Abtshof Buffalo Grass Gin 66

In den letzten Tagen erreichte mich aus meiner Studentenstadt Magdeburg der Abtshof Buffalo Grass Gin 66. Mit großer Vorfreude habe ich das Paket ausgepackt. Es war liebevoll verpackt und zum Vorschein kam als Erstes natürlich die Flasche Gin.

Das Flaschendesign kannte ich schon von Abtshof und den unzähligen Absinth-Abenden aus der Studentenzeit. Ich glaube über den Absinth muss ich mal einen „Fremdbeitrag“ hier posten! Ich glaube im Keller steht noch eine Flasche!

Neben dem Gin waren noch zwei Abtshof Copa Gläser und eine Flasche „Justav“ Gurken-Limetten Brause aus der Brauserei in Gommern im Paket. Mir war übrigens beim Auspacken aufgefallen, dass das Paket sehr angenehm und frisch roch. Die Ursache war schnell gefunden. Nein es war nichts kaputt gegangen oder ausgelaufen. Helmut vom Abtshof hatte in einen Papierumschlag noch etwas getrocknetes Buffalo Gras, ein wichtiges Botanical des Gins, beigelegt. Ein sehr interessanter und angenehmer Duft, der an eine frisch gemähte Wiese erinnert. Sehr coole Idee.

Bevor wir aber zum London Dry Gin mit der feinen Büffelgras-Note kommen, möchte ich euch kurz etwas zur Geschichte des traditionsreichen Abtshofs in Magdeburg berichten.

Er wurde 1924 in Magdeburg Buckau gegründet und ab 1928 begann dort die Produktion von Likören und Bränden. Nach dem zweiten Weltkrieg ging der Abtshof 1951 in das Volkseigentum der DDR über und produzierte weiterhin Weine und Spirituosen. Nach der Wiedervereinigung wurde das Unternehmen 1992 privatisiert und wurde vornehmlich durch den Absinth 66 überregional bekannt. Der Abtshof Gin 66 reiht sich nun in die Erfolgsgeschichte der Marke 66 ein.

Botanicals

Wie in der Einleitung schon erwähnt, ist Buffalo Gras einer der Hauptzutaten des Gins. Es wächst übrigens in der Wildnis des Bialowieza-Nationalparks in Polen. Des Weiteren finden wir auf der Zutatenliste

  • Wacholder
  • Koriander
  • Wermutkraut
  • Zitronenschalen
  • und Orangenschalen.

Die Botanicals werden in einem geheimen und sehr aufwändigen Stufen-Mazerationsverfahren vermählt. Anschließend wird traditionell in der Kupferdestille im Small Batch Verfahren gebrannt. Das Ergebnis ist ein echter London Dry Gin.

Flaschendesign

Die Flasche ist bereits vom Abtshof Absinth bekannt. In ihrer Aufmachung kommt sie einer alten Apothekerflasche sehr nahe. Sie ist durchsichtig und mit einem edlen Etikett in Metalloptik in Form eines Büffels versehen. Sie fasst 500ml und ist mit einem sehr edlen Glaskorken versehen. Um den Korken ist ein dünnes Lederband geknotet. In der Flasche befindet sich eine Rispe vom Büffelgras.

In der Nase

Als ich den Korken der Flasche entferne und den ersten Atemzug direkt aus der Flasche nehme, verströmt sofort ein für mich bekannter Duft aus der Flasche. Den leichten Medizingeruch des Wermuts habe ich noch vom Absinth genau in der Nase.

Gepaart mit Wacholder für mich allerdings ein neues Erlebnis. Auch die Büffelgrasnote ist stark wahrzunehmen. Leichte Zitrusnuancen sind ebenfalls zu erkennen.

Am Gaumen

Im Mund verströmt ein frisches Gefühl vom Wermut kombiniert mit dem Wacholder. Beides ist sehr dominant und stellt die Büffelgras-Note etwas in den Hintergrund. Auch nehme ich Zitronen und Orangenaromen am Gaumen wahr. Auf der Zunge verbreitet sich ein leichtes Kribbeln.

Im Abgang wirkt der Gin sehr mild und der Alkohol brennt kaum. Es bleibt ein frischer Wermutgeschmack und auch die Büffelgras-Note bleibt noch lange angenehm im Mund erhalten.

Perfekt serviert

Pur und ohne Eis ist der Gin sehr interessant und verbreitet ein angenehmes Aroma. Auf Eis verstärkt sich die Büffelgras-Note und auch der Wermut. Nicht unangenehm!

Mit der Gurken-Limettenbrause dominiert allerdings der starke Gurkengeschmack und stellt die aufregenden Noten des Gins in den Hintergrund. Für mich harmoniert hier ein Indian Tonic deutlich besser. Allerdings muss ich dazusagen, dass Gurke noch nie mein Favorit im Gin war.

Fazit

Der Buffalo Gras Gin 66 vom Abtshof vereint die bekannten Botanicals Wermut aus dem Absinth und Büffelgras aus dem Vodka jetzt mit Wacholder. Mehr als gelungen und sehr exotisch wie ich finde. Pur schmeckt er sehr interessant, nicht zu komplex aber dafür fruchtig frisch. Eine absolute Innovation auf dem Gin-Markt und ein echter Genuss für Liebhaber.

 

 

Hinweis:

Ich bin verpflichtet diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen (Telemediengesetz §6). Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich für diesen Blog und ermöglichen mir die Testberichte und Fotos!

Abtshof Buffalo Grass Gin 66

8.5

Gesamteindruck

8.5/10

Eigenschaften

  • Wermut
  • Wacholder
  • Nuancen von Orange und Zitrone

Alkoholgehalt

  • 47,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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