Martins Bee-Gin

Heute habe ich eine ganz besondere Leckerei im Tasting. Nämlich Martins Bee-Gin von BM Honey Spirits. Dieser Gin würde sogar den Honigliebhaber Winnie Puuh verzaubern.

Der Grundgedanke für Honey Spirits war es, feinsten Schwarzwälder Honig mit edelsten Spirituosen zu vereinen. Martin kreierte hier in Zusammenarbeit mit der Kinzigbrennerei von Martin Brosamer diese neue Art von Spirituose.

In der Brennerei selbst entsteht der 24/12 Dry Gin Silva Nigra. Die Familie Brosamer produziert bereits seit 1937 mit Obst von den eigenen Streuobstwiesen hochwertige Brände und Liköre. Ein Familienbetrieb mit Tradition.

Und genau diese hochwertigen Spirituosen werden von BM Honey Spirits mit feinstem Honig verfeinert und sollen dadurch einen ganz eigenen und besonderen Geschmack bekommen.

Das macht mich mehr als neugierig. Als erstes schaue ich auf die Zutatenliste.

Botanicals

Neben dem obligatorischen Wacholder finde ich auf der Zutatenliste vieles, was regional im Schwarzwald wächst. Dazu gehören zum Beispiel

  • Lindenblüten
  • Kastanien
  • Spitzwegerich
  • Mädesüß
  • Labkraut
  • Girsch
  • Gundermann
  • und Pfefferminze.

In Summe werden übrigens 24 Kräuter und 12 Gewürze mazeriert. Der Honig wird nach dem Destillieren in flüssiger Form dem Gin zugesetzt. Hierbei handelt es sich um leckeren Schwarzwälder Waldhonig.

Flaschendesign

Die mattschwarz lackierte zylindrische Flasche fasst 500ml feinsten Gin. Das Etikett ist ebenfalls mattschwarz gehalten und hebt sich nur durch die silberne und grüne Schrift ab. Stylisch! Tannenbäume, Bienen und Wacholderbeeren umrahmen das silberne Logo von BM Honey Spirit.

Das rückseitige Etikett verrät die Herkunft, den Alkoholgehalt und die Abfüllmenge. Verschlossen ist die Flasche mit einem interessanten schwarzen Holzkorken, der beim Öffnen einen Plastikausgießer zum Vorschein kommen lässt. Hey, was für eine geniale Idee. Hier tropft endlich mal nichts beim Ausgießen!

In der Nase

Tatsächlich, ohne etwas vom feinen Destillat zu verschwenden, gieße ich mir einen Schluck in mein Degustationsglas. Eine interessante Kombination aus Wacholder, floralen Noten und ganz klar von Honig steigen mir in die Nase. Grün riechende Kräuternuancen umschmeicheln meine Geruch-Sensorik.

Das Bouquet der Kräuter ist vielfältig und komplex. Am Glasrand zeichnen sich leichte Schlieren ab. Kommen die jetzt vom Honig oder handelt es sich generell um ein öliges Wacholderdestillat?

Am Gaumen

Der erste Schluck bestätigt meine Vermutung. Geschmeidig weich und leicht ölig verteilt der Gin sich angenehm auf meiner Zunge. Im Mund nehme ich sofort Wacholder gepaart mit einer angenehmen Süße des Honigs wahr. Ich spüre ein leichtes Brennen.

Die Kräuternote im Gin ist wirklich sehr komplex. Eine Zuordnung der Kräuter fällt mir hier wirklich schwer. Ich schmecke leichte Nuancen von Anis und Pfefferminze, die auch im Abgang eine angenehme Frische neben dem dominierenden Honiggeschmack im Mund zurücklassen.

Perfekt serviert

Pur und ohne Eis ein wirklich spannendes Geschmackserlebnis. Der Honig verleiht dem oft herben Wacholderdestillat eine angenehme Süße. Diesem Gin muss man ein nicht zu süßes Tonic zur Seite stellen. Hierfür empfehle ich generell ein Skinny Tonic, zum Beispiel das von den Double Dutch Zwillingen.

In meinem Test zum Martins Bee-Gin habe ich ein Fentimans Premium Indian Tonic verwendet. Dieses ist weniger süß und angenehm bitter. Diese Kombination hat mich überzeugt. Bitter Tonic trifft Waldhonig und Wacholder.

Wer Lust und Zeit hat sich einen Cocktail zu mischen, holt den Shaker und den Limettensaft Cordial Sirup aus dem Schrank und bereitet sich kurz einen Gimlet zu. Die Honignote gepaart mit dem süßen Limettengeschmack ist einfach eine geniale Kombination.

Fazit

Einen Gin mit Schwarzwälder Waldhonig zu verfeinern klingt nach einer verrückten Idee. Mit dem Destillat von Martin Brosamer hat der Bienenmartin allerdings einen wirklichen hervorragenden Partner für seinen Honig gefunden. Ich bin aber ehrlich überrascht, wie gut Wacholder mit Honig harmoniert. Auch die Kräuter- und Gewürznuancen ergänzen sich hier perfekt. Der Honig rundet mit seiner süßlichen Note den Gin auf seine ganz eigene interessante Art und Weise perfekt ab.

Ich kann gar nicht aufhören, mir nachzuschenken. Wie ich schon in der Einleitung geschrieben habe, Winnie Puuh wäre begeistert. Wenn du im Schwarzwald bist, solltest du dir diese Besonderheit unbedingt mitnehmen. Für alle, die nicht die Gelegenheit haben, ihn vor Ort zu kaufen, nach der Bewertung gibt es einen Link auf den Shop vom Bienen-Martin. Dort gibt es noch andere leckere Spirituosen, zum Beispiel den Him-Bee. Himbeergeist trifft auf Waldhonig. Du glaubst gar nicht, wie lecker Himbeere mit Honig sein kann.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir somit die Testberichte und Fotos!

Martins Bee-Gin

9.1

Gesamteindruck

9.1/10

Eigenschaften

  • Wacholder
  • Honig
  • komplexe Kräuternoten

Alkoholgehalt

  • 40,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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