Aldi-Süd – Ginlikör – Teil 2: Rhubarb Gin

Heute stelle ich im zweiten Teil den nächsten Aldi-Süd Gin-Likör vor. Den Rhubarb Gin Likör, ein süßer Wacholdertropfen mit Rhabarber-Geschmack. Anfang Dezember gab es ja die drei verschiedenen Liköre im Angebot der Discounterkette.

Hergestellt werden die Liköre, wie fast alle Spirituosenprodukte von Aldi Süd von der Rola GmbH aus Rottenburg an der Laaber. Das Familienunternehmen ist inhabergeführt und gehört heute zu einem der bedeutendsten Spirituosenproduzenten in Deutschland. Rola besitzt bereits mehr als 70 Jahre Erfahrung in Destillations- und Mazerationstechniken.

In modernen Anlagen ist das Unternehmen auf hohe Stückzahlen spezialisiert und beliefert somit fast alle europäischen Handelsketten mit Spirituosenprodukte.

Jetzt schaue ich mir aber den Rhubarb-Gin aus der Likör-Serie mal etwas genauer an.

Botanicals

Über die Zutaten ist leider auch hier nicht viel bekannt. Neben Wacholderbeeren ist laut Etikett Rhabarberextrakt enthalten. Ein Likör enthält laut Richtlinie in Deutschland mindestens 120g Zucker auf 1 Liter. Dementsprechend süß wird er sein.

Flaschendesign

Die rechteckige Flasche macht optisch wirklich was her. Sie ist mit einem durchsichtigen Etikett beklebt. Der Schriftzug in Großbuchstaben ist in weiß und rosa gehalten. Der Zusatz „handcrafted“ bei einem industriellen Massenprodukt finde ich etwas irreführend. Aber irgendwer wird schon Hand angelegt haben. Das rückseitige Etikett gibt Aufschluss über die Füllmenge von 0,7l und den Alkoholgehalt von 26% vol.

In der Nase

Ich gieße mir einen Schluck in mein dickbauchiges Degustationsglas von Riedel-Glaskunst. Wer mich kennt weiß, dass ich das Glas gerade in der Degustation liebe, da sich hier die Aromen und das Bouquet perfekt entfalten können.  Ich rieche einen leichten Hauch von Wacholder. Ein süßlich herber Geruch steigt vom Rhabarber in die Nase, der leider etwas künstlich wirkt. Einen leichten Alkoholgeruche nehme ich ebenfalls wahr. Dieser stört aber nicht, es ist ja auch eine Spirituose.

Am Gaumen

Ich probiere den ersten Schluck ohne Eis. Eine Kombination aus Wacholder und süßem, leider wirklich sehr künstlich wirkendem Rhabarber verteilt sich in meinem Mund. Obgleich verbreitet sich ein fruchtiger Geschmack mit Nuancen von Wacholder. Im Abgang mild und dennoch leicht wärmend. Zurück bleibt ein fruchtiger, aber leider leicht süß klebriger Nachklang in der Mundhöhle zurück.

Perfekt serviert

Für Likör-Genießer kann ich den Rhubarb Gin-Likör pur empfehlen. Eis nimmt ihm etwas die Süße.

Wer den Likör gern mischen mag, probiert hier am besten einen Indian-Tonic aus. Um im Segment zu bleiben, empfehle ich die 200ml Glasflaschen vom Lidl. Das Preisleistungsverhältnis stimmt hier wirklich.

Wenn man das Mischungsverhältnis beachtet und nicht über 1:2 Likör vs. Indian Tonic hinausgeht, ist der Rhubarb Gin Tonic eine ganz nette Angelegenheit.

Fazit

Auch industriell hergestellte Massenprodukte wie der Gin-Likör für den schmalen Geldbeutel müssen nicht schlecht sein. Das zeigt Aldi-Süd wieder einmal in der Zusammenarbeit mit der Rola-GmbH. Neben dem Oliver Cromwell Gin, der in den Bewertungen immer recht gut abschneidet, ist auch der Rhubarb-Gin ein durchaus tauglicher Gin-Likör. Erwarte hier jetzt bitte keine Geschmacksexplosion und einen im Small-Batch Verfahren hergestelltes Gin-Produkt. Aber für das Preisleistungsverhältnis, welches man für 7,99€ erhält, wirklich ein gutes Produkt.

Zum ersten Teil des Reviews geht es übrigens hier: Aldi-Süd – Ginlikör – Teil 1: Sloe Gin.

Und den dritten Teil des Reviews findest du hier: Aldi-Süd – Ginlikör – Teil 3: Elderflower Gin.

 

 

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Rhubarb-Gin

7.3

Gesamteindruck

7.3/10

Eigenschaften

  • fruchtig
  • süß
  • Rhabarber und Wacholder

Alkoholgehalt

  • 26,0 %

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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