Mut-Gin

AnMUT – zarte natürliche Schönheit der Gestalt, Bewegung, Haltung. So lässt sich die Erklärung zu Anmut in gängigen Nachschlagewerken nachlesen. Und die Form des Schönen hat es auch Matthias Griesbauer aus Forchheim und Tanja Schuster aus Regensburg als Gin- und Designliebhaber angetan.

Matthias ist Händler und Installateur von Medien- und Heimkinotechnik, Tanja ist Mediengestalterin. Deshalb ging es den beiden bei ihrem Gin Start-Up auch nicht nur darum, was in ihrem Gin drin ist, sondern sie legten auch viel Wert auf Farbe, Form und Design ihres Produkts.

M und T: Matthias und Tanja. Deshalb haben sie ihren Gin MUT genannt. Die Idee, ihren eigenen Gin zu kreieren, entstand erstmal spontan. Mit Mut und viel Lust auf dieses Projekt, entwickelten sie nach und nach ihren Mut Gin. Ihr Gin soll sanft und elegant sein. “London Dry” bedeutet, dass kein Aroma oder Zucker zugesetzt werden darf.

Der MUT Gin ist 100% handmade. Gebrannt wird MUT in einer 150-Liter-Wasserbad-Destillerie der Firma Adolf Adrian in der Nähe von Ebermannstadt. Die Mazeration erfolgt nach dem Prinzip „2 Nights, 1 Day“. Weil der Gin ein hochwertiger London Dry Gin werden soll, gibt es nur eine Mazeration. Beim Brennvorgang bei sehr niedriger Temperatur werden nur wenige Liter pro Stunde erzeugt. Das Herabsetzen auf 44 Prozent Alkohol erfolgt in mehreren Schritten. Dann dauere es noch etwa sechs Wochen, bis der Gin seinen Geschmack entfaltet. Jede Flasche wird geprüft, handversiegelt, etikettiert und einzeln nummeriert. Fertig ist ein echter, MUTiger Gin.

Botanicals

Für den MUT Gin werden ca. 20 Botanicals verwendet, unter anderem:

Flaschendesign

Das Flaschendesign lag Matthias und Tanja wie auch die Gestaltung der Homepage am Herzen. Sie haben sich für eine schlichte zylindrische Flaschenform entschieden, die dafür mit einem umso auffälligeren Etikett versehen ist. Auf der durchsichtigen Flasche sticht das grelle, orangefarbene Etikett hervor.

„I´m waiting for you to drink me“ fordert einen die weiße Aufschrift auf. In schwarzen und schlichten Lettern steht MUT Gin darunter. Daneben sind Holzschnittartig die Konterfeis von Matthias und Tanja in schwarz abgebildet. Weiterhin sind die wichtigsten Botanicals angegeben und die Batchnummer, sowie die Flaschennummer sind per Hand eingetragen und der Alkoholgehalt von 44% und 500 ml Inhalt sind vermerkt. Die Flasche ist auf jeden Fall schonmal ein Hingucker, und jetzt folge ich der Aufforderung und öffne den silbernen Schraubverschluss, auf dem ebenfalls MUT Gin steht.

In der Nase

Ich rieche an der Flasche und an der Probe aus meinem Nosingglas. Der Gin riecht mild, blumig und sanft. Der Wacholdergeruch ist angenehm und das Zitrusaroma begleitet mit der Süßholzwurzel den sanften Geruch. Im gleichen Atemzug lässt sich jedoch eine leichte Würze wahrnehmen.

Am Gaumen

Der MUT Gin schmeckt wie er riecht: sehr sanft. Eine unaufdringliche Wacholdernote, die unterstrichen wird von der Süßholzwurzel und den Zitrusaromen. Das fruchtige der Zitrusfrüchte schleicht sich auf der Zunge dezent in den Vordergrund. Die 44% Prozent Alkohol sind definitiv nicht heraus zu schmecken. Ein sehr milder und fruchtiger Geschmack, der jedoch im Abgang durch eine leichte Würze des Kreuzkümmels am Gaumen haftet und dort einige Zeit verbleibt.

Perfekt serviert

Ich habe den MUT Gin mit Thomas Henry und mit einem Indi Tonic probiert. Das Thomas Henry betont das Zitrusaroma perfekt und das Indi Tonic mit seinem Schwarzkümmel unterstreicht die Würze des MUT Gin und passt damit ebenfalls hervorragend. Wie von Matthias und Tanja empfohlen habe ich eine Orangenzeste hinzugegeben und das Ergebnis ergibt einen fruchtigen Gin&Tonic.

Fazit

Matthias und Tanja hatten ursprünglich nur ihren eigenen Gin kreieren wollen der beiden schmeckt und auch pur getrunken werden kann. “Bei manchen Gins schmeckt man den Alkoholgehalt sehr stark. Wir wollten es nicht so stark”, erklärt Schuster. Versuch geglückt. Aber die Nachfrage im Freundeskreis und dann auch darüber hinaus war aber so groß, dass sie sich entschieden haben, den Gin für alle zugänglich zu machen. Zum Glück für uns. Der MUT der Beiden wurde belohnt und uns wurde ein weiterer anMUTiger Gin geschenkt, den man sich gerne in sein Glas schenkt.

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Mut Gin

8.2

Gesamteindruck

8.2/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • Süßholz und Zimt
  • klassische Zitrusaromen

Alkoholgehalt

  • 44,0 %

Veröffentlicht von Bernd

Bernd Huntemann, geboren 1974 in Bremen, verheiratet, zwei Kinder, Wohnhaft in Hermannsburg, mitten in der Lüneburger Heide und durch Zufall über einen Freund zum Gin gekommen. Mit dem ersten Gin-Coktail (Gin Basil Smash) nach dem Grillen mit dem Gin-Fieber infiziert. Nach dem ersten eigenen Gin (Mombasa Club Gin) vollständig dem leckersten aller Destillate verfallen und danach weitere Freunde für Gin begeistert.

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