Windspiel Premium Dry Gin

Per Anordnung, Rundschreiben und Verordnung im Auftrag Friedrichs II. von Preußen stelle ich dir heute laut Kartoffelbefehl den Windspiel Premium Dry Gin im Review vor.

Der sogenannte Kartoffelbefehl ist tatsächlich die Anordnung von Friedrich II. von Preußen, in dem er seinen Beamten in den Provinzen den Anbau der Kartoffel befahl. Anlass war die Hungersnot in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Kartoffel hat nämlich keine hohen Ansprüche an den Boden und war nahrhaft für Mensch und Tier.

Nach der Legende, haben die Bauern allerdings mangels Unterweisung anstatt der Knollen aus dem Boden, die Samen oder die Pflanzen selbst gekocht und sich daraufhin geweigert diese anzubauen. Mit einer List konnte Friedrich der II. die Bauern allerdings doch noch zum Anbau der Kartoffelknollen überzeugen. Für die königliche Tafel ließ er auf seinen Gütern die Kartoffeln anbauen und von Soldaten bewachen. Die Neugier der Bauern siegte schließlich und die Wachsoldaten übersahen auftragsgemäß den Diebstahl der Kartoffeln. Alsbald wurden diese von den Bauern angebaut und sorgten für die Ernährung der Bevölkerung.

Noch heute legen übrigens Besucher auf dem Grab von Friedrich dem Großen im Schlosspark in Sanssouci in Potsdam zur Erinnerung an den Kartoffelbefehl besagte Erdäpfel nieder.

Warum ich soweit in der Geschichte aushole, verrate ich dir gleich. Vorher stelle ich an dieser Stelle aber kurz die drei Macher vom Windspiel Premium Dry Gin vor.

Die Macher

Hinter diesem stecken Sandra Wimmeler, Denis Lönnendonker und Tobias Schwoll. Im Jahre 2008 führte die drei die Vision von einem selbstbestimmten Leben und eine gewisse Unabhängigkeit auf den Weilerhof in Berlingen in der Vulkaneifel. Ihr Ziel waren ehrliche Produkte und ein naturnahes Leben.

Denis ist der Gentleman im Windspiel-Team. Er ist leidenschaftlicher Antiquitätensammler und liebt den anspruchsvollen Lebensstil. Er liebt den Premium Dry Gin mit dem perfekt abgestimmten Tonic Water. Am liebsten auf Eis.

Sandra liebt das Kochen. Sie ist Feinschmeckerin und Weinkennerin und bei ihr steh Genuss konsequent im Mittelpunkt, egal in welcher Lebenslage. Dazu gehört für sie der Premium Dry Gin, gern auch pur on the rocks.

Tobias ist Landwirt aus Leidenschaft. Er setzt auf traditionelle Arbeitsweise und gibt dem Begriff Handarbeit erst durch sein Tun und Handeln die rechte Bedeutung. Nach einem langen Arbeitstag genießt er gern seinen eigenen Premium Dry Gin.

Wie oft im Leben entstehen Schnapsideen beim Konsum genau dieser alkoholischen Getränke. Nämlich eines Abends bei einem Glas Gin und einem Eifeler Kartoffelgericht erzählte Tobias von seinem Traum Kartoffelbauer zu werden. Gesagt, getan und schon kurze Zeit Später bereitete Tobias die seinigen Eifeläcker die den Anbau seiner Kartoffeln vor. Die selbstgeernteten Kartoffeln brachten ihn auf die Idee, einen eigenen Gin aus den edlen Erdäpfeln zu destillieren.

Was für ein verrückter Gedanke dachten die beiden anderen Mitstreiter. Dennoch begannen sie zu experimentieren und fanden mit Holger Borchers einen erfahrenen Destillateurmeister. Mit seiner Erfahrung aus seiner Kartoffelbrennerei ins Selsingen war er der perfekte Partner für das Projekt „Kartoffel-Gin“. Er kennt die geschmacklichen Vorzüge der Rohware „Kartoffel“ und die wertvollen Eigenschaften des Kartoffelschnapses.

Vom Kartoffelgin zum Windspiel

Eines Abends auf dem Weilerhof bei einem der zahlreichen Gin- und Kartoffelabenden hatten die drei Macher einen Besuch einer Frau aus dem Nachbarort. Sie erzählte ihnen viel von der Umgebung, dem altern Herrn Weiler, dem der Hof ursprünglich gehörte. Je später der Abend wurde, desto tiefer ging es in die deutsche Geschichte zurück. Sie berichtete sogar von einem Treffen zwischen dem Preußenkönig Friedrich dem Großen und Leopold Joseph Graf von Daun und deren Gespräche über die Eifeler Tartoffel. Ob die zwei auch über die Destillation der Kartoffel sprachen, ist nicht überliefert.

Diese Geschichte inspirierte Denis, Sandra und Tobias dermaßen, dass sie sämtliche Informationen über Friedrich den Großen recherchierten. Unteranderem lasen sie über die Leidenschaft vom Preußenkönig für Windspiel-Hunde. Schnell kombinierten sie die Leidenschaft von Hund und Kartoffel und nannten ihren edlen Tropfen Windspiel. Windspiel Premium Dry Gin, gewidmet Friedrich dem Großen, dem Entdecker der Kartoffel in Deutschland und seiner zweiten großen Leidenschaft, den Windspiel-Hunden. Man sagt übrigens sogar, er sie mit seinen Hunden begraben worden.

Botanicals

Als Rohalkohol kommt für den Windspiel-Gin selbst hergestellter Kartoffelalkohol aus Kartoffeln vom Weilerhof zum Einsatz. In der Brennerei von Holger Borchers werden die Kartoffeln gründlich gereinigt und anschließen auf 2mm gemahlen. Mit Trinkwasser und einer speziell gezüchteten Hefe wird die Maische im Gärtank angesetzt. Die Stärke der Kartoffeln verwandelt sich beim Gären in Zucker, aus dem wiederum durch Hilfe der Hefe Kartoffelalkohol entsteht. Anschließend wird die Maische gebrannt und in der ersten Destillation entsteht der Rohalkohol. Dieser wird anschließend noch zweimal destilliert und erhält somit seine feine und milde aber dennoch leicht charakteristische Kartoffelnote.

In diesem Feinbrand werden die Zutaten bis zu mehreren Wochen mazeriert.

Es kommen übrigens Botanicals aus Nah und Fern zum Einsatz. Neben dem obligatorischen Wacholder finde ich auf der Zutatenliste noch

Das Besondere am Windspiel Gin ist die einzelne Destillation der Wacholderbeeren und das anschließende Destillieren der Botanicals. Alles wird einzeln für mehrere Wochen gelagert und erst am Schluss mit dem Kartoffelalkohol vermählt und auf Trinkstärke gebracht.

Flaschendesign

Die elegante und zugleich schlichte braune Flasche ist mit einem geprägten Wappen versehen. Das cremefarbene bildet die Grundlage des Etiketts. Es wird von ihrem Markenzeichen, dem Windspiel-Hund geziert. Darunter steht in schwarzen Großbuchstaben der Name des Destillats. Neben dem Alkoholgehalt von 47% vol. und der Inhaltsangabe von 0,5l trägt es zusätzlich noch den Beisatz: Destilliert aus in Vulkanerde gereiften Kartoffeln.

Das rückseitige Etikett trägt neben Batchnummer und Jahrgang noch in Kurzform die Geschichte von Friedrich dem Großen und seinen beiden Leidenschaften.

Verschlossen ist die Flasche mit einem schwarzen Echtholzkorken mit Naturkorkeinsatz. Der Korken trägt eine goldene Krone zur Verzierung.

Verziert ist die Flasche mit einem goldenen Ring und einer blauen Kordel, die am Korken befestigt ist. Am Ring sind zusätzlich noch zwei Papierstreifen mit der Aufschrift „Getreu dem Kartoffelbefehl, Fridericus Rex“ befestigt. Das Arrangement aus Korken, Ring und Kordel kann übrigens als edler Schlüsselanhänger verwendet werden.

In der Nase

Den edlen Korken öffne ich mit dem gewohnten „plopp“ und dem metallischen Klang des Windspiel-Ringes und gieße mir einen Schluck ein.

Aus meinem Degustationsglas verströmt eine feine Wacholdernote. Ebenso steigt ein dezentes und leicht süßliches Bouquet von Lavendel, gefolgt von Zitrusaromen aus dem Glas. Ein Hauch von Zimt, gepaart mit den würzigen Noten des Korianders kann ich ebenfalls wahrnehmen. Rieche ich hier zusätzlich wirklich Kartoffeln aus der Vulkaneifel? Oder ist es Einbildung?

Zudem habe ich eine leichte Schärfe vom Ingwer in der Nase.

Beim Schwenken des Destillats bemerke ich leichte Schlieren am Glasrand und die Tropfen laufen zäh zurück an den Boden. Ich liebe diese ölige Konsistenz.

Am Gaumen

Ölig und leicht wie ein Windspiel verteilt sich der Gin über der Zunge. Neben einer leichten Schärfe schmecke ich dezente Wacholderaromen. Die süßlich floralen Nuancen des Lavendels gepaart mit einem Hauch Zimt und den würzigen Noten des Korianders sind ausgewogen und harmonieren. Im Abgang stehen die Zitrusaromen im Vordergrund. Der Nachhall ist langanhaltend frisch und würzig mit einer leichten pfeffrigen Schärfe. Zurück bleibt eine interessante holzige und trockene Note.

Perfekt serviert

Der Windspiel Premium Dry Gin ist durch den sehr milden Alkohol aus der Kartoffelknolle und den ausgewogenen Aromen durchaus pur zu genießen. Das Genusspaket vom Windspiel Gin beinhaltet zusätzlich noch sechs Dosen Tonic-Water. Und das schaue ich mir doch direkt mal näher an.

Das Windspiel Tonic ist einem klassischen Indian Tonic zuzuordnen. Es überzeugt durch seine Trockenheit und seine Bitternoten, hervorgerufen durch das Chinin. Die Zitrusaromen sind ausgewogen. Mit 9g Zucker auf 100ml ist es durchschnittlich gesüßt. Die Perlage würde ich als feinperlig bezeichnen.

Das Zusammenspiel aus Gin und Tonic ist ausgewogen und mit 5cl Gin und 150ml Tonic hast du ein perfektes Mischungsverhältnis. Garniert habe ich den Longdrink mit getrockneten Zitronenscheiben, frischen Heidelbeeren und etwas Lavendel.

Fazit

Der Windspiel Premium Dry Gin überzeugt mit seinen milden und ausgewogenen Aromen. Die Rezeptur harmoniert und entspricht den Richtlinien eines London Dry Gins. Im Vordergrund steht hier aber ganz klar der dreifach destillierte und sehr hochwertige Alkohol aus der Kartoffelknolle.

Sowohl pur, als auch im Gin&Tonic absolut überzeugend und meine klare Empfehlung. Unbedingt ausprobieren!

 

Den Windspiel Gin findest du übrigens hier bei unserem Partner Wacholderexpress.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Windspiel Premium Dry Gin

9.3

Gesamteindruck

9.3/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • klassische Zitrusaromen
  • Lavendel
  • Kartoffelalkohol

Alkoholgehalt

  • 47,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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