Black Cherry Gin

Nach meinem Besuch auf dem Gin Erlebnis Festival in Zürich habe ich die Gunst der Stunde genutzt und auf dem Heimweg einen Abstecher in den Schwarzwald gemacht. Hier zog es mich zuerst nach Achern, genauer genommen in die kleine Gemeinde Mösbach. Dort war ich mit Nadine Weber von Weber Destillate verabredet, um mir die Herstellung vom Black Cherry Gin in der Brennerei auf ihrem Hof mal genauer anzusehen.

Wo Obst angebaut wird, wird in der Regel auch Alkohol hergestellt. Der Ortenaukreis ist bekannt für eine sehr hohe Dichte an Brennereien. Das milde Klima lässt die Früchte am Fuße des Schwarzwalds optimal reifen. Es wachsen dort sogar Bananenpflanzen im Freien.

Die Region rund um Achern ist übrigens berühmt für den Anbau von Kirschen. Sogar eine sehr bekannte Pralinenmarke bezieht von hier einen Großteil ihrer Piemont-Kirschen.

In der hofeigenen Brennerei wird nicht nur der Black Cherry Gin hergestellt. Die Auswahl an Likören und Bränden ist groß. Neben den Klassikern gibt es Sondereditionen, welche im Holzfass ihr Finish erhalten.

Der Verkostungsraum ist liebevoll hergerichtet und ich kann das komplette Sortiment bewundern. Warum bin ich nur mit dem Auto da? Aber zurück zum Gin.

Botanicals

Im Gespräch mit Nadine konnte ich ihr einige der verwendeten Zutaten entlocken. Neben dem obligatorischen Wacholder stehen natürlich noch vollreife Kirschen, sowie

auf der Zutatenliste.

Alles zusammen wird in neutralem Basisalkohol mazeriert und anschließend in der Kupferbrennblase der Müller Brennereianlagen aus dem Schwarzwald schonend destilliert.

Flaschendesign

Der klassische Schwarzwälder Bollenhut ist das auffällige Markenzeichen des Black Cherry Gins. Dieser hängt an einem roten Band um den Hals der schlanken 500ml Flasche aus Klarglas.

Sie wird von einem blauen Etikett mit silberfarbener Schrift geziert. Der silberne Markenname auf dem Etikett wird von zwei Tannenzapfen umrahmt. Darunter finde ich stilisiert zwei Kirschen, die den außergewöhnlichen Kirschgeschmack anzeigen. Links und rechts davon sind die obligatorischen Angaben zum Alkoholgehalt und der Füllmenge aufgedruckt.

Darüber hinaus befindet sich im Randbereich die Anschrift der Brennerei und auch das Jahr der ersten Abfüllung des Black Cherry Gin. Die ersten Flaschen wurden 2017 produziert.

Verschlossen ist die Flasche mit einem silbernen Kunststoffkorken mit Kunststoffeinsatz, den ich jetzt mit einem Plopp öffne, um mir einen Schluck einzugießen.

In der Nase

Aus dem Tasting-Glas verströmt sofort ein fruchtiges Bouquet von reifen Kirschen. Der Wacholder mit seinen harzigen Noten steht hier definitiv im Hintergrund, ist aber trotzdem auszumachen. Zusätzlich verströmen frische Zitrusnoten und die Lavendelblüten sorgen für einen floralen Anklang.

Das frische Basilikum und die Tannennadeln verleihen dem Gin eine grüne Kräuterkomponente. Ich bin gespannt, wie die Komposition schmeckt. Bevor ich den Gin verkoste, schwenke ich das Destillat noch im Glas und beobachte die öligen Schlieren und die Tropfen, wie sie zäh an den Glasboden zurücklaufen. Wer mich kennt, weiß wie sehr ich diese etwas ölige Textur mag.

Am Gaumen

Die Geschmacksknospen am Gaumen werden von den Kirscharomen geküsst. Stärker als aus dem Nosing vermutet steht der herb harzige Wacholder der fruchtigen Note zur Seite.

Dazu gesellen sich frische Zitrusaromen und es breiten sich ätherisch, waldige Noten der Tannennadeln am Gaumen aus. Auch das frische Basilikum mit seinen balsamischen Anklängen ist auszumachen.

Der Abgang wird dominiert von den Kirscharomen und einem floralen Hauch Lavendel. Zudem verströmt eine leichte Schärfe vom roten Pfeffer.

Ich bin begeistert. Die Kombination der Botanicals ist mehr als stimmig, ohne das eine Komponente dominiert. Sehr rund und ausgewogen.

Perfekt serviert

Der Black Cherry Gin ist pur eine Wucht. Hier bedarf es keiner weiteren Ausführung. Der Gin braucht nichts weiter, kein Eis, kein Tonic! Für jemanden, der auf Kirschen steht, ist das pur auf jeden Fall die ideale Trinkempfehlung.

Wer sich einen Gin&Tonic aus dem Black Cherry Gin mixen möchte, sollte auf ein Indian Tonic Water zurückgreifen. Stilecht verwendest du das Original Schwarzwald-Sprudel Tonic. Die Mischung aus Gin und Tonic ist frisch, fruchtig mit einem Hauch Kirsche. In Summe nicht zu süß und mit einer angenehmen Bitternote vom Chinin.

Black Cherry Fruity Tonic

Einen wirklich tollen Longdrink zauberst du dir mit den folgenden Zutaten:

  • 2cl Sirup vom Rohrzucker
  • 2cl Zitronensaft
  • 10-12 pürierte Kirschen
  • 6cl Black Cherry Gin

Alles zusammen im Shaker mit Eis ordentlich durchmischen und in ein mit Eiswürfeln gefülltes Glas abseihen. Anschließend mit dem Schwarzwald Sprudel Tonic Water auffüllen und mit einer Limettenscheibe garnieren.

Fazit

Der Black Cherry Gin macht seinem Namen alle Ehre. Die ausgeprägte Note von reifen Kirschen hat mir sehr gut gefallen. Der Gin ist angenehm fruchtig und durch die dezente Wacholdernote ausgesprochen mild. Im Gin&Tonic in Kombination mit einem Indian Tonic Water oder auch als Black Cherry Fruity Tonic ein absolut runder und erfrischender Longdrink. Ein absolutes Muss für Kirschliebhaber.

An dieser Stelle danke ich Nadine für die herzliche Gastlichkeit, die Führung über den Hof und das wirklich nette und informative Gespräch. Wenn du die Gelegenheit hast und in der Nähe bist, musst du dort unbedingt einmal vorbeischauen.

 

Passendes Tonic Water findest du übrigens hier bei unserem Partner Wacholderexpress.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Black Cherry Gin

9

Gesamteindruck

9.0/10

Eigenschaften

  • Fruchtig nach Kirschen
  • feine Zitrusaromen
  • dezente Wacholdernuancen

Alkoholgehalt

  • 40,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.