Leviathan Dry Gin

Leviathan Gin im Review auf ginvasion.de

In der Mythologie beschreibt der Begriff Leviathan ein sich windendes Seeungeheuer. In Moby Dick erscheint der Leviathan in der Gestalt eines gewaltigen weißen Wals. Auf der Flasche des Leviathan Dry Gin taucht die Figur als kleiner und unscheinbarer Pinguin auf. Ob wir es nun mit einem gewaltigen oder unscheinbaren Gin zu tun haben, verrate ich dir im nachfolgenden Review.

Der Leviathan Dry Gin stammt aus der Altenheimer Edelbrennerei Wurth. Dort schaut man auf eine über 100jährige Brenntradition zurück. In zweiter Generation führt Markus Wurth sein 1995 die Familienbrennerei. Seine Handwerkskunst steht für unverfälschten Genuss und hohe Qualität.

Botanicals

In der Rezeptur des Leviathan Dry Gin, der nach der klassischen London Dry Methode hergestellt wird, befinden sich 37 erlesene Zutaten.

36 davon stammen aus der Gewürzmanufaktur Edy Ledig, die nur zirka 2km von der Brennerei entfernt ist. Sowohl Edy als Sternekoch, als auch Markus als zertifizierter Edelbrandsommelier sind beides Qualitätsfanatiker.

Die Qualität und der Anspruch den Edy an seine Lieferanten und die pflanzlichen Rohstoffe stellt, sind der Garant und die Basis für die Qualität und Raffinesse vom Leviathan Dry Gin.

Neben handverlesenen Wacholderbeeren der Sorte Superriesen befinden sich in der Rezeptur noch

Allein die Zitronenverveine ist eine regionale Zutat und wächst 500 Meter Luftlinie von Markus Brennerei entfernt bei der Bio Gärtnerei Bahr. Sie wird für den Brennvorgang um 6 Uhr morgens geerntet und bereits um 7 Uhr verarbeitet.

Destilliert wird der Leviathan Dry Gin in kleinen Chargen und in absoluter Handarbeit in einer kleinen Kupferbrennblase mit 150 Liter Füllinhalt hergestellt. Ein Aromakorb und spezielle Einbauten machen diese Destillationsanlage übrigens einmalig.

Flaschendesign

Das Etikett auf der antikgrünen Spirituosenflasche für den Leviathan Dry Gin wurde übrigens vom Künstler Jan Peter Tripp gestaltet. Es zeigt einen Pinguin mit offenem Schnabel, der bereit ist, den feinen Tropfen des Dry Gins aufzufangen. Darunter ist in Großbuchstaben der Name LEVIATHAN mit dem Zusatz „Dry Gin at its best“ aufgedruckt.

Auf dem kleineren Etikett auf der Rückseite gibt es in Kurzform die Geschichte zum Leviathan Dry Gin und natürlich die Pflichtangaben zum Alkoholgehalt von übrigens 44% vol. und der Füllmenge von 500ml.

Verschlossen ist die Flasche mit einem einfachen Holzkorken mit Kunststoffeinsatz. Und genau diesen öffne ich jetzt und gieße mir einen Schluck zum Probieren ein, Ich bin gespannt!

In der Nase

Über dem Glas liegt ein komplexes Bouquet. Vordergründlich nehme ich neben einer dezenten Wacholdernote erfrischende Noten der Kaffirlimettenblätter und verschiedenen Zitrusfrüchten wahr. Dazu gesellen sich würzigen Nuancen und ein unaufdringlicher floraler Touch.

Alle Bestandteile der sehr harmonischen und eleganten Komposition sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Keine Zutat sticht unangenehm hervor. Auch eine alkoholische Schärfe oder gar störender Geruch ist nicht wahrzunehmen.

Am Gaumen

Ich genieße den ersten Schluck. Mild und angenehm ölig verteilt sich der Gin auf der Zunge, ohne dabei alkoholisch zu wirken.  Es explodieren verschiedenste Aromen im Mundraum und ich nehme eine dezente Süße wahr. Im Geschmack überrascht der Gin mit einer angenehm würzigen Note. Allen voran der Wacholder, gepaart mit erfrischenden Kräuter- und Zitrusnoten. Hier sticht ferner der feine Geschmack der Kaffirlimette und der Zitronenverveine hervor.

Der Abgang ist zunächst weich und wird dann von einer angenehmen Schärfe begleitet. Der Nachhall ist geprägt von floralen Noten und einer langanhaltenden, leicht würzigen Frische.

Perfekt serviert

Ich bin begeistert, wie gut der Leviathan Dry Gin pur schmeckt. Es bereitet mir schieres Vergnügen, die einzelnen Bestandteile der Aromen zu zerlegen. Im Gin&Tonic ist der Leviathan übrigens universell einsetzbar. Mit einem Indian Tonic Water hebst du die Zitrusnoten hervor, die würzige Seite verstärkst du mit einem Mediterranean Tonic Water.

Mein „perfect serve“ ist aber das Mistelhain Ambition Tonic Water. Es harmoniert mit seinen würzigen Noten perfekt mit dem Leviathan Dry Gin. Eine Kombination die du unbedingt ausprobieren solltest.

Fazit

Mit seiner Komposition von 37 erlesenen Botanicals spricht der Leviathan Dry Gin nahezu alle Geschmacksknospen an. Er ist ausgesprochen harmonisch, elegant und die Kräuter und Gewürze sind hervorragend in den fast nicht wahrnehmbaren Alkohol eingebunden.

Man genießt ihn entweder als Solist pur im Glas oder in einem erfrischenden Gin&Tonic. Aber auch in klassischen Cocktails wie dem GinFizz oder einem Gimlet kann der Leviathan Dry Gin  überzeugen. Mir gefällt er, ein tolles Produkt aus der Edelbrennerei Markus Wurth.

 

Empfehlen möchte ich noch den Hintergrundartikel zum Thema Stilvoller Genuss von gutem Gin von Jens Ischebeck auf dem Genusswelten Blog der Edelbrennerei Wurth.

 

Eine gut sortierte Auswahl Tonic-Water findest du übrigens hier bei unserem Partner Wacholder-Express

 

 

Hinweis:

Ich bin seit Inkrafttreten des Telemediengesetz §6 übrigens dazu verpflichtet, diesen Beitrag als Werbung zu kennzeichnen. Den genannten Gin aus dem Test habe ich ferner als PR Produkt Sample vom Hersteller kostenlos zum Testen erhalten. Etwaige Bewertungen werden aber von der kostenlosen Bereitstellung nicht beeinflusst und erfolgen mitunter nach eigenem Ermessen. Die Einnahmen aus Affiliate-Links benutze ich übrigens für diesen Blog. Diese ermöglichen mir ferner die Testberichte und Fotos!

Leviathan Dry Gin

9.1

Gesamteindruck

9.1/10

Eigenschaften

  • Wacholderbeeren
  • erlesene Zitrusfrüchte
  • Kräuter und Gewürze

Alkoholgehalt

  • 44,0%

Veröffentlicht von Basti

Mein Name ist Sebastian und ich bin schon seit einigen Jahren dem Gin verfallen. Begonnen hat die Leidenschaft auf einer Dienstreise 2012 in einer Flughafenlounge in London. Angefangen habe ich mit Bombay Sapphire und Tanqueray und einfachem Tonic. Schnell wurde mir aber klar, dass die Standardgins nicht das Ende der Fahnenstange sind. Der Feel-Gin aus München hat hier die Sammelleidenschaft begründet.

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