Kiesel-Gin

Kennst du das? Du siehst eine Ginflasche und hast dich sofort verguckt? Und du denkst dir: den muss ich probieren? So erging es mir mit der Flasche des Kiesel Gin. Und ob die Flasche auch mehr kann, als nur gut auszusehen, verrate ich dir heute in meinem Review.

Auf den Kiesel Gin bin ich über Instagram aufmerksam geworden. Mir fiel direkt das ungewöhnliche Logo auf und ich dachte mir: der passt hervorragend in meine Sammlung.

Hergestellt wird der Gin von Cornel Kiesel. Bereits in seinen jungen Jahren entdeckte Cornel auf seinen Reisen nach Spanien seine Faszination für den Gin, noch bevor der große Hype um Gin überhaupt ausgebrochen war. Die Spanier wussten damals schon, wie man einen guten Longdrink mit Gin zubereitet und wie man ein echtes Geschmackserlebnis kreiert. Die Liebe zum Gin ist ihm, wie die spanische Art zu leben, bis heute geblieben.

Das Rezept für den Kiesel Dry Gin hat Cornel nach jahrelanger Konzeption selbst zusammengestellt. Inspiration suchte er sich vor allem durch die Erinnerungen an gute alte Zeiten auf der sonnenverwöhnten iberischen Halbinsel. Aus der Idee wurde ein Konzept: Mediterran sollte der Gin sein und den Geschmack von Südfrüchten und sonnengereiften Kräutern tragen.

Gebrannt wird der Kiesel Gin in einer Müller Brennereianlage, die mit Buchenholz betrieben wird. Die 23 handverlesenen Botanicals werden 48 Stunden lang mazeriert, bevor der Kiesel Dry Gin langsam und aromaschonend destilliert wird. Um ihn auf seine 43% Trinkstärke zu bringen, wird er mit frischem Quellwasser aus einer Privatquelle aus dem Schwarzwald reduziert. Danach lagert er, bis er anschließend von Hand abgefüllt und beschriftet wird.

Botanicals

Für den Kiesel Gin werden insgesamt 23 Botanicals verwendet, die dem Gin einen mediterranen Geschmack verleihen sollen:

und weitere Botanicals, die aber das Geheimnis des Machers bleiben.

Flaschendesign

Dass die Flasche optisch heraussticht, habe ich ja bereits erwähnt. Das Logo mit dem künstlerisch gestalteten Gecko fällt definitiv auf und sticht ins Auge. Wer sich mal anschauen möchte, wie das Logo entstanden ist, kann das hier tun:

Youtube Video - Wie das Logo vom Kiesel Gin entstand - Gecko

Der Gin wird in einer durchsichtigen und bauchigen Flasche mit 500 ml Inhalt geliefert. Unter dem Logo mit dem Gecko ist auf dem Etikett der Name Kiesel in einer geschwungenen Fahne abgebildet.

Auf der Rückseite verrät ein kleines Etikett die Batch Nummer und das Abfülldatum. Verschlossen ist der Gin mit einem silberfarbenen Drehverschluss.

In der Nase

Nach dem Öffnen versuche ich, die versprochenen mediterranen Aromen zu erhaschen. Zunächst riecht man aber vordergründig Zitrusaromen und eine leichte Schärfe des Alkohols, oder des Ingwers. Ein zweiter tiefer Atemzug lässt dann in leichte Nuancen Orange und Wacholder erkennbar werden.

Auf Eis entfaltet der Gin dann zunächst ein sehr zitruslastiges Aroma, gefolgt von einem klaren Anisgeruch. Mit Tonic aufgefüllt verschwindet der dominante Zitrusgeruch fast völlig und der Gin lässt jetzt durchaus Platz für ein leichtes Orangenaroma und einen kleinen Hauch Wacholder. Von den Oliven, dem Rosmarin und Basilikum ist leider nichts zu vernehmen.

Am Gaumen

Im Geschmack ist dann doch der Wacholder auszumachen. Im Nachgang kommt der leichte Orangengeschmack zur Geltung. Zitrone schmeckt man jetzt merkwürdigerweise fast gar nicht mehr. Auch hier schwingt ein leichter Anisgeschmack in Abgang mit. Aber von den Oliven oder den Holunderblüten ist auch im Geschmack leider nicht viel auszumachen.

Perfekt serviert

Als Gin Tonic mit einem Thomas Henry Tonic Water funktioniert der Kiesel Gin ganz gut. Ein Hauch von Orange flirtet mit dem leichten Wacholdergeschmack, begleitet von einem zarten Anisabgang. Als Garnitur empfiehlt sich eine Orangenzeste oder ein Zweig Rosmarin. Eine Zitrone überlagert geruchsmäßig den Gin fast komplett und ist daher nicht zu empfehlen. Der Hersteller empfiehlt neben dem Thomas Henry auch das Schweppes Premium Mixer Pink Pepper.

Fazit

Das Freiburger Original ist ein solider Dry Gin. Ein Hauch Orange, unaufdringlicher Wacholdergeschmack und eine leichte Note nach Sternanis ergeben einen Gin, der sehr gut für einen frischen Gin&Tonic geeignet ist. Auch wenn sich der Gin leicht ölig am Gaumen anfühlt, stellt sich das große mediterrane Flair, das durch die Botanicals durchaus zu erwarten wäre, nicht ein. Wenn man hierüber hinwegsieht, dann bleibt es ein solider und auf jeden Fall erfrischender Gin.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir somit die Testberichte und Fotos!

Kiesel Gin

8

Gesamteindruck

8.0/10

Eigenschaften

  • Zitrone
  • Nuancen von Orange
  • dezenter Wacholder

Alkoholgehalt

  • 43,0 %

Veröffentlicht von Bernd

Bernd Huntemann, geboren 1974 in Bremen, verheiratet, zwei Kinder, Wohnhaft in Hermannsburg, mitten in der Lüneburger Heide und durch Zufall über einen Freund zum Gin gekommen. Mit dem ersten Gin-Coktail (Gin Basil Smash) nach dem Grillen mit dem Gin-Fieber infiziert. Nach dem ersten eigenen Gin (Mombasa Club Gin) vollständig dem leckersten aller Destillate verfallen und danach weitere Freunde für Gin begeistert.

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