Weisshorn Alpine Glacier Gin

Weisshorn Alpine Glacier Gin im Review auf ginvasion.de

Für mein heutiges Review machen wir einen Ausflug zu unseren Nachbarn in die Schweiz. Genauer gesagt in das kleine 68-Einwohner Dorf Chandoline, Val d’Anniviers (zu deutsch Eifischtal) auf 2.000m Höhe in den Schweizer Bergen. Die Lage bietet außerdem einen atemberaubenden Blick auf das Matterhorn und den Weisshorn Berg. Und genau von dort kommt der gleichnamige Weisshorn Alpine Glacier Gin, den ich dir heute vorstellen darf.

Die einzigartige und unberührte Natur in den Schweizer Alpen inspirierte die Macher des Weisshorn Alpine Glacier Gins für ihren Gin. Man wollte möglichst natürliche und regionale Botanicals, welche in der Gegend wachsen im Destillat verarbeiten und so den Geschmack in einer Flasche einfangen.

Zwischen den Bergen versteckt an einem Hang steht eine alte kleine Almhütte aus dem 19. Jahrhundert. Diese wurde früher besonders in den Sommermonaten von den örtlichen Bauern für die Weidezüge genutzt. Heute wird auf der Almhütte nur noch destilliert. Denn sie beherbergt eine Mikro Destillerie. Genauer gesagt eine Vakuumdestille. Bei der Vakuum-Destillation werden in einem Rotationsverdampfer bei extrem niedrigem Druck die Zutaten bei rund 25 Grad Celsius kalt destilliert. Bei einer herkömmlichen Destillation hingegen beträgt die Temperatur rund 85 Grad Celcius. Der Siedepunkt bei reinem Alkohol liegt im Übrigen bei 78,3 Grad Celsius. Bei einem Wasser-Alkoholgemisch liegt man etwa zwischen 78,3-100 Grad.

Das sei nur mal am Rande erwähnt. Die Vakuum-Destillerie ermöglicht es den Destillateuren also besonders schonend zu destillieren. So werden die Aromen und Öle besonders filigraner und empfindlicher Botanicals unverändert übernommen, welche bei höheren Temperaturen zerfallen würden.

Auch beim Weisshorn Glacier Gin wird auf eine klassische Mazeration gesetzt. Hierbei werden vorher die Botanicals alle einzeln in einem auf Getreide basierenden Alkohol mazeriert und anschließend einzeln unter Vakuum destilliert. Nach der Destillation werden die Destillate vermählt und mit Gletscherwasser auf Trinkstärke herab gesetzt.

Botanicals

Neben den für Gin ohnehin obligatorischen Wacholderbeeren finden noch folgende Ingredienzien ihren Weg in das Destillat. Insgesamt werde 12 sorgfältig ausgewählte Botanicals im Weisshorn Alpine Glacier Gin verarbeitet.

Mehr wird aber leider nicht verraten.

Flaschendesign

Der Weisshorn Alpine Glacier Gin kommt in einer ganz besonderen Flasche daher. Diese ist nämlich einem Flachmann empfunden und liegt entsprechend gut in der Hand. Auf dem unteren in grün gehaltenem Etikett sind alle relevanten Informationen wie die Füllmenge von 500ml und der Alkoholgehalt von 41,7% vol. ausgewiesen.

Der Zusatz Handcrafted sowie 2000m über dem Meeresspiegel lassen auf die Herstellung schließen. Außerdem ist der Markenname des Gins in den Flachmann eingeprägt. Optisch ist die Ginflasche ein absoluter Hingucker und gefällt mir richtig gut. Verschlossen ist die Flasche mit einem silbernen Schraubverschluss. Auf diesem befindet sich ebenfalls ein Kreuz – eine Hommage an die Heimat Schweiz.

In der Nase

Ich öffne den Verschluss und gieße mir einen Schluck in mein Nosing Glas. Wie immer lasse ich dem Destillat etwas Zeit zum atmen, bzw. zur Entfaltung der Aromen. Über dem Glas schwebt der typische herb-harzige Wacholdergeruch. Dieser wird von dezenten Kräuternuancen untermalt.

Auch florale Akzente vom Holunder und vom Edelweiss sind in der Nase präsent. Insgesamt ein sehr vielschichtiges und komplexes Bouquet.

Am Gaumen

Ich nehme einen Schluck aus meinem Tasting Glas. Ölig und ausgesprochen mild verteilt sich das Destillat in meinem Mundraum. Die filigranen Kräuteraromen entfalten sich nach und nach. Sind jedoch nicht allzu aufdringlich im Geschmack. Holunder und Edelweiss bringen eine angenehme fast schon nach Honig schmeckende Süße mit sich und runden mit ihren floralen Anklängen das Geschmacksbild ab.

Der Alpenwermut hinterlässt im Abgang eine dezente Bitternote, welche das Bouquet sehr gut ergänzt. Eine feinwürzige Wacholdernote vervollständigt das Aromenprofil gekonnt.

Der Geschmack erinnert mich tatsächlich etwas an den Geruch von frischem Gras, Kräutern und frisch-blühenden Blumen in den Bergen. Insgesamt ein sehr mildes, aber dennoch komplexes und ausgewogenes Geschmacksbild.

Perfekt serviert

Aufgrund seiner Milde kannst du den Weisshorn Alpine Glacier Gin getrost pur auf Eis oder in einem Martini genießen. Für einen Gin Tonic empfehle ich auf ein eher mildes Tonic Water wie zum Beispiel ein Light Tonic zurückzugreifen. Dieses überlagert die feinen Aromen des Gins nicht.

Ein Dry Tonic lässt dem Gin etwas Raum und passt hier meiner Meinung nach ebenso. Wer den Gin in die etwas herbere Kräuter und Wermut Richtung schieben möchte, der kann auf das Schweizer Gents Tonic zurückgreifen.

Fazit

Mir persönlich gefällt der Weisshorn Alpine Glacier Gin ausgesprochen gut. Aber das ist alles wie immer Geschmacksache, daher probiere am besten selbst. Man spürt und schmeckt die Liebe zum Detail, welche die Hersteller in den Gin stecken. Der Weisshorn Alpine Glacier Gin ist ein eher milder Vertreter seiner Zunft. Dennoch besitzt er ein sehr ausgewogenes und komplexes Aromenprofil.

 

Den Weisshorn Alpine Glacier Gin findest du übrigens im Onlineshop bei unserem Partner Intra Wine and Spirits

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample von Intra Wine and Spirits kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Weisshorn Alpine Glacier Gin

8.7

Gesamteindruck

8.7/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • Holunderblüten
  • Koriander und Alpenwermut

Alkoholgehalt

  • 41,7%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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