Mandarina Dry Gin

Der Mandarina Dry Gin im Review auf ginvasion.de

Im heute vorgestellten Wacholderdestillat steht die kleine unscheinbare Mandarine im Mittelpunkt. Sie ist das Leitbotanical im Mandarina Dry Gin aus der hessischen Brennerei Henrich. Wie mir der Gin schmeckt und mit welchem Tonic du dir einen leckeren und erfrischenden Gin&Tonic zauberst, verrate ich dir im folgenden Tastingbericht.

Der Mandarina Dry Gin entstammt aus der Feder der Henrich Brüder Holger und Ralf. Sie wuchsen auf dem Obsthof am Berg in Kriftel in Hessen auf.

Bereits die Großeltern verlegten den damals im Ort ansässigen Obsthof aus der Mitte des Ortes auf der Gemarkung „am Berg“ am Ortsrand von Kriftel. So wäre der Name des Obstbaubetriebes schon einmal aufgeklärt.

1983 wurde dann von Vater Horst Henrich das Brennrecht für den Obsthof erworben und Überernten von Äpfeln, Pflaumen, Mirabellen und Birnen zu Bränden verarbeitet. Über die Jahre vergrößerte sich die Anbaufläche für das Obst auf über 12 Hektar. 2006 schließlich konnten die Henrichs ihre Brennerei in eine sogenannte Verschlussbrennerei umwandeln. Somit entfiel die Mengenbeschränkung und der Grundstein für die heutige Brennerei konnte gelegt werden.

Heute führen die beiden Brüder Holger und Ralf als studierte Diplomingenieure für Getränketechnologie den Familienbetrieb. Ihre Produktpalette erweitern sie stetig. Neben verschiedenen Gin-Sorten, gehört auch der „gilors Single Malt Whisky“ zu ihrem Sortiment.

Der Obsthof am Berg besitzt übrigens seit 2010 auch eine „Apfelwein-Straußenwirtschaft“, die zu einem gemütlichen Besuch einlädt.

Aber nun zurück zum Mandarina Dry Gin.

Botanicals

Als Zutaten kommen neben dem für Gin verpflichtenden Wacholder noch

zum Einsatz. Die Botanicals werden wie üblich in einem Basisalkohol aus landwirtschaftlichem Ursprung mazeriert und anschließend schonend destilliert. Danach wird er auf seine Trinkstärke von 41,0% vol. Alkoholgehalt reduziert und die Flasche abgefüllt.

Flaschendesign

Die weißlackierte Spirituosenflasche ist von der Form normalerweise als Steingutflasche bekannt. Im Falle des Mandarina Dry Gin ist sie allerdings aus Glas. Sie ist hochwertig mit einer stilisierten Mandarine in orange bedruckt. Darunter befindet sich in schwarz der Name „Mandarina“.

Der Mandarina Dry Gin im Review auf ginvasion.de

Am Fuße der Flasche finden sich noch die Informationen zum Alkoholgehalt von 41% vol. und der Füllmenge von 0,5 Liter.

Auf der Rückseite findet sich eine kurze Beschreibung zum Mandarina Dry Gin und die Aufzählung der verwendeten Botanicals.

Verschlossen ist die Flasche mit einem einfachen Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. In Summe ein schlichtes und unaufgeregtes Design. Ich öffne den Korken und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Über dem Glas liegt ein süßlich fruchtiges Aroma der Mandarine. Diese sticht dominant aus dem restlichen Blumenstrauß an Zitrusfrüchten hervor. Mir kommt es vor, als ob jemand direkt neben mir eine Mandarine schält.

Des Weiteren nehme filigrane Kräuternuancen der Zitronenmelisse und vom Thymian wahr. Dazu gesellt sich ein zarter Anklang von Lakritze. Der Wacholder steht definitiv im Hintergrund, ist aber dennoch wunderbar in die Bombe aus Zitrusfrüchten eingebunden.

Die Textur vom Mandarina Dry Gin ist leicht ölig und es bilden sich Schlieren beim Schwenken im Glas. Ich bin gespannt wie der Gin schmeckt.

Am Gaumen

Fruchtig süß und leicht cremig verteilt sich der Gin auf der Zunge. Was folgt ist eine Explosion verschiedenster Zitrustöne. Das Zitronengras feuert diese Komposition zusätzlich an. Hier sticht ebenfalls die Mandarine hervor. Sie wird begleitet von Limette und Blutorange. Zusätzlich taucht eine leichte Schärfe vom Ingwer auf. Unterschwellig erscheinen filigrane Kräuternoten vom Thymian.

Der Abgang ist geschmeidig und erfrischend. Der Nachhall wird durch die Zitrusfrüchte bestimmt, wobei hier zarte Orangenaromen den Ton angeben und lang am Gaumen haften bleiben.

Perfekt serviert

Den Mandarina Dry Gin musst du unbedingt pur probieren. Die Komposition aus Zitrusfrüchten, Süßholz und filigranen Kräuternuancen ist beeindruckend. Im Gin&Tonic gefällt mir der Mandarina besonders gut mit dem Ambition Tonic Water von Mistelhain.

Der Mandarina Dry Gin im Review auf ginvasion.de

Hier ergänzen sich die Zitrusnoten gekonnt miteinander und es entsteht ein erfrischender Longdrink.

Fazit

Die Mandarine ist Programm im Gin der Henrich-Brüder Holger und Ralf. Die Frucht ist omnipräsent, ohne dabei die anderen Aromen in den Schatten zu stellen. Sie ist eingebettet in eine herbe Fruchtsüße, die den Gin pur zu einem Erlebnis macht. Auch im Gin&Tonic ein wirklich frischer Tropfen, den du unbedingt einmal probieren solltest. Mir gefällt er. Mit dem Mandarina Dry Gin holst du dir sogar im Winter den Sommer zurück ins Glas.

 

Hier kannst du den Mandarina Dry Gin übrigens bei Wacholderexpress.de bestellen.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Mandarina Dry Gin

9.2

Gesamteindruck

9.2/10

Eigenschaften

  • fruchtige Mandarine
  • dezente Wacholdernote
  • erfrischende Zitrusnoten

Alkoholgehalt

  • 41,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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