Heute möchte ich dir im neuesten Review den Wajos Botanical Gin vorstellen. Der Name Wajos, kurz für Walter J. Oster, steht für Verbundenheit und Qualität aus der Mosel-Region.
Neben ihren Weinen, Likören oder anderen Spirituosen sind sie außerdem bekannt für Kräuter, Gewürzmischungen, Senf, Saucen und Essig oder Öle.
In langer Familientradition wird auf dem Weingut in 14. Generation Wein gekeltert. Das Weingut legte den Grundstein für die Genusswelten. In den 1980er Jahren wurde dann im nahegelegenen St. Aldegund die Likörmanufaktur Wajos gegründet und kontinuierlich ausgebaut. Seit 2007 wird Wajos von der nächsten Generation geführt. Mit ihren kreativen Ideen sorgen seitdem Peter Oster und Ulf Schwichtenberg für ein anhaltendes Wachstum und eine immer größer werdende Produktpalette.
Zum Sortiment gehören mehrere Sorten Gin, von denen ich dir nun den Botanical Gin etwas genauer vorstellen möchte.
Botanicals
Für den Botanical Gin kommen in Summe 19 erlesene Zutaten zum Einsatz. Bekannt sind neben Wacholder noch
- Kardamom
- Paradieskörner
- Kubebenpfeffer
- Sternanis
- Muskatnuss
- und Zitronenschale.
Flaschendesign
Das kristallklare Wacholderdestillat ist einer durchsichtigen Spirituosenflasche abgefüllt. Das weiße Etikett trägt als zentrales Element das Wort Gin in blauer Schrift. In goldenen Buchstaben und leicht erhaben liegt das Wort „Botanical“ darüber. Der Hintergrund des Etiketts ist verziert mit stilisierten Botanicals.
Auf dem rückseitigen Etikett findet man eine kurze Beschreibung zum Gin und die Pflichtangaben zur Füllmenge von 500ml und dem Alkoholgehalt von 44% vol. Verschlossen ist die Flasche mit einem Holzkorken mit Kunststoffeinsatz und einer Papierbanderole.
Ich öffne den Korken und gieße mir nun einen Schluck zum Probieren ein.
In der Nase
Über meinem Glas liegt eine ausgeprägte Note vom herb harzigen Wacholder. Diese wird von würzigen Nuancen von Kardamom, einem Hauch Muskat und einem zarten Anklang vom Pfeffer getragen.
Dazu gesellen sich erfrischende Aromen der Zitrusfrüchte und der leicht erdige Ton von Angelika rundet das Bouquet gekonnt ab.
Am Gaumen
Der Botanical Gin legt sich mild und mit einer leicht öligen Textur an den Gaumen. Dort verströmen alsbald die typisch harzigen Nuancen der Wacholderbeeren mit ihrem süßlichen Anklang. Würzige Aromen, die an Anis, Muskat und Lakritz erinnern, folgen dem Wacholder.
Omnipräsent im Bouquet sind die erfrischenden Zitrusaromen. Der Abgang ist dadurch ausgesprochen erfrischend und der Nachhall langanhaltend. Hier kommen auch der wärmende Kardamom und eine leichte Schärfe vom Pfeffer zum Tragen.
Perfekt serviert
Durch den ausdrucksstarken Körper des Botanical Gin empfehle ich, das Wacholderdestillat zunächst pur zu probieren. Er verkörpert den typischen Gin-Charakter und es macht Spaß die einzelnen Bestandteile aus dem Gesamtaroma zu zerlegen.
Den Gin würde ich als Allrounder bezeichnen. Er schmeckt ganz klassisch im Gin&Tonic mit einem zitrusbetonten Tonic Water, wie dem Ambition Tonic Water von Mistelhain. Es funktioniert aber auch jedes herkömmliche Indian Tonic Water. Der Botanical Gin überzeugt zudem auch in Cocktails, wie dem Gin-Fizz oder dem Gimlet.
Fazit
Mit seinen 19 Zutaten besitzt der Botanical Gin von Wajos ein klassisches Gin-Profil. Im Mittelpunkt steht die typische Wacholdernote, die sanft von den anderen Gewürzen begleitet wird. Er ist ausgesprochen harmonisch und somit vielseitig einsetzbar. Mir gefällt er und daher bekommt er meine klare Empfehlung. Den Botanical Gin solltest du unbedingt einmal ausprobieren.
Beim Stöbern im Online Shop von Wajos findest du übrigens nicht nur den Botanical Gin, sondern auch noch andere erlesene Spirituosen, Weine und weitere Köstlichkeiten.
https://www.wajos.de/collections/alle-produkte
Eine besondere Empfehlung ist das Gin-Tasting Set für zwei Personen.
Mit dem exklusiven Set findet am 15. Januar 2021 um 19:00 Uhr das Online Gin Tasting auf dem Youtube-Channel von Wajos mit Peter Oster von Wajos, Destillateur Hubertus Vallendar sowie Star-Barkeeper Nic Shanker statt. Hier erfährst du von den drei Profis mehr über den Gin-Genuss. Sie zeigen dir, wie man leckere Drinks und Cocktails aus den verschiedenen Zutaten zubereitet. Ein wirklich cooles Weihnachtsgeschenk wie ich finde.
Hinweis:
Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe für den Test selbst gekauft. Etwaige Bewertungen sind unbeeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!
Interessant komplexes Profil, in dem sich neben Wacholder auch Zitrus und eine gewisse pfefferige Würze wiederfinden, pur außerdem im ersten Augenblick ein nadelholziger Kick, danach allerdings nicht so ausgeprägt und intensiv, wie ich es mir wünschen würde, ebenso mit Tonic, allerdings nimmt man den Pfeffer auch mit Tonic immernoch im Nachgeschmack wahr. Aufgrund der Botanicals (u.a. Kubebenpfeffer und Paradieskörner) bleibt ein Vergleich zum Bombay Sapphire nicht aus, und der Wajos Botanical Gin schmeckt mir wesentlich besser als der Bombay. Der Geschmack erinnert mich außerdem an The Duke Munich Dry Gin, nur etwas gedämpfter.