Munig – Munich Premium Gin

Aus Liebe zur Stadt und aus Liebe zum Gin. Mit diesen Worten von Jochen Zeyher und Thomas Kurzenberger beginne ich heute mein Review. Auf der 089 Spirits durfte ich nämlich den Munich Premium Gin von den Munig Distillers erleben und natürlich auch probieren. Wie mir die Liebeserklärung an die schönste Stadt der Welt und nördlichste Stadt Italiens gefällt, verrate ich dir in den nachfolgenden Zeilen.

Bei der Verkostung auf der 089 Spirits und einem anschließenden Gin&Tonic mit dem Munig Gin konnte ich von Jochen und Thomas einiges über den Gin und ihre Liebe zu München und dem Wacholderdestillat erfahren.

Jochen und Thomas kennen sich schon aus der Kindheit aus ihrem Heimatort in der nähe von Stuttgart und trieben dort den ein oder anderen Schabernack. Auch während der Schulzeit und des Studiums blieben sie in Kontakt und wie das Schicksal es eben so wollte, verschlug es beide schließlich beruflich nach München.

Sie lieben die Stadt mit den Isarauen, dem Englischen Garten und die augenscheinliche Nähe zu den Bergen. Gleichzeitig ist München eine pulsierende Metropole mit verschiedensten Sprachen aus der ganzen Welt. Und dazu kommt natürlich das bayrische und obendrein Italienisch.

Nicht umsonst wird München nämlich als nördlichste Stadt Italiens bezeichnet. Denn gerade im Sommer versprüht die Stadt in den Restaurants und auf der Straße das hochgeschätzte Dolce Vita.

Anstelle von Limoncello oder einem Aperol Spritz bevorzugten Jochen und Thomas aber schon immer den Gin. Dieser ist einfach zu jeder Zeit genießbar, ob als Feierabendgetränk oder als Starter für die Party am Wochenende.

Als Jochen schließlich zu Weihnachten eine kleine Gin-Destille geschenkt bekam, frönten alsbald beide Freunde einer aufflammenden Leidenschaft und einer neuen Freizeitbeschäftigung. Bald war ihnen klar, dass sie ihre Freunde am Gin teilhaben lassen sollten. Das war letztendlich die Geburtsstunde vom Munig Gin.

Botanicals

Nach monatelanger Tüftelei an der Rezeptur und annähernd 50 Brennvorgängen war es vollbracht. Der Munig Gin vereint insgesamt 22 Zutaten und das besondere Münchner Lebensgefühl.

Sie verwenden unter anderem regionale Kräuter, handverlesene Blaubeeren die an süße Kindheitstage erinnern und frische Zitrusfrüchte wie Orangen und Zitronen für das italienische Dolce Vita. Auch der Duft von Wacholder erinnert an heiße Wandertage durch karge Hochebenen und der saftig rote Granatapfel versprüht das Flair des geschäftigen Trubels des Viktualienmarkts.

Des Weiteren finde ich in der Rezeptur

Gebrannt wird der Munig – Munich Premium Gin übrigens in der Nähe von Rosenheim.

In Summe klingen die Zutaten nach einer aufregend würzigen und fruchtigen Rezeptur. Ich bin gespannt. Aber vorher werfe ich noch einen Blick auf die Flasche.

Flaschendesign

Die schwarze Steingutflasche ist vermutlich den meisten Liebhabern des Wacholderdestillats wohl bekannt. Im Falle des Munich Premium Gin wirkt sie aber durch das Etikett mit den Goldapplikationen und dem goldenen Korken besonders edel.

Das rautenförmige mattschwarze Etikett verbindet sich annähernd nahtlos mit der Steingutflasche. Einzig der goldene Rand bildet den sichtbaren Abschluss. Im oberen Bereich des Etiketts finde ich die Silhouette der Stadt München. Im Hintergrund befindet sich das stilisierte Alpenpanorama, wie es an schönen Tagen oft direkt hinter der Stadtgrenze zu sehen ist. Als zentrales Element auf dem Etikett lese ich den Schriftzug „MUNIG“ und darunter die Ergänzung Munich Premium Gin.

Unterhalb des Namens befinden sich die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt von 43% vol. und der Inhaltsangabe von 50cl.

Das Etikett auf der Rückseite gibt Auskunft über die flüssig gewordene Liebeserklärung an die Stadt München. Batch- und Batchnummer, sowie das Abfülljahr sind handschriftlich aufgetragen.

Verschlossen ist die Flasche, wie oben schon erwähnt, mit einem Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. Versiegelt wird sie mit einer durchsichtigen Schrumpfkapsel, welche sich halbwegs leicht öffnen lässt.

Den Korken öffne ich mit einem wohlklingenden „Plopp“ und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein.

In der Nase

Aus meinem Glas entweicht eine frische Kombination aus rotem Pfeffer und fruchtigen Zitrusnoten. Erst danach erscheinen die harzigen Anklänge vom Wacholder. Dazu gesellen sich wärmende Nuancen vom Kardamom, welche in Verbindung mit dem Koriander für eine würzige Note sorgen. Auch eine gewisse Fruchtigkeit der Blaubeeren liegt über dem Glas und macht mehr als neugierig.

In Summe ist das Bouquet unwahrscheinlich frisch und würzig. Bevor ich aber den Gin probiere, schwenke ich das Destillat im Glas und beobachte die Schlieren am Glasrand. Ich liebe diese ölige Textur einfach. Ich bin sehr gespannt, wie der Munich Premium Gin mundet.

Am Gaumen

Ich nehme den ersten Schluck und bin angenehm überrascht. Seidenweich verteilt sich der Gin auf der Zunge. Ich schmecke die harzigen, schon fast süßen Aromen vom Wacholder. Explosionsartig werden die Geschmacksknospen von den fruchtigen und leicht pfeffrigen Aromen angeregt.

Koriander und wärmender Kardamom sorgen für eine aufregend würzige Textur. Die Kombination aus frischen Aromen der Zitrusfrüchte und den fruchtigen Nuancen der reifen Blaubeeren und der Granatapfelkerne runden das Geschmacksprofil gekonnt ab.

Der Abgang ist fruchtig, leicht würzig und wird von einer dezenten Schärfe vom Pfeffer dominiert. Der Nachhall ist langanhaltend frisch mit einer markanten Note vom roten Pfeffer, welcher übrigens auch Schinusbeere genannt wird.

Perfekt serviert

Das komplexe Aroma des Munig Munich Premium Gin erkundest du am besten pur. Mit einem Eiswürfel kitzelst du die würzigen Aromen etwas hervor und der Wacholder tritt etwas in den Hintergrund. Die würzigen Nuancen der roten Schinusbeeren und des Kardamom bleiben, egal wie du den Gin genießt, erhalten und stehen im Vordergrund.

Für den perfekten Munich Premium Gin&Tonic veranstaltete Jochen mit Flo von Coffee, Whisky and More, Joerg von omoxx und mir ein Tonic Tasting der besonderen Art. Hierfür lud uns Jochen in seine Wohnung ins Glockenbachviertel in München ein.

Bei leckeren Pizzaecken, Fingerfood, Oliven und Käse wollten wir zusammen das „perfect serve“ zum Munig Gin finden. Es galt mehr als 20 verschiedene Tonic Sorten zu bewerten und mit dem Munich Premium Gin zu probieren.

Das Rennen machten schließlich drei Premium Tonic Water.

Aqua Monaco Indian Tonic Water
In der Nase

Die Aromen vom roten Pfeffer und auch vom Kardamom kommen im Gin&Tonic gut zur Geltung. Ein süßlich frischer Duft liegt über dem Glas

Am Gaumen

Auch im Geschmack kommt sowohl der Kardamom als auch der rote Pfeffer gut zur Geltung. Der Longdrink ist würzig, nicht zu süß. Er ist angenehm bitter vom Chinin. In Summe ein sommerlich frischer Gin&Tonic.

Franklin&Sons Indian Tonic
In der Nase

Eine angenehme Zitrusnote liegt über dem Glas. Dazu gesellen sich wieder die Aromen vom roten Pfeffer und vom Kardamom.

Am Gaumen

Im Geschmack ist der Gin&Tonic nicht zu süß und überzeugt mit einer coolen Bitterkeit. Die Zitrusnote ist angenehm frisch und die würzigen Komponenten des Gins bleiben dabei neben dem Tonic gut erhalten.

Goldberg Yuzu
In der Nase

Der Geruch vom Gin&Tonic mit dem Goldberg Yuzu Tonic Water ist relativ flach. Es kommt wenig vom würzigen Profil des Gins in der Nase an. Eine leichte Yuzu-Note liegt über dem Glas.

Am Gaumen

Der Geschmack vom Munig Yuzu Gin&Tonic kann allerdings überzeugen. Die Kombination aus Pfeffer und der süßlich frischen Yuzu-Frucht passt perfekt. Der Gin&Tonic ist relativ süß und das Zitrusaroma dominiert. Wir titulieren den Goldberg Yuzu als femininen Gewinner!

SWE Indian Tonic Water

Ein Ehrenplatz geht an das Indian Tonic Water von SWE. Das natürliche Aroma vom Chinin passt hervorragend zum Munich Premium Gin.

In der Nase

Über dem Glas schweben die bekannten Aromen vom roten Pfeffer und Kardamom. Ergänzt werden diesen durch eine bittere Note vom Chinin.

Am Gaumen

Die Komposition gefällt. Neben einer angenehmen Bitternote vom natürlichen Chinin kommen auch die würzigen Noten des Gins gut zur Geltung. Auch die Zitrusaromen harmonieren übrigens perfekt.

Alle anderen getesteten Tonic Water konnten letztendlich nicht überzeugen. Von den Dry Tonics war das von Schweppes das Beste. Die meisten aromatisierten Tonic Water haben zum Teil gar nicht harmoniert.

Für mich persönlich das perfekte „Match“ ist das Indian Tonic Water von Aqua Monaco. Hier passen nicht nur der Geschmack, sondern auch die Verbindung zur Stadt München.

Fazit

Ob der Munich Premium Gin nun die lebenswerten Facetten der Stadt München vereint oder einfach nur eine verflüssigte Liebeserklärung an die Stadt im Voralpen Land ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Mir persönlich schmeckt er mit seinen komplexen Aromen hervorragend. Das Geschmacksprofil beinhaltet neben interessanten Pfeffernoten und frischen Zitrusaromen auch ausgewogene, würzige Nuancen und einen fruchtigen Anklang. Das alles spielt schon irgendwie den geschäftigen Trubel des berühmten Viktualienmarktes wieder.

Mir als Wahl-Münchner gefällt der Munig Gin! Aber probiere ihn doch selbst einfach einmal aus und mach dir selbst ein Bild davon. Am besten bestell dir gleich noch zwei Flaschen Aqua Monaco Tonic mit dazu.

 

 

Den Munig – Munich Premium Gin kannst du übrigens hier bei Wacholderexpress.de bestellen.

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Munig - Munich Premium Gin

9.3

Gesamteindruck

9.3/10

Eigenschaften

  • feines Wacholderbouquet
  • Aromen vom roten Pfeffer
  • Kardamom und Zitrustöne

Alkoholgehalt

  • 43,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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