Gebeizter Lachs mit Needle Gin

Die Tage kam ich auf die Idee Lachs mal selbst zu beizen und was liegt da besonders Nahe, wenn man einen Ginblog betreibt? Richtig, man beizt den Lachs also nicht nur mit Salz, Zucker und diversen anderen Gewürzen, sondern natürlich auch mit Gin. Im heutigen Blogbeitrag stelle ich dir also mein Rezept für gebeizten Lachs mit Needle Gin vor.

Was ist beizen überhaupt?

Im Nachfolgenden erläutere ich dir noch kurz und knackig was eine Beize überhaupt ist. Das Verfahren des Beizens kommt aus Skandinavien – dort hat man das beizen schon vor Jahrhunderten entwickelt. So entstand übrigens auch der Graved Lachs, den es überall zu kaufen gibt. Es ist im Grunde nämlich nichts anderes.

Unter Beizen versteht man das Einlegen/Einreiben von einem Lebensmittel. Zum einen, um es haltbarer zu machen und zum anderen, um dem Produkt einen besonderen Geschmack zu verleihen. Außerdem bekommt der Lachs so eine buttrig weiche Konsistenz.

Es gibt diverse Varianten einer Beize. Grundsätzlich besteht diese immer aus Salz und ggf. etwas Zucker. Das Salz entzieht dem Lachs das Wasser und macht ihn somit haltbar. Eine Faustregel besagt, dass man drei Teile Salz zu einem Teil Zucker im Verhältnis mischt.

Die Gewürze verleihen dem Lachs zusätzlich ein besonderes Aroma. Der Fisch sollte mindestens für 24h, besser jedoch 48h gebeizt werden. Anschließend ist er für einige Tage im Kühlschrank haltbar. Sofern er vorher nicht aufgegessen wird, weil er so lecker ist. 

Zutaten

Für die Beize benötigst du:

  • 5 EL grobes Salz
  • 1,5 EL Rohrzucker
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 TL Fenchelsamen
  • Bund Dill
  • Zitronenabrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 3-5cl Gin (je nach Größe des Stücks)
  • 500-800gr. frischen Lachs, am besten in Sashimi-Qualität (Sushi-Qualität)

Wichtig ist, dass der Lachs keine Gräten mehr besitzt. Falls du welche entdeckst, sollten diese vorher rausgezupft werden. Zuerst werden die Gewürze im Mörser bis zur gewünschten Konsistenz gemörsert.

Danach wird der Dill gehackt und die Schale der Zitrone abgerieben. Vorsicht, nicht das weisse der Zitrone verwenden, sonst wird es bitter.

Als erstes beträufelst du den Lachs mit dem Gin und massierst ihn gleichmäßig ein. Anschließend verteilst du die Gewürze auf dem Lachs. Erst danach den Dill und den Zitronenabrieb. Ich habe alles in einen Vakuumbeutel getan und anschließend einvakuumiert. In meinem Fall habe ich den Needle Gin verwendet. 

Wer keinen Vakuumierer hat, der kann den Lachs auch in einen Zip-Beutel oder Gefrierbeutel geben oder eben mit Frischhaltefolie umwickeln und etwas beschweren. Bei Frischhaltefolie empfehle ich allerdings den Lachs dann in eine Schale zu legen, damit der Saft nicht im Kühlschrank verläuft. 

Der gebeizte Lachs wandert nun also für 1-2 Tage in den Kühlschrank. Meiner Meinung nach passt der needle Gin mit seinem Aroma hervorragend zum Lachs und verleiht diesem so eine ganz spezielle Note. Natürlich kannst du auch den Butchers Gin, den Roku Gin, Opihr Gin oder sonstige Ginsorten verwenden. Das bleibt dir überlassen und ist wie immer Geschmacksache. Ich variiere auch immer mal wieder. 

Nach 1-2 Tagen wird der Lachs dann von der Beize befreit und ggf. abgewaschen. Anschließend den Lachs in dünne Scheiben schneiden und genießen.

Honig-Dill-Sauce

Hier noch ein Quickie-Rezept für eine leckere Honig-Dill-Sauce.

Folgende Zutaten benötigst du:

  • 2 EL Dijonsenf
  • 2 EL mittelscharfen Senf
  • 4 EL flüssigen Honig
  • 2 EL Crème Fraîche
  • 1-2 EL frisch gepressten Zitronensaft
  • 2 EL frisch gehackter Dill

Alle Zutaten miteinander verrühren und mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Belieben abschmecken. Fertig ist die Quickie Honig-Dill-Sauce. Jetzt wünsche ich dir noch viel Spaß beim ausprobieren. Lass es dir schmecken. Du wirst sehen – es lohnt sich Lachs mal selbst zu beizen. 

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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