Liebl Bavarian Dry Gin

Liebl Bavarian Dry Gin im Review auf ginvasion.de

In meinem Sommerurlaub im Bayerischen Wald konnte ich es mir nicht nehmen lassen, die Spezialitäten Brennerei Liebl in Bad Kötzting zu besuchen und mir dort von Brennmeister Gerhard Liebl alles genau zeigen zu lassen. Natürlich habe ich auch den ausgezeichneten Liebl Bavarian Dry Gin verkostet und stelle ihn im Bericht gleich mit vor.

An einem sonnigen Nachmittag im August hatte ich einen Termin mit Gerhard Liebl, dem Inhaber und gleichzeitig auch Edelbrandsommelier und Brennmeister der Spezialitäten Brennerei und Whisky Destillerie Liebl. Die Liegenschaft verteilt sich momentan auf drei Standorte in Bad Kötzting, einem schönen Kurort im Bayerischen Wald. Wie mir Gerhard im Gespräch aber verrät, wird es hier bald ein komplett neues Gebäude inklusive Eventlocation in Blickweite zum heutigen Fasslager geben.

Zuerst besichtigen wir die Obstbrennerei. Dort werden sämtliche Obstbrände und Geiste auf einer wunderschönen Kupferdestille von Arnold Holstein im Rau- und Feinbrandverfahren hergestellt. Zudem schauten wir uns auch die Botanicals des Bavarian Dry Gins an und wir fachsimpelten über die geschmacksgebenden Zutaten.

Geschichte

Wie ich von Gerhard erfuhr, geht die Geschichte der Brennerei Liebl auf einen Tante Emma Laden und einen damit verbundenen Wein- und Spirituosengroßhandel in der Marktstraße und der Jahnstraße von Bad Kötzting zurück. Ab 1970 wurden dann die ersten Spirituosen in Form von Bärwurz und ab 1980 Blutwurz Kräuterlikör hergestellt. Mit der Destillation von Edelbränden wurde 1990 in der gewerblichen Abfindungsbrennerei begonnen. Der Whisky kam dann ab 2006 mit der Eröffnung der Bayerwald-Whisky Destillerie in der Pfingstreiterstraße dazu.

Der Bavarian Dry Gin wird seit 2013 von Gerhard am Hauptstandort in der Jahnstraße destilliert.

Botanicals

Das Besondere am Dry Gin ist das Blending nach der Destillation mit verschiedenen Zitrus- und Beerendestillaten.

Zunächst werden aber ganz klassische Gin-Gewürze in einem selbst hergestellten Kornbrand für mehrere Stunden mazeriert. Darunter befinden sich neben Wacholderbeeren noch

Das Mazerat wird dann mit neutralem Alkohol ergänzt und dann in einer kupfernen 150 Liter Brennblase destilliert. Der dabei entstandene Gin wird dann mit immer gleichbleibenden Destillaten aus

nach einer strenggeheimen Rezeptur hinzugefügt. In Tongefäßen ruht der Gin dann noch für eine Zeit, bevor er mit weichen Quellwasser des Bayerischen Waldes auf Trinkstärke gebracht und in die stilvoll gestaltete schwarze Flasche abgefüllt wird.

Flaschendesign

Die schwarze Flasche mit einem Inhalt von 700ml Gin ist mit einem edlen Etikett aus geprägtem Papier beklebt. Das Etikett besitzt einen filigranen Goldrand. Der Markenname Liebl ist ebenfalls in goldener Farbe ausgeführt. Der schwarze Schriftzug Bavarian Dry Gin ist das zentrale Element auf dem Etikett und wird von zwei stilisierten Wacholderzweigen getragen. Mittig davon befindet sich die Angabe zum Alkoholgehalt von 46% vol. und die Füllmenge.

Das rückseitige Etikett ist im gleichen Stil ausgeführt und verrät das Aromenprofil des Gins. Verschlossen ist die Flasche mit einem schwarzen Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. Ein gelungenes und sehr edles Design, welches mich persönlich sehr anspricht.

Ich bin gespannt auf den ersten Tropfen und lasse mir von Gerhard einen Schluck ins wunderschöne Tastingglas von Spiegelau einschenken.

In der Nase

Über dem Glas steht ein fruchtiges und leicht herbes Bouquet unterschiedlicher Aromen. Der typische Geruch von Wacholder ist gepaart mit einem zarten Anklang von frischem Hopfen neben den überaus dominanten Nuancen der Zitrusfrüchte auszumachen. Sie werden begleitet von einem dezent blumigen Hauch Lavendel und würzigem Koriander. Dazu erscheint im Hintergrund ein feiner Anflug von Zimt. Ausgewogen und ausgesprochen rund.

Beim Schwenken bilden sich leichte Schlieren am Glasrand und weisen auf eine ölige Textur des Destillats hin. Ich bin neugierig und probiere einen Schluck.

Am Gaumen

Geschmeidig und leicht cremig legt sich der Gin über die Zunge. Am Gaumen erscheinen die typischen Anklänge von Wacholder. Dazu gesellen sich ausgesprochen fruchtige Nuancen mit einem zarten Touch des Hopfens. Die verwendeten Gewürze runden das Bouquet gekonnt ab, stechen aber nicht sonderlich hervor. Jedoch verleihen sie dem Gin das gewisse Etwas.

Der Abgang wird von einer leichten Süße begleitet und der Nachhall ist langanhaltend und frisch nach den Zitrusfrüchten. Omnipräsent bleibt die Hopfennote dezent am Gaumen haften. Der Gin ist ausgesprochen ausgewogen und schmackhaft, ich bin begeistert.

Besichtigung des Fasslagers

Von der Brennerei aus besichtigten wir nach einer kurzen Autofahrt noch das Fasslager am Ortsrand von Bad Kötzting. Unweit davon wird an einem Hang gelegen übrigens die neue Event- und Erlebnisbrennerei entstehen und alle drei Standorte zusammenfassen. Ich bin neugierig und werde davon berichten.

Im Fasslager lagern neben erlesenen Whiskys aber auch die im Holzfass veredelten Gins von Gerhard Liebl. Er baut den Gin entweder in einem Grand Marnier Fass für 20 Monate oder im Riesling Fass für circa 12 Monate aus. Als Mann der Tat kletterte Gerhard gleich hoch ins Lager und entnahm eine Fassprobe, die wir sogleich verköstigten. Ich bin jedes Mal begeistert, was in einem gut gewählten Fass für ein feiner Tropfen entstehen kann. Der Gin ist ausgesprochen vollmundig und von Tiefe geprägt, ohne von den Holznoten dominiert zu werden. Die Editionen werde ich dir unbedingt später in einem separaten Review vorstellen.

Perfekt serviert

Aber zurück zum Liebl Bavarian Dry Gin. Ich empfehle den Gin auf jeden Fall erst einmal pur zu probieren und die Aromenstruktur zu erkunden. Im Gin&Tonic stellst du dem Dry Gin am besten ein Premium Indian Tonic Water zur Seite. Meine Wahl fällt auf Thomas Henry. Das Tonic Water ergänzt mit seiner spritzigen und leicht bitteren Note den Geschmack des Bavarian Dry Gins. Als Garnitur eignet sich ein Zweig frischer Rosmarin und eine Scheibe Zitrone.

Fazit

Die Spezialitäten Brennerei Liebl aus Bad Kötzting im Bayerischen Wald stellt mit ihrem Bavarian Dry Gin ein ausgezeichnetes Wacholderdestillat her. Es überzeugt mit einen filigranen Aromenstruktur und einem würzig-frischen Bouquet. Nicht nur der Inhalt gefällt mir, sondern auch die Aufmachung der Flasche zeugt von Stil und Qualität. Ein Gin den du unbedingt mal probieren solltest.

 

 

Den Liebl Bavarian Dry Gin findest du übrigens hier bei Wacholderexpress.de

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Liebl Bavarian Dry Gin

9.5

Gesamteindruck

9.5/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • erfrischende Zitrusaromen
  • dezenter Hauch von Hopfen

Alkoholgehalt

  • 46,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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