Urkorn Gin

Für das heutige Review verschlägt es mich nach Schwäbisch-Hall zu Timo Schmeckenbecher und seinem Urkorn Gin. Diesen nehme ich für dich nämlich genauer unter die Lupe.

Kreiert wurde der Urkorn Gin von Timo Schmeckenbecher seinerseits Hobbybrenner und seinen zwei Freunden und Sommeliers Robin Knausenberger und Matthias Wassermann. Man wollte einen authentischen Gin herstellen, welcher auch für die Region rund um Schwäbisch-Hall steht. Schnell fanden sie heraus: Gin ist nicht gleich Gin, so bedurfte es einer Menge Zeit bis die drei die richtige Rezeptur gefunden hatten.

Nach über 100 Testbränden und Verkostungen stand die finale Rezeptur des Urkorn Gins schließlich fest. Timo Schmeckenbecher destillierte hierbei in verschiedenen Verfahren jedes Botanical einzeln, so dass man das beste Extraktionsverfahren eines jeden Botanicals herausfinden konnte. Nach weiteren Testbränden mit kombinierten Botancials fand man schließlich die Rezeptur für den Urkorn Gin.

Urkorn Gin. Hier ist der Name Programm. Denn als Basis dient nicht wie üblich ein Destillat aus Weizen mit 96%, sondern ein Kornbrand aus Urkorn oder auch “Emmer” genannt mit aktuell noch 90%. Ab kommendem Jahr bildet die Basis dann ein 96%iger Emmer. Gebrannt wird in einer kleinen selbstkonfigurierten Kupferdestille mit 130 Liter Fassungsvermögen. Der Urkorn Gin wird in kleinen Chargen hergestellt. So erhält man je nach Brennvorgang 30 Liter Gin. Das heißt je Batch werden etwa nur ca. 60 Flaschen hergestellt und abgefüllt. 

Botanicals

Neben dem für Gin obligatorischen Wacholder finden noch folgende Ingredienzien ihren Weg in das Destillat

Flaschendesign

Der Urkorn Gin kommt in einem schicken kupferfarbenen Flachmann mit Eichenfurnier-Etikett daher. Auf dem Etikett ist der Name des Gins, sowie die Herkunft Schwäbisch-Hall eingraviert. Ein schlichtes und dennoch ansprechendes Design. Im Wachsiegel des Verschlusses ist außerdem noch das Haller Stadtwappen zu sehen. Der Flachmann fasst 500ml.

In der Nase

Ich gieße mir einen Schluck in mein Nosing-Glas von Spiegelau. Wie immer lasse ich dem Destillat etwas Zeit zum atmen. Über dem Nosing-Glas schwebt eine interessante Note des Kornbrandes aus Emmer Urkorn. Dazu gesellen sich harzige Aromen der Wacholderbeeren. Die erdigen und auch floralen Töne lassen sich schwer zuordnen, bereichern aber definitiv das Gesamtbouquet. Ich nehme ebenfalls einen Hauch Minze wahr. Rosmarin und die Grapefruitnuancen sorgen für einen mediterranen Anklang.

Das Destillat würde ich als ölig beschreiben, da sich beim Schwenken Schlieren am Glasrand bilden.

Am Gaumen

Jetzt bin ich aber wirklich gespannt wie der Gin schmeckt. Ich nehme einen Schluck aus meinem Tasting-Glas. Ölig verbreitet sich das Destillat auf meiner Zunge. Das gefällt mir.

Das Minzaroma verteilt sich ebenfalls kraftvoll im Mundraum. Im Hintergrund steht der Kornbrand aus dem Emmer Urkorn mit seinem interessanten Geschmack. Die Zitrusnuancen ergänzen in Kombination mit einem zarten Hauch der Himbeeren die Komposition elegant.

Im Abgang erscheinen das herbe Rosmarinaroma und der würzige Koriander. Ein Hauch frische Minze bleibt langanhaltend am Gaumen haften.

Perfekt serviert

Für einen Gin Tonic empfehle ich dir das Aqua Monaco Herbal Tonic oder das Fever Tree Mediterranean. Beide harmonieren mit ihren kräutrigen Noten mit dem Bouquet vom Urkorn Gin. Hierfür gibst du 5-6cl Gin in ein Longdrink Glas, danach gibst du Eiswürfel hinzu und gießt das ganze mit etwa 200ml Tonic auf. Als Garnitur empfiehlt sich ein Zweig Rosmarin und frische Himbeeren.

Fazit

Wer auf der Suche nach dem etwas anderen Gin ist, der sollte sich mal den Urkorn Gin anschauen. Der Emmer verleiht dem Urkorn Gin auf jeden Fall eine ganz spezielle Note. Insgesamt ein runder und außergewöhnlicher Gin, den man mal probiert haben sollte.

 

Den Urkorn Gin findest du bei unserem Partner Bottlerocket.de

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Urkorn Gin

8.2

Gesamteindruck

8.2/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • Alkoholbasis aus Emmer Urkorn
  • frisch und fruchtig

Alkoholgehalt

  • 43,8%

Veröffentlicht von Vanessa

Vanessa Schwan, geboren 1993 in Karlsruhe im schönen Baden-Württemberg. Neben Sport und gutem Essen gibt es eine weitere Leidenschaft in meinem Leben. Gin! Mit dem Ginvirus angesteckt hat mich mein Vater, als er mir eines Abends einen Gin Tonic einschenkte. Ich probierte und schon war es um mich geschehen. Der erste Gin in meiner Sammlung war übrigens der The Duke Gin aus München. Der zweite Gin war der Sipsmith Gin aus London. Zugegeben, den habe ich zu Anfang nur wegen des Schwans auf dem Etikett gekauft. Aber auch geschmacklich konnte er mich vollends überzeugen und so nahm das mit dem Gin und mir seinen Lauf. Zu Anfang teilten mein Vater und ich die Leidenschaft alleine. Inzwischen haben wir aber neben meiner Mutter auch meinen Freund und den halben Freundeskreis mit dem Virus infiziert.

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