzdem Eigenständig und etwas ganz Besonderes. Mir gefällt er und der Tanqueray Malacca genießt seit letzter Woche einen besonderen Platz in meiner Sammlung.

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Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Tanqueray Malacca

9.5

Gesamteindruck

9.5/10

Eigenschaften

  • Süsslich und florale Noten
  • wenig Wacholder
  • Zimt und Nelken im Geschmack

Alkoholgehalt

  • 41,3 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

Ein Gedanke zu „Tanqueray Malacca“

  1. Ich habe meine erste Flasche Malacca im Sept 2018 unter größtem Transitstreß in Singapur ergattert. Und ich bin wirklich erstaunt, wie gut diese Tanqueray-Variante schmeckt. Einfach unglaublich. Noch viel unglaublicher ist, dass es die 1l-Flasche in D ab und zu schon unter 30 Euro gibt. Mich würde an dieser Stelle wirklich sehr interessieren, ob der Gin sich von der 2013er-Variante und der noch älteren geschmacklich unterscheidet oder ob Tanqeray in allen 3 Varianten dasselbe Rezept nutzte. Dazu finde ich nirgendwo Hinweise, ausser dass es leichte Variationen im Alkoholgehalt gibt…

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