Awakening Dry Gin

Erneut verschlägt es mich ins Rheintal zwischen Offenburg und Straßburg. Denn heute möchte ich dir den Awakening Dry Gin von der Duckhammer Handelsgesellschaft vorstellen. Ob ich auch beim Dry Gin von Sebastian das große Erwachen finde, erfährst du, wenn du weiterliest.

Mit seinem Dry Gin wollte Sebastian im Gegensatz zu seinem New Western Style Gin eher einen Gin für Puristen kreieren. Awakening steht für ihn für das Erwachen der sonnigen Jahreszeit. Dieser Leitgedanke spiegelt sich bei beiden Gin-Kompositionen wider. Deshalb werden die Destillate auch nur in den Sommermonaten hergestellt. Nämlich dann, wenn die verwendeten Zutaten in ausreichend frischer Qualität zur Verfügung stehen.

Apropos Herstellung. Gebrannt wird die Spirituose von der Edelbrennerei Wurth in Neuried im Schwarzwald.

Botanicals

Für die frischen und würzigen Noten verwendet Sebastian neben dem für Gin obligatorischen Wacholder noch

  • Bergamotte
  • Kräuter
  • Urwaldpfeffer
  • Mädesüß
  • wilder Thymian
  • Brennessel
  • schwarze Johannisbeeren
  • und Vogelbeeren.

Die Zutaten für seinen Gin bezieht er auf unterschiedliche Art und Weise, aber immer in gleichbleibender Qualität. Ein Freund von Sebastian besitzt eine eigene Gewürzmanufaktur. Hier bekommt er einen Großteil der verwendeten Gewürze. Frische Bio-Kräuter für seine Gin-Herstellung kauft er bei einem ansässigen Landwirt.

Flaschendesign

Die Flasche aus dunkelgrünem Glas ist mit einem schlichten aber farbenfrohen Etikett versehen. Das abgebildete Mandala symbolisiert ein Aromenrad. Hierbei spiegeln die Farben die verschiedenen Aromen des Gins wider. Beispielhaft steht das Grün für die verwendeten Kräuter, Gelb für die Zitrusfrüchte und Rot für die ausgesuchten heimischen Beeren.

Unter dem Aromenrad befindet sich der Name des Gins mit dem Zusatz Classic Dry Gin.

Das rückseitige Etikett nimmt Bezug auf die Außergewöhnlichkeit des Gins und versucht mit dem Zusatz „100 without Bullshit“ zu überzeugen. Ich bin gespannt. Die Flasche fasst übrigens 500ml feinsten Awakening Gin bei einem Alkoholgehalt von 42% vol. Verschlossen ist sie mit einem schwarzen Holzgriffkorken mit Kunststoffeinsatz.

Und genau diesen öffne ich jetzt, gieße mir einen Schluck ein und bin neugierig auf die Komposition der interessanten Zutaten.

In der Nase

Neben einer dezenten Wacholdernote besticht das Bouquet des Awakening Dry Gin durch frische Aromen der Bergamotte. Im Einklang dazu stehen grüne Kräuternuancen, wobei hier die typisch holzige Note vom Thymian auszumachen ist.

Dazu gesellen sich fruchtige Aromen verschiedener reifer Beeren. Die schwarze Johannisbeere ist hierbei deutlich zu erkennen.

Über allem schwebt zudem ein ausgesprochen interessanter Anklang des Voatsiperifery Pfeffers, auch Urwaldpfeffer genannt. Dieser bringt erdige und schon fast tabakartige Züge mit sich. Auch einen Hauch Vanille vermag diese Pfeffersorte zu versprühen.

Weitere Geschmacksknospen werden vom Mädesüß angesprochen. Die Heilpflanze gibt dem Destillat nämlich einen zarten floralen Anklang.

Beim Schwenken des Destillats bilden sich Tröpfchen am Glasrand, die nur schwer und langsam als Schlieren zum Glasboden zurückfließen. Wer mich kennt, weiß wie sehr ich diese ölige Textur des Wacholderdestillats liebe. Ich bin gespannt, wie der Awakening Dry Gin schmeckt.

Am Gaumen

Mit seiner angenehm weichen und öligen Struktur verteil sich der Gin auf der Zunge. Es verströmen die herb harzigen Wacholdernoten und die Zitrusaromen der Bergamotte versprühen ein frisches Gefühl am Gaumen. Neben den grünen Kräutern vernehme ich die floralen Nuancen vom Mädesüß.

Im Geschmacksprofil sticht auf jeden Fall die schwarze Johannisbeere hervor. Sie ist aber hervorragend in die Komposition eingebunden.

Im Abgang erscheint die dezente, aber ehrliche Schärfe vom Urwaldpfeffer, die auch mit einem leichten kribbeln auf der Zunge zurückbleibt.

Der Nachhall ist geprägt von grünen Kräutern und einer erfrischenden Note der Bergamotte.

Perfekt serviert

Der Classic Dry Gin kann uneingeschränkt pur genossen werden. Lass dir Zeit beim Zerlegen der verschiedenen Aromen. Wenn du Eis benutzen möchtest, stellst du die fruchtigen und floralen Nuancen noch etwas mehr in den Vordergrund.

Im Gin&Tonic gefällt mir der Awakening Dry Gin auf die klassische Art und Weise. Seine fruchtigen Aromen entfaltet der Gin aber laut Sebastian in einem Dry Tonic am besten. Seine Empfehlung liegt hier beim Bone Dry Tonic Water von Goldberg&Sons.

Aber auch in einem etwas süßeren Indian Tonic Water macht der Gin eine super Figur und überzeugt mit seinen frischen Bergamotte-Noten. Begeistert bin ich zudem von den filigranen Kräuternuancen und den fruchtigen Beerenaromen, denn selbst diese lassen sich im Gin&Tonic noch wunderbar erkennen.

Fazit

Ein Gin „without Bullshit“. Der Awakening Classic Dry Gin überzeugt mich mit seinen ausgewogenen Aromen. Im Mittelpunkt stehen filigrane Kräuternuancen und frische Noten der Bergamotte. Das Bouquet wird zusätzlich von einem fruchtigen Anklang feinster Beeren abgerundet.

Er ist süffig, rund und macht Laune.

Erwache mit dem Awakening Classic Dry Gin, ein toller Gin im London Dry Stil. Lasse dich ebenfalls begeistern und probiere den Gin unbedingt einmal aus.

 

Das Goldberg Bone Dry Tonic Water kannst du übrigens hier bei Bottlerocket.de bestellen

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Awakening Dry Gin

9

Gesamteindruck

9.0/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • frische Bergamotte
  • fruchtige Beeren

Alkoholgehalt

  • 42,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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