NORGIN

Für das heutige Review machen wir einen Ausflug in den schönen Norden, genauer gesagt an die Nordsee nach Nordenham. Denn von dort kommt der NORGIN und genau diesen stelle ich dir jetzt vor.

Zuerst erzähle ich dir noch etwas über die Geschichte, sowie die besondere Zutat des Gins. Nämlich den Queller.

Die Geschichte

Jetzt fragst du dich sicher, wie man auf die Idee kommt einen Gin zu kreieren, dessen Besonderheit in einer ganz speziellen und vor allem sehr ungewöhnliche Zutat, dem Queller liegt. Ich verrate es dir, dazu musst du nur weiterlesen..

Birthe und Dirk Vowinkel sind die Köpfe hinter dem NORGIN. Beide sind absolute Liebhaber des Wacholderdestillats. Bei einem ausgiebigen Strandspaziergang mit dem Hund, kam dann plötzlich die Idee. Wie wäre es wohl, wenn man Queller mit Gin kombiniert? Manchmal geht das dann mit den Ideen und der Umsetzung schneller als man denkt und so fanden sich die Beiden vor einer kleinen Brennanlage wieder. Fortan wurde destilliert und an der besonderen und außergewöhnlichen Rezeptur gefeilt. Man wollte den Charme der Nordsee einfangen und ihre Gegensätze widerspiegeln.

Jetzt aber noch kurz etwas zum Queller:

Der Queller, oder auch Meeresspargel und im Fachjargon Salicornes genannt ist eine kleine robuste Pflanze, die hauptsächlich auf dem Vorland des Wattenmeeres – den Salzwiesen – wächst. Mehrere hundert Male im Jahr wird sie aufgrund der Tide – also der Gezeiten – durch Ebbe und Flut vom Salzwasser überspült. So sorgt der Queller für den typischen Geschmack des NORGINS. Der Meeresspargel findet mittlerweile sogar in der gehobenen Sterneküche Verwendung. Warum also auch nicht im Gin?

Ich als Nordseeliebhaberin war auf diesen Gin daher natürlich besonders gespannt. Habe ich den Queller doch schon als Kind bei Spaziergängen am Strand in St. Peter-Ording gepflückt und dieses salzige und sandige Etwas in meinen Mund gesteckt. Wie schmeckt Queller aber nun im Gin? Zugegeben, ich konnte es mir überhaupt nicht vorstellen.

Jetzt verrate ich dir aber noch etwas zur Herstellung.

Die Herstellung

Der NORGIN wird im Alten Land von der Schwechower Obstbrennerei in einer Kupferbrennblase in kleinen Batches destilliert und abgefüllt. Hierbei werden die Botanicals in einen Aromakorb gegeben und vom Dampf durchzogen. Durch die Dampfinfusionierung können die Botanicals besonders gut und schonend ihre Aromen entfalten. Auch die Nummerierung geschieht noch fortlaufend von Hand. Aber was ist neben dem Queller eigentlich noch im NORGIN?

Botanicals

Neben dem für Gin obligatorischen Wacholder und den schon angesprochenen Salicornes sind noch folgende Ingredienzien im Destillat enthalten

Insgesamt finden 18 fein aufeinander abgestimmte Zutaten ihren Weg in die Flasche. Apropos Flasche, wie sieht die eigentlich aus?

Flaschendesign

Der NORGIN kommt in einer eckigen recht schweren Weissglas Flasche daher. Das Etikett ist durchsichtig und in grauen Lettern steht der Name des Gins darauf. Auch ein Verweis auf das Herstellungsverfahren, nämlich London Dry Gin ist zu verzeichnen. Außerdem sind noch die Batch Nummer sowie der Alkoholgehalt von 43% und das Fassungsvermögen zu lesen. Wenn man durch die sehr ansprechende Flasche hindurch schaut, sieht man einen Fotodruck. Hierauf ist eine Nordsee Salzwiese mit Quellern zu erkennen. Ein echter Hingucker. Wow!

Auf der Rückseite befinden sich noch weitere Informationen zum Gin. Verschlossen ist der NORGIN übrigens mit einem silbernen Schraubverschluss. Hier hätte ich mir einen Korken oder Glaskorken gewünscht – dies würde den hochwertigen Charakter des Produktes noch mehr unterstreichen.

In der Nase

Ich gieße mir einen Schluck in mein Nosingglas von Spiegelau. Natürlich lasse ich dem Gin wie immer etwas Zeit zum atmen, so dass sich die Aromen besser entfalten können. In der Nase machen sich zuerst balsamische Noten vom Wacholder bemerkbar, auch Anis ist dezent im Hintergrund wahrzunehmen. Hinzu gesellen sich süßliche Nuancen vom Kardamom und würzige Noten vom Kubebenpfeffer. Auch frische Zitrusaromen sind auszumachen.

Am Gaumen

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt wie der NORGIN schmeckt. Zuerst macht sich am Gaumen eine angenehme würzige Schärfe breit. Danach entfalten sich die verschiedenen Aromen im Mundraum. Ganz dezent sind Nuancen vom Wacholder und Anis wahrzunehmen. Auch florale Noten sowie frische Zitrusaromen gesellen sich zum Geschmacksbild hinzu. Inwiefern der Queller jetzt das Gesamtprofil vom Gin beeinflusst, lässt sich leider schwer beurteilen. Insgesamt aber ein sehr rundes und gut aufeinander abgestimmtes Bouquet.

Perfekt serviert

Der NORGIN kann durchaus pur auf Eis genossen werden. Für einen Gin & Tonic empfehle ich das Luscombe Devon Tonic oder das Goldberg Japanese Yuzi Tonic Water. Als Garnitur empfiehlt sich natürlich frischer Queller. In gut sortierten Feinkostläden oder beim Fischhändler deines Vertrauens solltest du den Meeresspargel problemlos bekommen.

Fazit

Birthe und Dirk ist es gelungen einen wirklich außergewöhnlichen Gin zu kreieren. Im NORGIN wurden die verschiedenen Seiten der Nordsee eingefangen. Also Nordsee in der Flasche quasi. Rau und dennoch mild, sowie würzige und florale Noten gepaart mit dezenten Zitrusaromen, welche dem Destillat die nötige Frische verleihen. Das alles ist natürlich wie immer Geschmacksache, also probiere ihn am Besten selbst.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

NORGIN

8.8

Gesamteindruck

8.8/10

Eigenschaften

  • Wacholder
  • erfrischende Zitrusaromen
  • Queller

Alkoholgehalt

  • 43,0 %

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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