Ibhu Indlovu Gin

Ibhu Indlovu Gin im Review auf ginvasion.de

Im heutigen Review stelle ich dir einen innovativen Premium Gin für den abenteuerlustigen und anspruchsvollen Gin-Sammler vor. Er kommt aus Südafrika und hat etwas mit Elefanten zu tun. Die Rede ist vom Ibhu Indlovu Gin, der tatsächlich mit Elefanten-Dung veredelt ist.

Du hast richtig gelesen. Mit Elefanten-Dung. Aber dazu später mehr. Lass mich erst einmal zum Namen des Gins kommen. Indlovu bedeutet nämlich in mehreren afrikanischen Sprachen Elefant.

Wie kommt man jetzt aber eigentlich dazu, einen Gin mit Elefanten-Dung zu veredeln? Dazu befrage ich die Macher Les und Paula. Die Idee entstand nämlich auf einer Safari in Kenia. Bei einem Gin&Tonic beobachtete Paula Elefanten und lauschte dabei dem Führer, der über die Essgewohnheiten und die Lieblingspflanzen der grauen Dickhäuter referierte. Sie war so von den Erzählungen fasziniert, dass in ihr die Idee keimte, die verdauten Pflanzenstoffe aus dem Elefanten-Dung zu extrahieren und sie einem Gin beizumischen.

So sammelten Les und Paula im Botlierskop Game Reserve die erste Ladung Elefanten-Dung. Dieser wird in sechs Produktionsschritten für den Gin vorbereitet.

Als erstes wird der Dung gesammelt und anschließend gereinigt. Nach einer Sterilisationsphase wird er erneut gespült und danach getrocknet. Nun ist das besondere Botanical keimfrei und kann gelagert werden.

Botanicals

In der Rezeptur des Gins finde ich zuerst die üblichen Zutaten, wie zum Beispiel

Im Elefanten-Dung sind dann schließlich je nach Jahreszeit, Standort und Klima folgende Pflanzenstoffe enthalten:

  • Buccu Blätter
  • Akazienblüten und Blätter
  • Guarii Blätter
  • und Erika.

Letzteres kennen wir in Deutschland als Heidekraut.

Beim Sammeln des Elefanten-Dungs werden die Geo-Koordinaten aufgenommen. Diese finden sich übrigens auf der Flasche in der Chargen-Nummer wieder. So lautet die Nummer auf meiner Flasche 34.03S 22.14E 221019.

Der erste Teil sind die Koordinaten des Wildreservats und der zweite Teil ist das Datum.

Flaschendesign

Die schwere Glasflasche gibt den Blick auf den goldfarbenen Gin frei. Ihre viereckige, leicht geschwungene Form mit kurzem, dickem Hals ist beeindruckend. Sie ist bedruckt mit dem weißen IBHU Logo, einem stilisierten roten Elefant, welcher mit dem Schriftzug Indlovu Gin verziert ist. Darunter befindet sich der Hinweis auf die einzigartigen Elefanten-Botanicals.

Auf der Rückseite erfährt man mehr über die Besonderheit des Gins, findet die Chargennummer und den Alkoholgehalt von 43% vol.

Verschlossen ist die Flasche mit einem zum Tellerrand passenden Holzkorken. Dieser ist mit einem Elefanten verziert und besitzt einen Einsatz aus Naturkork. In Summe ein sehr stimmiges Design. Ich bin gespannt, öffne die Flasche und gieße mir einen Schluck ein.

In der Nase

Im Glas präsentiert sich der Indlovu Gin wie kristallklares Gold. Beim Schwenken entstehen Schlieren am Glasrand und der Gin fließt zäh zurück zum Boden. Ich gebe ihm einen Moment Zeit zum Atmen und nehme dann den ersten Atemzug.

Über dem Glas schwebt eine feine Note von herbem, leicht harzigem Wacholder. Dazu gesellen sich Aromen verschiedenster Zitrusfrüchte und grüne Nuancen nach frischem Gras. Ich rieche einen Hauch Vanille. Die Angelikawurzel verleiht dem Destillat zudem einen erdigen Anklang. Das Aroma ist komplex, besitzt leicht blumige Anklänge und macht neugierig auf den ersten Schluck.

Am Gaumen

Angenehm mild und leicht ölig verteilt sich der Indlovu Gin auf der Zunge. Ich nehme alsbald den typisch harzigen Wacholdergeschmack wahr. Dann erscheinen Nuancen von Gräsern, Wurzeln, frischem Grün und holzige Noten. Auch fruchtige Anklänge kann ich erhaschen.

Das Aroma ist unglaublich komplex und ich bin versucht die verschiedenen Geschmacksrichtungen genauer einzuordnen. Frische Zitrusnoten und auch eine florale Komponente runden die Komposition ab.

Der Abgang ist geschmeidig, sehr cremig und es erscheinen sehr würzige Komponenten im Bouquet, welche langanhaltend am Gaumen zurückbleiben. Der Nachhall ist geprägt von erdigen Nuancen und frischen Zitrusaromen.

Perfekt serviert

Der Gin kann zuallererst natürlich wie üblich im Gin&Tonic genossen werden. Allerdings sollte hier auf ein zu stark aromatisiertes oder zuckerhaltiges Tonic verzichtet werden. So bleiben die Aromen des Gins besser erhalten.

Zu empfehlen ist der Gin aber durch seinen Geschmack und seine Vielschichtigkeit eher pur oder auf etwas Eis. Ein besonderer Genuss dazu ist ein Stück dunkle Schokolade und ein starker Espresso.

Fazit

Ein Gin mit Elefanten-Dung als Botanical. Verrückter kann eine Idee kaum sein. Die Umsetzung ist mehr als gelungen und der Indlovu Gin überzeugt durch seine glatte und komplexe Struktur. Mit ihm genießt man den Geist Afrikas, die Freiheit und die sagenhaften Sonnenuntergänge des afrikanischen Busches. Ein außergewöhnlicher Genuss der meine klare Empfehlung erhält.

Zudem spendet die Marke 15% des Gewinns der Arica Foundation und unterstützt damit die Arbeit im Bereich des Naturschutzes im Phinda Game Reserve. Ibhu liefert hier das Kochgas an die Langrug Suppen Küche, die die Kinder in der Siedlung am Wochenende mit nahrhaften Mahlzeiten versorgt. Dafür gibt es einen Daumen hoch vom ginvasion-Team.

 

Den Ibhu Indlovu Gin findest du übrigens im Onlineshop bei unserem Partner Intra Wine and Spirits

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample von Intra Wine and Spirits kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Ibhu Indlovu Gin

9.2

Gesamteindruck

9.2/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • Zitrusfrüchte und Koriander
  • Elefanten-Dung

Alkoholgehalt

  • 43,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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