Anton Rottal Dry Gin

Anton Rottal Dry Gin im Review auf ginvasion.de

Für das heutige Review unternehmen wir einen Ausflug zu meiner lieben Freundin Patricia in die bayrische Toskana. Genauer gesagt ins Rottal nach Ruhstorf an der Rott im schönen Niederbayern. Von dort kommt nämlich nicht nur Patricia sondern auch ihr Anton Rottal Dry Gin. Und genau diesen habe ich heute mal genauer unter die Lupe genommen.

Ich hole mal etwas weiter aus, aber nicht zu weit, sonst finde ich wieder kein Ende. So wie Patricia und ich in unseren endlos Telefonaten. Es geht ja hier schließlich auch um den Gin.

Also wie kam es denn jetzt zum Anton Gin?

Zufällig bin ich beim Stöbern im Internet über den Anton Gin gestoßen und habe eine Mail an Patricia geschrieben. Bis dato kannten wir uns allerdings noch nicht. Tja und dann, dann war’s Liebe auf das erste Telefonat. Per Mail verabredeten wir uns schlussendlich zum Telefonieren, diese hin und her Schreiberei ist ja auch immer etwas aufwendig und vor allem unpersönlich. Wir erzählten und erzählten und erzählten… und der Funke sprang sofort über. Die Chemie hat einfach gestimmt und so philosophierten wir fast drei Stunden über Gott und die Welt und natürlich auch über unseren geliebten Wacholderschnaps. Natürlich blieb es nicht bei diesem einen Telefonat. Und so entstand diese wunderbare Freundschaft zwischen Patricia und mir.

Patricia führt übrigens mit ihrer Schwester und ihrer Mutter das Hotel Antoniushof in Ruhstorf an der Rott im Rottal (nähe Passau). Drei Powerfrauen an der Front – das ist ganz nach meinem Geschmack. Nebenbei ist Patricia wie oben schon erwähnt Ginliebhaberin und seit 2019 auch noch Ginmacherin. Ich habe wirklich selten jemanden erlebt, der so für dass, was er tut, derart brennt. Im wahrsten Sinne des Wortes versteht sich. Man spürt das Herzblut und die Liebe zum noch so kleinsten Detail, die Patricia in den Anton Gin und dessen Entwicklung steckt. Leidenschaft pur! Es ist wirklich faszinierend ihr zuzuhören und die Geschichte und Entwicklung des Anton Gins mitzuerleben. Aber wie kam es eigentlich dazu?

Wie es oftmals eben so ist, war auch der Anton Gin eine Schnapsidee. So wurde ganz viel Herzblut, Leidenschaft, Engagement, Kreativität und fachliches Knowhow von einem Brenner in die Idee vom eigenen Gin gepackt. Am 16. August 2019 war es dann soweit und der Anton Gin wurde aus der Taufe gehoben. Besser gesagt er floss nach unzähligen Probedestillaten endlich aus dem Kupferbrennkessel.

“Gmacht mit fui Liebe, Herz und Gfui”- das steht nicht nur auf dem Gin – das verkörpert der Gin und eben auch Patricia wie niemand anderes und das sage ich wirklich nicht nur so. Patricia ist wirklich ein bayrisches Original.

Du fragst dich jetzt sicher wieso der Gin Anton heißt? Oder nach wem er benannt sein könnte.

Opa Anton

Der Gin ist eine Hommage an Patricias Großvater Anton. Ebenfalls ein bayerisches Original. Männlich, markant, muskulös und tiefgründig. Mit Ecken und Kanten. Aber auch sehr warmherzig und weich im Kern. Einfach vielschichtig auf eine außergewöhnliche Art und Weise. So wie man sich eben einen typischen bayrischen Großvater vorstellt.

Zurück zum Gin. Jede einzelne Flasche Anton Gin wird übrigens von Hand befüllt, verkorkt, etikettiert und nummeriert. Da steckt wirklich noch jede Menge Handarbeit drin! Pro Batch gibt es nur zirka 200 Flaschen. So wird eine gleichbleibend hohe Qualität garantiert, denn der Anton Gin ist alles, aber kein Massenprodukt.

Gebrannt wird in einer modernen Kupfer-Destille. Wie üblich wird hier auch auf die klassische Mazeration gesetzt. Hierbei werden die Botanicals mehrere Tage in feinstem mehrfach destilliertem Neutralalkohol mazeriert und anschließend gebrannt. Nach dem Brennvorgang wird das Destillat mit reinem bayerischem Quellwasser dann auf 42% Vol. Trinkstärke herabgesetzt.

Botanicals

Neben dem für Gin ohnehin obligatorischen Wacholder finden noch folgende Ingredienzien ihren Weg in die markante Flasche

Insgesamt werden 12 verschiedene und hochwertige Botanicals verarbeitet. Mehr wird aber nicht verraten.

Flaschendesign

Passend zu Opa Anton kommt auch der Anton Gin in einer wirklich markanten Flasche daher. Die eckige Flasche wiegt übrigens sage und schreibe 1,6 kg!! Das sechseckige Etikett ziert einen typisch bayerischen Trachtenhut. Darunter steht in großen Lettern “Anton Rottal Dry Gin Est. 2019”. Verschlossen ist der Anton Gin mit einem Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. Auf dem Holzkorken ist nochmals das Logo des Gins eingebrannt.

Eine schwarze Schrumpfkapsel versiegelt den Korken. Außerdem ist noch ein schlichtes Garn um den Flaschenhals geknotet und rundet den optischen Eindruck so gekonnt ab. Alles in allem gefällt mir das Design wie auch die Flasche ausgesprochen gut. Da passt einfach alles zusammen!

Aber genug mit der Geschichte, kommen wir zu den inneren Werten des Anton Gins.

In der Nase

Ich öffne den Korken und gieße mir einen Schluck in mein Nosing Glas. Wie immer lasse ich dem Destillat etwas Zeit zum Entfalten der Aromen. Ich schwenke das Glas und ölige Schlieren fließen zum Glasboden zurück. Herrlich, ich liebe diese Viskosität. Beim ersten riechen strömt einem sofort ein markanter, maskuliner und dennoch bekannter Duft von Wacholder und Kardamom in die Nase.

Dieser wird von feinen Zitrusnoten der Pink Grapefruit ergänzt. Auch feine Anklänge von Zimt sowie etwas Süßholz sind hinten raus wahrzunehmen. Ebenso gesellen sich etwas florale und kräuterige Aromen hinzu und runden die maskuline und kräftige Komposition gekonnt ab.

Am Gaumen

Ich nehme einen Schluck aus meinem Tasting Glas. Ölig mild, aber dennoch kräftig verteilt sich der Anton Gin in meinem Mundraum. Die Geschmacksknospen werden ordentlich gekitzelt. Kräftige Noten von Wacholder und Kardamom machen sich im Mundraum breit. Diese werden von frischen Zitrustönen untermalt und treten so wieder etwas in den Hintergrund.

Kräutrige Noten machen sich ebenfalls bemerkbar und werden von floralen Noten getragen, die dem Ganzen etwas Leichtigkeit verleihen. Süßliche Noten von Süßholz und Zimt bleiben am Gaumen haften und bilden einen Kontrast zum kräftigen Wacholder und Kardamom.

Der Abgang ist lang und kräftig. Alles in allem ein maskuliner aber dennoch unheimlich milder und ausgewogener Gin. Es ist keine unangenehme Alkoholische Schärfe wahrzunehmen. Die Geschmacksknospen werden nach und nach von unterschiedlichen Aromen angesprochen, welche sich nach und nach im Mundraum entfalten.

Perfekt serviert

Den Anton Gin kannst du durchaus pur auf Eis genießen. Für einen Gin Tonic empfehle ich dir ein großes Copa-Glas, gefüllt mit viel Eis, 5cl Anton Gin und 200ml FeverTree Mediterranean. Garniert wird das Ganze mit einer frischen Scheibe Pink Grapefruit und einem Zweig Rosmarin.

Wer mal etwas anderes als Gin Tonic probieren möchte, dem empfehle ich:

  • 5cl Anton Gin
  • 200ml Almdudler
  • Spritzer frischen Limettensaft

Alles in ein mit Eis gefühltes Longdrinkglas geben und mit frischer Limette und einem Zweig Rosmarin garnieren. Fertig ist ein erfrischender Drink!

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen einen weiteren Sommerdrink zu kreieren. Hierfür benötigst du:

  • 5cl Anton Gin
  • 4cl Rhabarbersirup (selbstgemacht)
  • 3cl Grapefruitsaft
  • 3cl Lillet rosé
  • 2cl Zitronensaft

Alles kräftig auf Eis shaken und in ein Copaglas auf viel Eis abseihen.

Anton Rottal Dry Gin Drink im Review auf ginvasion.de

Mit Soda aufgießen und mit Grapefruit und Rosmarin garnieren. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Fazit

Mir persönlich gefällt der Anton Gin wirklich gut. Ein Gin, der sich in der Masse definitiv abhebt und nicht untergeht. Maskulin, kernig, kräftig aber zugleich auch mild und äußerst stimmig. Sicher ist der kräftige Geschmack nicht jedermanns Sache.

Wer mal den etwas anderen Gin probieren möchte, der sollte diesen hier unbedingt probieren.

Meine Freundschaft zu Patricia hat die Bewertung im Übrigen nicht beeinflusst. Jedes Review ist Objektiv und spiegelt meine persönliche Meinung und meinen Geschmack wider. Ich wollte das nur nochmal klarstellen. So und jetzt viel Spaß beim Probieren.

 

 

Mediterranean Tonic Water von FeverTree findest du übrigens hier bei Wacholderexpress.de

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Anton Rottal Dry Gin

9

Gesamteindruck

9.0/10

Eigenschaften

  • klassische Wachlderaromen
  • würziger Koriander und Kardamom
  • Süßholz und Zimt

Alkoholgehalt

  • 42,0%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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