Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin

Der Tarquins Seadog Navy Strength Gin im Review auf ginvasion.de

In meinem neustem Review schauen wir uns heute mal den Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin etwas näher an. Er wird aus 12 verschiedenen Botanicals an der wilden Küste von Cornwall hergestellt.

Seinen Gin brennt Tarquin Leadbetter seit 2012 in seiner eigenen Brennerei in Cornwall. Übrigens die Erste, die seit über 100 Jahren wieder dort angemeldet wurde. Unterstützung erhielt er für sein Vorhaben von seiner Schwester Athene, die nur so vor Tatendrang strotzte.

Im ersten Schritt destillierte Tarquin dafür über 100 verschiedene Probebrände in einer kleinen Mikro-Destille. Dazu zählten Gewürze, Samen, Wurzeln, Blumen und Früchte aus den entlegensten Winkeln der Welt, als auch seinem Garten in Cornwall.

Nachdem er seien Tarquin’s Cornish Dry Gin erfolgreich auf dem Markt eingeführt hatte, wurde der Ruf nach einem Navy Strength schnell lauter.

So destillierte er den Tarquin’s Seadog Navy Gin ebenfalls in kleinen Chargen in der Southwestern Distillery mit den gleichen Zutaten wie beim London Dry Gin, jedoch reduzierte er ihn nur auf 57% vol. Alkoholgehalt.

Seadog steht hier übrigens nicht wortwörtlich für einen Seehund. Das robbenähnliche Tier wird nämlich „seal“ im Englischen genannt. Nichts destotrotz weckt der Beiname des Tarquin’s Navy Strength sofort die Assoziation mit einem Seehund. Der Spitzname steht hier aber eher für einen erfahrenen Marinesoldaten, die früher in der Royal Navy mit einer täglichen Ration Wacholderschnaps versorgt wurden. Dieser musste natürlich aus bekannten Gründen einen Alkoholgehalt von mindestens 57% vol. enthalten.

Navy Stength

Das sogenannte „Navy Strength“ geht dabei wirklich auf die britische Marine zurück. Sie setzte Gin im 18. Jahrhundert als Allzweckwaffe, zum Beispiel bei Erkrankungen oder zur Motivation ihrer Matrosen ein. Zur Überprüfung, dass der Alkohol nicht gepanscht war, wurde Schießpulver damit übergossen und angezündet. Brannte es, hatte das Destillat mindestens einen Alkoholgehalt von 57%.

Botanicals

Der Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin beinhaltet in Summe 12 Zutaten. Dazu zählt neben Wacholder noch

Heute stehen in der Southwestern Distillery neben den drei handgefertigten 250-Liter-Kupfer-Potstills, die auf die wohlklingenden Namen Tamara, Senara und Tressa hören inzwischen noch ein vierter 500 Liter Brennkessel mit dem Namen Ferrara.

Flaschendesign

Die Flasche vom Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin unterscheidet sich nur in der roten Farbgebung von der Flasche vom Dry Gin. Mit dem Wachs und den Tropfen am Flaschenhals besitzt sie definitiv ein Alleinstellungsmerkmal.

Das Etikett ist schlicht und trägt im linken Bereich das Logo der Southwestern Distillery mit dem Papageientaucher. Im weiteren Verlauf des schmalen Bandes um die Flasche erscheint in silberner Schrift auf schwarzem Grund der Name des Gins und in roter Farbe darunter der Zusatz „The Seadog Navy Gin“.

Am Fuße des Etiketts findet sich neben den Pflichtangaben zur Füllmenge der Flasche und des Alkoholgehalts noch die Unterschrift des Master Distillers.

Dreht man die Flasche weiter findet sich in einem kleinen Text die Story zum Gin und kurze Geschmacksnotizen.

Zum Probieren des Gins muss man zunächst die Wachsschicht mit einer Aufreißlasche entfernen. Danach lässt sich der Korken öffnen und ich gieße mir einen Schluck ein. Zunächst rieche ich am Glas und versuche die verschiedenen Aromen zu zerlegen.

In der Nase

Das Bouquet des Tarquin‘s wird durch das typisch herb harzige Wacholderaroma bestimmt. Darüber hinaus erscheinen erfrischende Zitrusnoten und würzige Anklänge vom Koriander und Kardamom.

Ein zarter Hauch vom Süßholz und Zimt lässt sich ebenfalls erhaschen. Unterschwellig nehme ich sogar einen dezenten floralen Ton von den Blüten der Veilchen aus dem Garten von Tarquin wahr. Erdige Nuancen der verwendeten Wurzeln erden das Aromenprofil und bringen den Gin wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Das Destillat bildet beim Schwenken durch den hohen Alkoholgehalt im Glas leichte Schlieren am Rand. Die Textur des Gins scheint angenehm ölig und cremig zu sein. Ich bin gespannt, wie mir der Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin schmeckt.

Am Gaumen

Auch im Geschmack steht der harzige Wacholder im Mittelpunkt. Er wird dabei von erfrischenden Zitrusaromen gekonnt untermalt. Auffallend ist die leichte Süße des Gins. Dazu gesellen sich würzige Momente vom Koriander und wärmender Kardamom.

Ich nehme hier allerdings eine leichte Schärfe wahr, die entweder vom Ingwer oder auch dem etwas höherem Alkoholgehalt geschuldet sein kann.

Die Angelikawurzel sorgt zudem für einen dezenten, leicht erdigen Geschmack. Im Abgang tauchen etwas Zimt und die typische Lakritznote vom Süßholz auf.

Der Nachhall ist geprägt durch eine langanhaltende Zitrusfrische und wärmendem Kardamom am Gaumen. Das gefällt mir.

Perfekt serviert

Wer sich trotz des hohen Alkoholgehalts an die Purverkostung wagt, wird nicht enttäuscht werden. Erstaunlich mild und rund kann man die einzelnen Aromen wunderbar erkennen. Ein Eiswürfel macht den Gin noch etwas geschmeidiger und fördert die intensive Wacholdernote.

Für einen Gin&Tonic empfiehlt sich das Signature Tonic Water von Mistelhain. Hier paaren sich die würzigen Aromen des Gins wunderbar mit denen des Tonic Waters. In Summe ein rundes Geschmackserlebniss, welches du mit einer Scheibe Zitrone abrundest.

Übrigens lässt sich beim Einfüllen des Tonic Waters wunderbar der sogenannte Louche-Effekt beobachten. Durch die ätherischen Öle im Gin trübt sich der Drink etwas.

Fazit

Der Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin ist nicht nur von der wilden Küste Cornwalls inspiriert, nein er ist durch die Marine-Stärke ein echter Knaller. Der Gin wird nach der klassischen London Dry Methode in der kleinen Brennerei hoch oben auf einer windgepeitschten Klippe mit malerischer Aussicht destilliert.

Und genau dieses besondere Lebensgefühl fängt Tarquin in seinem Gin aus Cornwall in der Flasche ein. Ein ehrlicher Gin mit einem klassischen Aromenprofil. Probiere ihn doch mal und berichte wie er dir schmeckt.

 

Den Tarquin’s Seadog Navy Gin findest du hier beim Importeur Lion Spirits

 

 

Den Tarquin’s Seadog Navy Gin findest du auch bei unserem Partner Wacholderexpress.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Tarquin’s Seadog Navy Strength Gin

9

Gesamteindruck

9.0/10

Eigenschaften

  • intensive Wacholdernote
  • Süßholz und Koriander
  • erfrischende Zitrusnoten

Alkoholgehalt

  • 57,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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